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Heutzutage ist Online Marketing in vollem Gange und gewinnt immer weiter an neuen Kommunikations- und Verbreitungsmöglichkeiten. Dabei sollte sich...

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Ihre Kunden sind faul – nutzen Sie das für Ihr Marketing!

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Urheber: Nmedia | Fotolia

Von Bernd Röthlingshöfer,

Mit einem sollten Sie immer rechnen – mit der Faulheit Ihrer Kunden: zu faul, um Bedienungsanleitungen zu lesen, zu faul, um den Telefonhörer zu heben und bei Ihnen anzurufen, ja sogar klicken wollen sie nicht mehr. Das ist toll, denn darin stecken gleich mehrere große Chancen für Sie.

Diese 3 Chancen sollten Sie für Ihre Strategie nutzen

Fall 1: Zu faul zum Lesen

Das mit den Bedienungsanleitungen stimmt und vielleicht kennen Sie dieses Verhalten auch von sich selbst. Meist entdeckt man die Anleitung erst dann, wenn das Produkt nicht in Gang kommt oder längst defekt ist.

Ein neuer Onlineshop macht daraus eine Geschäftsidee. Goenjoy.com ist ein Versender von Unterhaltungselektronik. Er hat sich auf hochwertige Kameras, Tablets und Musikanlagen spezialisiert. Seine Idee:

  • Er liefert Waren noch am gleichen Tag aus.
  • Die Ware wird nicht von Paketboten, sondern von geschulten Mitarbeitern gebracht.
  • Der Kunde erhält eine Einweisung in das Gerät, die bis zu einer Stunde dauern kann, z. B. Hilfe bei der Einrichtung des Routers, Einweisung in die Steuerung einer Kameradrohne etc.
  • Die Dienstleistung ist im Kaufpreis enthalten. Für bereits vorhandene Geräte kann sie zugebucht werden (99 US Dollar).

Daraus ergeben sich:

  • Tolle Profilierungschance für Fachhändler und Dienstleister.
  • Konzentration auf anspruchsvolle Kunden: Schnäppchenjäger werden ignoriert.
  • Hervorragender Vertrauensaufbau und damit der perfekte Start in eine langjährige Kundenbeziehung.

So sprechen Sie vor allem ältere, anspruchsvolle und kaufkräftige Kunden an, außerdem Kundengruppen,
die beruflich stark eingebunden sind und Ihren Service als Zeitersparnis sehen.

Fall 2: Zu faul zum Tippen

Was müssen Nutzer alles tun, um sich bei Ihrem Onlineshop zu registrieren? Möglicherweise viel zu viel. Rechnen Sie immer damit, dass Nutzer, die erst mal gucken wollen, keine Lust haben, komplette Kontaktdaten in die von Ihnen bereitgestellten Formulare zu tippen.

Bieten Sie ihnen die Möglichkeit, sich im ersten Schritt via Facebook oder Twitter zu registrieren (sogenanntes Social Login). Auch wenn es dazu datenschutzrechtliche Bedenken geben sollte – die Nutzer sind einfach zu faul, mehrere Formularfelder auszufüllen. Für den Nutzer hat dies 4 Vorteile:

  1. Die umständliche Registrierung mit neuem Account und Passwort entfällt.
  2. Er kommt schneller in den Shop.
  3. Das Online-Shopping wird persönlicher: Die Daten aus den sozialen Netzwerken ermöglichen eine ansprechende Personalisierung.
  4. Die Verbindung via Social Login vereinfacht das Teilen im persönlichen Netzwerk mit Freunden und Bekannten.

Für Sie hat das ebenso Vorteile:

  • Mit der einfacheren Registrierung gewinnen Sie mehr Nutzer, die Registrierungszahlen steigen.
  • Facebook-Nutzer sind Multiplikatoren, die Nachrichten über ihre Einkäufe mit ihren Freunden teilen.
  • Sie erhalten eine Menge an Daten und Einsichten über den Nutzer und können diesen gezielter ansprechen.

Dank des Facebook-Login (oder eines anderen Social-Media-Dienstes) erhalten Sie eine Menge Daten über den Nutzer (E-Mail-Adresse, Freundesliste, Geburtstag, Interessen etc.), die Sie nach deutschen Datenschutzgesetzen gar nicht nutzen dürfen.

Eine mögliche Lösung: Verweisen Sie direkt beim Social-Login-Feld auf eine Aufklärungsseite zum Thema „Datenschutz“ und holen Sie die Einwilligung des Nutzers in die Verwendung seiner Daten ein. Holen Sie bitte dazu rechtlichen Rat bei einem auf E-Commerce spezialisierten Rechtsanwalt ein.

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Fall 3: Zu faul zum Klicken

Diesen Satz habe ich bei Facebook schon öfter gelesen: „Leute, kann das Bild nicht jemand posten, ich bin zu faul, um auf den Link zu klicken.“ Gerade bei Smartphone-Nutzern ist das Klicken auf Links unbeliebt. Und das hat nicht allein mit Faulheit zu tun. Schließlich wissen die Nutzer nicht, was sich hinter dem Link verbirgt:

  • Führt der Link zu enttäuschendem Inhalt?
  • Lädt der Link umfangreiche Daten? (Das Datenvolumen ist bei vielen Nutzern ein Kostenfaktor.)
  • Führt der Link zu einer eventuell nicht für das Smartphone optimierten und deshalb kaum zu bedienenden Website?

Erfahrene Internetnutzer sind zu Recht vorsichtig beim Klicken auf Links – sie können zu Spam, Viren oder einfach nur schlechten Inhalten führen. Zeigen Sie daher Ihre Inhalte mit Vorschaubildern oder einem Teaser-Text, der bereits mehr Informationen enthält.

Setzen Sie Links sparsam ein:

  • Verzichten Sie auf Links, wenn es möglich ist, den Inhalt auch sofort wiederzugeben.
  • Kennzeichnen Sie Links deutlich als Links, indem Sie sie vom übrigen Text hervorheben, z. B. durch Unterstreichen.
  • Sagen Sie, was den Nutzer beim Klick auf den Link erwartet – durch Text und Vorschaubilder.
  • Kündigen Sie Downloads immer an. Bei größeren Datenmengen empfiehlt sich auch die Angabe des Datenvolumens in MB.
  • Verwenden Sie sprechende Links, z.B.: „Wir sind Ihre Schreinerei in Berlin.“
  • Streichen Sie den Befehl „Hier klicken“.
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