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Zahlungsunwillige Kunden: Welchen Erfolg hat eine Drohung?

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Von Astrid Engel,

Werner C. aus Stuttgart fragt: Ich muss mich immer wieder über zahlungsunwillige Kunden ärgern. Manche dieser bekanntermaßen 'schwarzen Schafe' warten offenbar grundsätzlich die dritte und letzte Mahnung ab, bevor sie endlich zahlen - und dann meist auch noch ohne die inzwischen aufgerechneten Säumnis- und Mahngebühren.

Werner C. aus Stuttgart fragt: Ich muss mich immer wieder über zahlungsunwillige Kunden ärgern. Manche dieser bekanntermaßen 'schwarzen Schafe' warten offenbar grundsätzlich die dritte und letzte Mahnung ab, bevor sie endlich zahlen - und dann meist auch noch ohne die inzwischen aufgerechneten Säumnis- und Mahngebühren.

Nachdem ich bisher meine Mahnungen noch sehr freundlich formuliert habe, erwäge ich nun, diesen Kunden schon in der ersten Mahnung mit der Einschaltung einer Inkasso-Firma zur Eintreibung meiner Forderungen zu drohen. Welche Erfolgsaussichten messen Sie einem solchen Schritt zu?

Antwort: Um ganz ehrlich zu sein - große Chancen wird so eine Drohung nicht haben: Die Erfahrung zeigt, dass eine verschärfte Drohung nur sehr selten dazu führt, dass  zahlungsunwillige Kunden ihre Zahlungsmoral ändern.


Vorsicht! Zahlungsunwillige Kunden könnten gegen Ihre Drohung rechtlich vorgehen

Im Extremfall können Sie als Rechnungssteller großen Ärger bekommen, nämlich dann, wenn Sie - wie Sie es in Ihrer Frage angedeutet haben - mit einem Inkassobüro drohen, ohne tatsächlich Inkassomitglied zu sein! In so einem Fall könnten zahlungsunwillige Kunden Sie sogar wegen arglistiger Drohung strafrechtlich belangen.

Drohen Sie nur mit legalen Mitteln, sonst machen Sie sich strafbar und möglicherweise auch schadenersatzpflichtig. Absolut unzulässig sind Methoden wie "Moskau Inkasso" oder "Schwarzer Mann", genauso "Plakataktionen", durch die das Nichtzahlen öffentlich bekannt gemacht wird.

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Auch die beliebte Drohung, Sie würden Ihren Schuldner bei der Schufa melden, sollten Sie nicht aussprechen. Zweck der Schufa ist die Verhinderung der Kreditvergabe an Kreditunwürdige - aber nicht, Gläubigern das Inkasso zu erleichtern. Deshalb wird Ihr Antrag auf einen Negativ-Eintrag in den allermeisten Fällen rechtswidrig sein, sodass auch die Drohung damit nicht erlaubt ist.

Auf der anderen Seite führt eine Drohung, die im Ernstfall dann nicht umgesetzt wird, zu einer noch schlechteren Zahlungsmoral. Vorsicht also bei einer Drohung!


Wann Ihre Drohung legal ist

Erlaubt ist es, wenn Sie Ihrem Schuldner mit der Einschaltung eines Rechtsanwalts oder des Gerichts drohen.

Sie dürfen ihm auch mitteilen, dass Sie ein Insolvenzverfahren oder eine Zwangsvollstreckung gegen ihn einleiten, ihn zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung zwingen oder Ihre Forderung gegen ihn an ein Factoring-Unternehmen verkaufen werden.

Legal ist zudem die Drohung, den Namen des Schuldners in eine "schwarze Liste" einzutragen, die Sie mit anderen Unternehmern führen - so werden zahlungsunwillige Kunden bald keine Auftragnehmer mehr finden, die bereit sind, für sie zu arbeiten.


Gespräche und Bankeinzug sind erfolgversprchender als eine Drohung

Erfolgversprechender als eine Drohung sind direkte Gespräche mit der Geschäftsleitung der Kundenseite oder - wenn dies nicht fruchtet - die ausschließliche Belieferung dieser Kunden gegen Vorkasse bzw. Nachnahme.

Wollen Sie generell Problemen mit säumigen Zahlern aus dem Wege gehen, versuchen Sie, Ihr Zahlungssystem soweit wie möglich auf Bankeinzug umzustellen: Bei dieser Zahlungsweise haben Sie es in der Hand, für termingerechten Zahlungseingang zu sorgen.

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