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Gute Nachrichten für Dienstwagenfahrer: Die Privatnutzung wird günstiger für Sie

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Egal, ob Außendienstler oder Vertriebsmitarbeiter: Wer seinen Firmenwagen auch privat nutzt, muss den Fiskus beteiligen. Die Privatnutzung wird wie zugeflossener Lohn behandelt und versteuert. Doch nun hat das Bundesfinanzministerium einen wichtigen Erlass verschickt.

Er kann Ihnen und allen anderen Dienstwagenfahrern in Ihrer Abteilung viel Geld sparen! Kurz zum Hintergrund: Bei der Ermittlung der Steuern, die für die Privatnutzung fällig werden, gibt es zwei Möglichkeiten. Die 1 %-Methode und die Fahrtenbuch- Methode. Bei der Fahrtenbuch-Methode notieren Sie alle Fahrten und vermerken, ob diese geschäftlich oder privat waren.

Am Jahresende werden dann die Fahrzeugkosten entsprechend diesem Verhältnis aufgeteilt. Die Summe, die auf den Privatanteil entfällt, ist zu versteuern.

Faustregel: Wenn Sie nur wenige Privatfahrten mit dem Fahrzeug machen, ist die Fahrtenbuch-Methode für Sie deutlich günstiger.

Bei der 1 %-Methode wird pauschal der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs inklusive mit ihm verbundener Sonderausstattung zugrundegelegt. Sie versteuern entsprechend 1 % dieses Preises als Lohn.

Beispiel: Das Fahrzeug kostet 40.000 Euro. Dann werden Ihnen für die Privatnutzung monatlich 400 Euro hinzugerechnet auf die Steuern, die nach Ihrem persönlichen Steuersatz fällig werden. Bei einem persönlichen Steuersatz von 30 % beispielsweise 120 Euro.

Nun gibt es aber eine Besonderheit:
Für Fahrten zwischen Ihrer Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte erhebt der Fiskus bislang einen Zusatzbeitrag von 0,03 %. Das gilt auch weiterhin, wenn Sie mit dem Firmenwagen immer die Strecke zwischen Wohnung und Betrieb zurücklegen. Aber: Vielleicht ist es sinnvoller, mit dem Firmenwagen nur den nächsten Park-and- Ride-Parkplatz von zu Hause anzusteuern.

Oder Sie sind viel anderweitig unterwegs, so dass Sie nur an wenigen Tagen im Monat zur Firma fahren. Und dann? Bislang hat der Fiskus argumentiert: Interessiert nicht - die vollen Abgaben werden fällig. Doch gleich in mehreren Fällen hat der Bundesfinanzhof entschieden: muss aber interessieren. In diesem Fall werden niedrigere Sätze fällig.

Es kam, wie es kommen musste:
Mit so genannten Nicht-Anwendungserlassen wollte der Finanzminister diese Urteile nicht über den jeweils vor Gericht verhandelten Einzelfall hinaus gelten lassen. Doch ohne Erfolg. Denn immer mehr „untere“ Finanzgerichte folgen der Rechtsprechung des BFH. Am 1. April hat der Finanzminister reagiert und in einem Schreiben die Finanzämter angewiesen, ab sofort anders zu handeln (Schreiben vom 1.4.2011, Az. IV C 5 - S 2334/08/10010).

Damit können Sie (und betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Ihnen im Haus) ab sofort profitieren, wenn 1. Sie nicht regelmäßig die Strecke in den Betrieb nehmen oder 2. nur eine Teilstrecke dorthin mit dem Dienstwagen zurücklegen.

So profitieren Sie im Fall 1:
Möchten Sie zukünftig statt 0,03 % nur noch 0,002 %(!) für die Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb zahlen müssen, schreiben Sie für jeden Monat auf, wann Sie mit dem auch privat genutzten Firmenwagen zur Arbeit gefahren sind. (Nutzen Sie mehrere Fahrzeuge, notieren Sie es fahrzeugbezogen.)

Diese Aufzeichnung geben Sie, sofern Sie angestellt sind, der Entgeltabrechnungsstelle. Als Selbstständiger nehmen Sie die Aufzeichnungen zu den Steuerunterlagen! Ihr Vorteil: Für 180 Tage/Jahr können Sie in diesem Fall Steuern sparen. Denn für maximal 180 Tage werden dann nur 0,002 % angesetzt.

Für alle anderen Tage gilt die alte 0,03 %-Regel weiter. Beispiel: Angenommen, Sie fahren in den Monaten Januar bis Juni an jeweils 14 Tagen, in den Monaten Juli bis November an jeweils 19 Tagen und im Dezember an 4 Tagen mit dem Firmenwagen von zu Hause in die Firma.

Dann wird wie folgt abgerechnet: Für die Monate Januar bis Juni jeweils 14 Tage mit 0,002 %, für die Monate Juli bis November jeweils 19 Tage. Das sind schon mal 179 Tage. Da bleibt nur einer übrig. Deshalb wird von den 4 Tagen im Dezember auch nur einer berücksichtigt. Die anderen Tage werden mit 0,03 % angesetzt. Das ergibt dann für

  • Januar bis Juni: 0,028 % (14 Fahrten x 0,002 %)
  • Juli bis November: 0,038 % (19 Fahrten x 0,002 %)
  • Dezember: 0,002 % (1 Fahrt x 0,002 %).

Sie sparen damit bei einem Mittelklassewagen mehrere Hundert Euro pro Jahr!

Und wie sieht das für Fall 2 aus?
In diesem Fall weisen Sie durch das auf Ihren Namen ausgestellte Bahnticket nach, dass Sie tatsächlich vom Park-and- Ride-Bahnhof zur Arbeit fahren. Mit diesem Nachweis setzt das Finanzamt dann auch nur die Strecke bis dorthin an! Und schon haben Sie wieder gespart.

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