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Gründung mit einem Internetshop - aber richtig! (Teil 1)

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Nichts ist einfacher, als eine Shopsoftware mit Artikeln zu bestücken und ins Internet zu stellen. Fertig ist Ihre neue Existenz.

Denken Sie vielleicht! Die Realität sieht allerdings ganz anders aus. Nicht nur, dass Sie die für Sie richtige Shoplösung finden müssen, es liegen auch noch einige Fußangeln und juristische Tretminen aus.

Bevor wir in das Thema einsteigen, möchte ich mich Ihnen noch kurz vorstellen:

Ich bin seit über 15 Jahren im Bereich Internet und E-Commerce tätig. Die Schwerpunkte meiner Arbeit sind die Konzeption und Realisation von Internetshops sowie die Projektleitung bei der Entwicklung von Shopsoftware.

Mitte der 1990er Jahre kam ich als Quereinsteiger aus dem Verkauf von Immobilien und Finanzanlagen in die Entwicklung von Verkaufslösungen für das Internet. Unter meiner Leitung wurden Programme wie „TommyShop“ und „SelfmadeShop“ entwickelt. Ich bin außerdem als Fachautor sowie als Coach für Shopbetreiber tätig.

Meine Erfahrungen aus den vergangenen 15 Jahren werden Ihnen eine hervorragende Hilfe sein.

Jede erfolgreiche Existenzgründung muss gut vorbereitet sein.

Die Gründung im Internet ist zum Teil noch etwas komplizierter, denn zu den ohnehin schon für einen Unternehmer geltenden Regeln, Verordnungen und Gesetzen kommen noch einige hinzu. Außerdem gibt es eine Fülle technischer Aspekte, die es für den erfolgreichen Internetauftritt zu beachten gilt.

Bevor es an die technischen Dinge geht, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, an wen Sie verkaufen wollen (Verbraucher, Unternehmer oder beide), denn das hat nicht unerheblichen Einfluss auf die Ausgestaltung Ihres künftigen Shops.

Wenn Verbraucher bei Ihnen online einkaufen dürfen, gelten einige zusätzliche Regeln, die Sie dann auch penibel einhalten müssen, um keine Rechtsnachteile hinnehmen zu müssen bzw. sich keine teure Abmahnung einzufangen.

Denken Sie immer daran: Die Konkurrenz wartet oft nur auf solche Chancen! Versuchen Sie von Anfang an keine juristische Angriffsfläche zu bieten!

Zuerst ist zu klären, wer den Shop einrichten und später die Artikel- und sonstige Datenpflege übernehmen soll. Denken Sie daran, dass dies recht zeitaufwändig sein kann und Sie selbst diese Zeit vielleicht nicht immer haben. Oder Sie stehen mit dem Computer auf Kriegsfuß und benötigen in jedem Fall andere Personen, die sich um den Shop kümmern.

Das können eigene Mitarbeiter oder externe Dienstleister sein. In jedem Fall müssen diese Personen über die nötigen Kenntnisse verfügen, sonst kann Ihr Projekt schon scheitern, bevor es richtig angefangen hat. Lassen Sie die Finger davon, ungeeignete Personen damit zu betrauen, denn es wird sicher schief gehen.

Einen Internetshop aufzubauen bedeutet sehr viel mehr, als nur die Daten in die Datenbank zu bekommen. Und spätestens nach der Dateneingabe enden die Kenntnisse der meisten "guten Freunde", der billigen Aushilfskräfte und die des Sohnes, der das schnell mal zwischen Hausaufgaben und Fußballtraining erledigen will.

Wenn Sie oder Ihr Unternehmen diese wichtigen Dinge nicht selbst langfristig und sicher leisten können, wenden Sie sich an einen kompetenten Berater und Dienstleister. Das kostet zwar Geld, erspart Ihnen aber auch eine Menge an Ärger und Verdruss.

Die Auswahl der richtigen Shopsoftware ist ein komplexes Thema und wir werden uns im nächsten Kapitel ausführlich damit beschäftigen. Ebenso die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die beleuchten wir im übernächsten Kapitel.

Unabhängig von der Größe Ihres Projektes muss definiert werden, wer Ihre Zielgruppe ist, wie man diese Zielgruppe anspricht und wo im Internet sich diese Zielgruppe üblicherweise aufhält.

Die so genannte "Zielgruppenansprache" ist nichts anderes, als die optische, funktionelle und inhaltliche Ausgestaltung des Shops. Ein Shop für hippe Sportartikel sieht sicher anders aus, als einer in dem Bücher oder Tee und Gewürze verkauft werden.

Bei der Gestaltung stellt sich natürlich auch die Frage, wer das machen soll. Das Design kann man bei den meisten Shoplösungen relativ einfach erstellen, aber es ist dann auch wirklich "relativ einfach" gehalten.

Wer seinem Shop ein individuelles Gesicht verpassen will - was immer sinnvoll ist - kommt wohl nicht umhin, einen Dienstleister damit zu beauftragen.

Achten Sie aber darauf, dass der sein Handwerk auch versteht, wirklich etwas Individuelles für Sie entwickelt und nicht irgendein schon vorhandenes Design nur ein wenig "umbiegt" und Ihnen dieses dann unterjubelt.

Eine gute Agentur ermittelt mit Ihnen zusammen, welche Kundenkreise angesprochen werden sollen und lehnt sich bei der Entwicklung des Designs an schon bereits vorhandene Vorlagen an, sofern diese geeignet sind.

Lassen Sie sich auf jeden Fall mehrere Referenzen zeigen und scheuen Sie sich auch nicht davor, die Referenzen einmal selbst anzusprechen und nach ihren Erfahrungen mit der Agentur oder dem Berater zu fragen.

Gutes Design besteht nicht aus vielen grafischen Spielereien und nervigen Zappeleien auf der Homepage. Klare und übersichtliche Strukturen, harmonische Farben und klare Navigationen zeichnen gute Agenturen aus.

Dumpingangebote z. B. in eBay und ähnlichen Plattformen oder vom Informatikstudenten im Bekanntenkreis sollten Sie mit äußerster Vorsicht genießen. Hier fehlt es meistens an fundierten Designkenntnissen und dem breiten Fachwissen im Bereich „Verkaufen“.

Grottenschlechte Shops gibt es immer noch genug. Sie brauchen also keinen weiteren ins Netz zu stellen! Ihr persönlicher Geschmack ist auch nicht maßgebend, sondern die Tatsache, dass der Shop Ihren Kunden gefällt und diese damit problemlos klar kommen.

Letztendlich ist es aber Ihre ganz individuelle Entscheidung, wem Sie Ihr Vertrauen und Ihr Geld geben.

Das Gesicht Ihres Unternehmens (Corporate Identity, kurz: CI), welches Sie vielleicht schon auf Ihrem Geschäftspapier, Ihren Visitenkarten, in der Werbung und im schon vorhandenen stationären Laden zeigen, muss sich auch im Internet fortsetzen. Wenn Sie noch kein CI haben, muss es spätestens jetzt entwickelt werden.

Nicht vergessen werden darf, welche Ihrer Artikel überhaupt in den Shop kommen. Nicht jeder Artikel ist für den Onlineverkauf geeignet, z. B. wegen seiner Beschaffenheit wie Größe oder Verderblichkeit. Bei manchen Waren stehen auch rechtliche Vorschriften im Wege oder erschweren zumindest den Onlineverkauf erheblich.

Das beginnt schon bei Alkoholika und Tabakwaren, denn die dürfen im Zweifelsfalle nur mit einem Altersnachweis des Käufers verkauft werden. Diesen Nachweis online sicher zu erbringen setzt technisch hohe Hürden, die mancher Shopbetreiber nicht erfüllen mag oder kann.

Nun sollten Sie Ihr Budget festlegen, denn Geld müssen Sie in jedem Fall in die Hand nehmen. Je nach Größe, Ausgestaltung und technischer Ausstattung des Projektes können das einige hundert bis hin zu mehreren zehntausend Euro sein.

Einen Shop "für lau" gibt es nicht, auch wenn Ihnen manche Leute das einreden wollen. Planen Sie also ein vernünftiges, der Sache angemessenes Budget ein.

Informationen über die einzelnen Kostenpositionen bekommen Sie z. B. bei Anbietern von Speicherplatz und Mietshops sowie bei E-Commerce- und Webdienstleistern. Bei E-Commerce- und Webdienstleistern seien Sie aber vorsichtig, denn in dieser Branche gibt es sehr viel "Spreu" und weniger "Weizen" (siehe oben).

Nachdem diese grundsätzlichen Dinge geklärt sind, können wir uns der Auswahl der Shopsoftware im nächsten Newsletter zuwenden.

Herzliche Grüße,

Arthur W. Borens
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