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Social Commerce – Fluch oder Segen?

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So machen Sie Ihren Kunden Appetit auf mehr!

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

auf die Frage, ob Sie den „Social Commerce“, also Werbung, Verkauf und möglicherweise sogar die Pflege von Kundenkontakten über soziale Netzwerke und Communities brauchen, um erfolgreicher zu werden, gibt es eine eindeutige Antwort: „Jein!

Social Commerce ist nicht trendy

Derzeit propagieren fast alle Medien und sogar manche Fachleute den Social Commerce als Hypertrend. Social Commerce ist kein Hypertrend, nicht einmal ein Trend. Social Commerce ist nichts weiter, als eine der ganz normalen Erscheinungen einer sich ständig weiterentwickelnden E-Commerce-Landschaft. Dabei geht diese Entwicklung nicht explosionsartig, ja nicht einmal besonders schnell vonstatten. Die Geschwindigkeit der Entwicklung ist vergleichbar mit der Verschiebung der Kontinentalmassen unserer Erde. Langsam, aber stetig und unaufhaltsam.

 

Wenn wir die Entwicklung des E-Commerce über die letzten 10 Jahre betrachten, stellen wir zwar eine rasante Veränderungen fest. Doch die spielen hauptsächlich in der technischen Ausstattung der Shops ab und weniger in der Verlagerung der Vertriebskanäle. Weit über 90% der Shops sind nach wie vor klassische Shops.

Nur wenige folgen dem vermeintlichen Trend, über Facebook und Konsorten zu verkaufen. Einige Wagemutige haben das ja vor einigen Jahre schon mit „Second Live“ versucht und sind durchweg gescheitert. Gut, Second Live war ein etwas anderer Ansatz, aber dennoch ein Beispiel dafür, wie weit hergeholt der Gedanke ist, in Communities prächtige Geschäfte machen zu können.

Fachleute warnen auch davor, zu viel und zu schnell in Social Commerce zu investieren oder gar ganz darauf abzustellen. Die Gefahr, das eigene Geschäft vom Wohl und Wehe fremder Internetanbieter abhängig zu machen, ist viel zu groß. Wer einmal aus dem klassischen E-Commerce abgewandert ist, wird es später schwer haben, noch einmal darin Fuß zu fassen. Geben Sie also keine Claims auf, die Sie schon besitzen!

Die richtige Taktik ist entscheidend - oder doch nicht?

Ehrlich gesagt kenne ich keine "richtige" Taktik, über Facebook, IrgdenwasVZ oder andere derartige Seiten etwas gut und nachhaltig zu verkaufen. Schauen Sie sich die so genannte Zielgruppe genauer an und achten darauf, welche Aktivitäten diese vornehmlich entfalten. Neben einer übergroßen Masse bestenfalls gerade pubertierender Jugendlicher finden sich zwar auch noch Vertreter anderer Altersschichten, aber je weiter es nach oben geht, umso schneller nehmen die Zahlen drastisch ab.

Die Inhalte der Kommunikation sind folglich weitgehend flach und aus Marketingsicht relativ wertlos. Aktuelle Studien zeigen auch, dass die am stärksten vertretenen Altersgruppen die geschaltete Werbung praktisch nicht wahrnimmt. Und sie stellt auch nicht die wirklich kaufkräftige Zielgruppe dar.

Die beste Taktik ist Vorsicht!

Wenn die Kids in einigen Jahren zumindest geschäftsfähig geworden sind, kämen Sie zwar als Zielgruppe in Frage, sind dann aber vielleicht zu anderen, für sie interessanteren Communities abgewandert. Doch bis dahin kann der Onlinehändler von heute nicht warten. Und er kann auch heute keine Investitionen tätigen, die sich vielleicht - aber wirklich nur vielleicht – erst in einigen Jahren spürbar auswirken können.

Im Internet rechnet man nicht in mehreren Jahren. Die Taktzeiten sind kürzer. Man kann allemal auf maximal ein Jahr konkret planen und seine Strategien und die eingesetzten Technik darauf ausrichten. Also ist Vorsicht angeraten, wenn es um Investitionen in Vertriebskanäle geht, die nicht durchgängig erprobt sind und von denen keine belastbare Zahlen vorliegen.

Es heißt zwar: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“, aber wenn der Wurm größer ist als der Schlund, kann er sich daran verschlucken oder gar ersticken.

Investieren Sie nicht in Hypes und Blasen

Um Social Commerce richtig und nachhaltig als zusätzlichen Vertriebskanal zu nutzen, müssen Sie zumindest viel Zeit und Energie investieren. Doch wenn Ihnen die Fachkenntnisse fehlen, um dies alles richtig zu organisieren, zu konzipieren und auch noch sachgerecht umzusetzen, ist es fast immer verplemperte Energie.

Natürlich gibt es auch Agenturen, die das für Sie erledigen können. Die sind aber teuer und – unter uns gesagt – auch nicht viel schlauer als Sie. Denn es gibt bisher keine nachweislich funktionierenden Strategien, um im Social Commerce wirklich guten und nachhaltigen Umsatz erzielen zu können. Niemand hat das bisher konkret nachgewiesen.

Social Commerce ist heute bestenfalls gut, um die eigene Werbung etwas breiter anzulegen. So kann man schon mal die ganzen bunten Buttons auf die eigene Homepage oder in den Shop setzen, damit gelegentlich auch mal ein User draufklickt, um Ihre Seite dann zu „liken“ oder als Link in irgendeinen der vielen „Linkfriedhöfe“ einzutragen. Vielleicht stolpert ja wirklich mal ein anderer User darüber und kommt auf Ihre Seiten, kauft sogar etwas. Doch die Wahrscheinlichkeit ist eher gering …

Mein Tipp: Wenn wieder einmal eine virtuelle Sau durchs Dorf getrieben wird, schauen Sie unbedingt zweimal hin und achten darauf, ob die Sau wirklich gut genährt und schlachtreif ist oder nur künstlich gemästet wurde. Denn so ist das mit den Hypes und Internetblasen. Man sieht ihnen nicht sofort an, ob ausreichend Substanz vorhanden ist oder nicht.

Und zum Schluss noch mein Verständnis von Social Commerce: Tun Sie alles dafür, dass Ihre Kunden rundum zufrieden sind. Da habe ich ja schon einiges dazu geschrieben. Wenn Ihre Kunden Ihr Unternehmen, Ihren Shop und Ihre Produkte weiterempfehlen, wie auch immer, dann haben Sie echten Social Commerce und profitieren auch davon.

Mag ja sein, dass sich das alles in wenigen Jahren verändert. Aber es gibt heute noch keinen plausiblen Grund, viel Geld in Community-Aktivitäten zu steken. Es sei denn, Sie haben zu viel davon. ;-)

Ihr

Arthur W. Borens

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