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Heutzutage ist Online Marketing in vollem Gange und gewinnt immer weiter an neuen Kommunikations- und Verbreitungsmöglichkeiten. Dabei sollte sich...

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Gründung mit einem Internetshop – aber richtig!

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Liebe Leserin, lieber Leser,

die richtige Zahlungsart ist ein wesentliches Kriterium für den Erfolg Ihres Onlineshops. So werden Sie sich reiflich überlegen müssen, welche Zahlungsmöglichkeiten Sie Ihren Kunden anbieten und welche lieber nicht.

Vorkasse ist der Liebling des Händlers

Keine Zahlungsart ist unter den Händlern beliebter als die Vorkasse. Sorgt sie doch dafür, dass zuerst das Geld in die Kasse kommt, bevor die Ware ausgeliefert wird. So ist der Händler vorerst zu 100% auf der sicheren Seite. Derzeit werden etwas über 50% der Zahlungen per Vorkasse abgewickelt.

Doch müssen Sie als Onlineverkäufer immer im Auge behalten, dass Kunden auch einmal Ware zurückgeben und Sie den Kaufpreis wieder erstatten müssen. Also dürfen Sie den vom Kunden gezahlten Betrag bis zum Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist bestenfalls als „Darlehen“ betrachten. Erst nach Ablauf dieser Frist gehört das Geld wirklich Ihnen. Einmal abgesehen davon, dass der Kunde einen Mangel geltend macht und letztendlich nur die Wandlung, also die Rückabwicklung des Kaufes die einzige Lösung wäre.

Käufer lieben die Vorkasse eher weniger, denn sie birgt die Gefahr, dass sie das Geld überweisen und danach keine Ware bekommen. Solche Fälle sind ja bekannt. Hier sind Sie gefordert, Ihre Seriosität unter Beweis zu stellen.

Die mir bekannten seriösen Shops bieten fast alle einen Käuferschutz wie den von „Trusted Shops“ an. Für einen geringen zusätzlichen Betrag kann der Kunde seine Bestellung gegen Ausfall und Nichtlieferung versichern. Der Versicherer garantiert dann die Erstattung des gezahlten Betrages, wenn einmal was schief geht. Manche Händler übernehmen auch die Gebühren für diese Versicherung.

Dies ist meines Erachtens eine der besten Möglichkeiten, den Kunden Vorkasse schmackhaft zu machen und Sicherheit zu garantieren. Dabei erhöht der Händler auch noch seine Liquidität, ohne lange mit einer Bank verhandeln zu müssen.

Einer meiner Kunden setzt sogar noch eins drauf und gewährt bei Vorkasse ein Skonto von satten 5%. Gut, das kann nicht jeder, denn die Margen sind manchmal recht dünn. Doch ein oder zwei Prozent Skonto sind meistens drin und werden von den Kunden gerne genommen.

Kunden lieben Kauf auf Rechnung

Wer mag es nicht, zuerst die Ware zu bekommen, sie zu prüfen und bei Gefallen dann erst zu zahlen. Etwa ein Drittel der Onlinekäufer werden heute per offener Rechnung bezahlt. Doch dies können sich fast nur die „großen“ Onlinehändler leisten, denn die Ausfallquoten sind beachtlich. Einen kleinen Internetladen könnten sie möglicherwiese in den Ruin treiben.

Dennoch liefern manche dieser Shops auf Rechnung. Ob Sie das tun sollten, kann ich kaum beurteilen. Sie müssen viel Vertrauen in die Bonität und Seriosität Ihrer Kunden haben. Eine Ausfallversicherung gibt es für Sie nicht. Außer Sie nutzen Zahlungsarten wie z. B. „iclear“, wo Kunden vom Zahlungsabwickler schon auf ihre Bonität geprüft wurden und der Händler nach positiver Annahme der Transaktion eine Zahlungsgarantie erhält. Doch dafür sind auch teils beachtliche Gebühren zu zahlen.

Sicher ist Ihnen schon bekannt, dass es eine ganze Menge von Dienstleistern gibt, die Zahlungen abwickeln und weitere Dienste erbringen. Hier ist eine Übersicht solcher Anbieter, die jedoch weder vollständig ist noch alle angebotenen Leistungen beschreibt.

 

 

Mit diesen Dienstleistern kommt das Geld zu Ihnen:

1. Paypal: Gehört zu ebay und ist einer der weltweit verbreitetesten Dienstleister. Kunden und Händler benötigen jeweils ein eigenes Paypal-Konto, das per E-Mailadresse identifiziert wird. Die Transaktionen sind schnell und einfach auszuführen. Für viele Shoplösungen gibt es fertige Schnittstellen. Paypal bietet neben einem Guthabenkonto auch Kreditkartenzahlung und Zahlung vom Bankkonto an.

2. Moneybookers: Verfahren ähnlich wie bei Paypal, doch etwas geringere Gebühren. Verbreitung in weniger Ländern, jedoch wird ständig ausgebaut.

3. Giropay: Keine Einzellösung, sondern immer an einen Payment-Anbieter gebunden. Schnelle Zahlung direkt vom Konto des Kunden an den Händler. Sicher und unproblematisch.

4. Sofortüberweisung: Ähnlich Giropay eine schnelle Zahlung vom Kunden-Bankkonto an den Händler. Umstritten ist hier lediglich, dass Kunden Ihre PIN in einem bankenfremden System eingeben müssen. Dennoch hohe Akzeptanz.

5. Kreditkarten: Besonders im internationalen Handel kommt man kaum um ein Kreditkartenclearing herum. Wer z. B. mit den USA oder Canada handelt, wird sogar mehrere Karten anbieten müssen, denn dort zahl praktisch jeder mit Karte. Fast jeder Paymentanbieter hat die wichtigsten Karten im Portfolio.

6. Daneben gibt es noch weitere Anbieter wie Heidelpay, Saferpay, T-Pay und ipayment sowie eine ganze Fülle von Service-Anbietern. Eine gute Übersicht erhalten Sie hier: www.payment-anbieter.de

 

Weitere Zahlungsarten mit geringerer Bedeutung

Die Lastschrift gibt es ja auch noch. Doch ist sie weder bei Kunden noch bei Händlern so richtig beliebt. Kunden fürchten oft, dass Ihnen Geld abgebucht wird, ohne die Ware zu erhalten. Händler haben damit einen höheren Aufwand und leider zu oft Ärger, wenn Lastschriften zurückgegeben werden. Dazu reicht es schon aus, wenn ein im Grunde zahlungswilliger Kunde seinen Kontostand nicht im Auge hat und keine ausreichende Deckung vorhanden ist.

Waren die „Problemfälle“ früher durchweg nur Privatkunden, beobachtet man heute auch zunehmend bei Geschäftskunden, dass Lastschriften nicht eingelöst werden.

Ähnliches gilt für die Nachnahme. Hier zahlt der Kunde beim Zusteller, wenn dieser die Ware ausliefert. Mancher Kunde überlegt es sich vielleicht und nimmt die Ware erst gar nicht an. Andere Kunden scheuen die zusätzlichen Gebühren, die gemessen an vielleicht niedrigen Warenwerten dann relativ hoch sind.

Händler haben Im Fall der Annahmeverweigerung Kosten und Mühen am Hals und selbst bei ordnungsgemäßer Abwicklung das Geld des Kunden oft erst nach Wochen auf dem Konto. Im Extremfall muss er bei Widerruf des Kunden den Kaufpreis an diesen erstatten, bevor er das Geld vom Inkassodienstleister erhalten hat. Diese Abwicklung ist zwar halbwegs sicher, aber auch in jeder Hinsicht aufwändig.

Mein Tipp: Wählen Sie nur Zahlungsarten aus, die von Ihren Kunden wirklich akzeptiert werden und für beide Seiten ein möglichst geringes Risiko darstellen. Wenn der Kunde in Vorleistung gehen soll, sind Absicherungen wie „Trusted Shops“ oder der „Paypal-Käuferschutz“ grundsätzlich Pflicht.

Herzliche Grüße,

Arthur W. Borens

E-Business Competence
borens.de

 

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