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Wie hoch dürfen Mahn-Gebühren sein?

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Von Astrid Engel,

Frage: Wenn ein Kunde nicht zahlt, schicke ich ihm eine Mahnung. Das kostet mich jedes Mal Zeit und Geld. Deshalb will ich wenigstens Mahn-Gebühren verlangen. Was darf ich denn nehmen und worauf muss ich achten?

Frage: Wenn ein Kunde nicht zahlt, schicke ich ihm eine Mahnung. Das kostet mich jedes Mal Zeit und Geld. Deshalb will ich wenigstens Mahn-Gebühren verlangen. Was darf ich denn nehmen und worauf muss ich achten?

Antwort: Es gibt keine Vorschrift dazu, wie hoch Mahn-Gebühren sein dürfen. Haben Sie im Vertrag oder in AGB eine Aussage dazu getroffen, müssen Sie sich daran halten.


Mahn-Gebühren als Ersatz für Ihren Aufwand

Ansonsten gilt: Die Mahn-Gebühren sollen Ihren Aufwand abdecken. Üblich sind bis zu 5 Euro pro Mahnung - vorausgesetzt, der Schuldner befindet sich mit seiner Zahlung bereits in Verzug. Das ist er in der Regel nach der 1. Mahnung (die Sie also noch ohne Gebühr versenden sollten). Verlangen Sie also bei der 2. Mahnung 5 Euro, bei der 3. Mahnung 10 Euro und so fort.

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Unabhängig davon dürfen Sie ab dem Verzug Verzugszinsen berechnen: Die liegen bei Verbrauchern um 5 Prozentpunkte, bei Unternehmern um 8 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz der Deutschen Bundesbank von derzeit 1,62 % (2009).


Stammkunden nicht durch Mahn-Gebühren verärgern

Bei Stammkunden sollten Sie aber vorsichtig damit sein, Mahn-Gebühren und Verzugszinsen zu berechnen - auch wenn Sie rechtlich einen Anspruch darauf haben. Das gilt vor allem für solche Kunden, die bislang immer pünktlich gezahlt haben. Verärgern Sie die durch übereiltes Vorgehen, wandern sie womöglich zur Konkurrenz ab.

Ohnehin ist es selten erfolgreich, einer 1. oder gar 2. ausdrücklichen Mahnung ein weiteres Mahnschreiben hinterherzuschicken. Besser setzen Sie sich persönlich mit dem Kunden in Verbindung und versuchen, ihn zur Zahlung zu bewegen.

Weigert er sich notorisch, gehen Sie zum Anwalt, oder bringen Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid auf den Weg.

Der Basiszinssatz wird 2-mal im Jahr - zum 1. Januar und zum 1. Juli - neu festgelegt. Einen Rechner, der die Verzugszinsen bequem für Sie ermittelt, finden Sie im Internet unter www.basiszinssatz.de.

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