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Einkaufspraxis: 5 Strategiefehler, die Sie einfach verhindern können

 
Einkauf
Urheber: talitha | Fotolia

Von Jens Holtmann,

Wer einen guten Einkaufsjob machen will, braucht unter anderem eine gehörige Portion Routine. Allzu viel Routine macht aber betriebsblind – und damit anfällig für Fehler.

In Zeiten von Industrie und Einkauf 4.0 rächen sich diese Fehler doppelt und dreifach. Zum Beispiel wenn es darum geht, die Innovationsbereitschaft von Zulieferern anzuregen und zu fördern oder neue Warengruppenstrategien zu entwickeln. Das eine wie das andere ist Voraussetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens auch in Zukunft zu sichern.

1. Im Einkaufs-Portfolio tummeln sich zu viele Stammlieferanten


Besagten Einkaufsroutinen ist es anzulasten, dass sich Haus- und Hoflieferanten oft unbemerkt über Jahre hinweg entwickeln können. Diese Praxis widerspricht nicht nur allen modernen Einkaufsstrategien, sondern auch jeder Wettbewerbsidee.

Um es noch deutlicher zu sagen: Sie sind nichts weiter als das Ruhekissen, auf dem sich der Einkauf ausruht! Einkäufer und Außendienstler sind aufeinander eingespielt, man kennt sich, ist vor Überraschungen sicher - und auf geradezu gefährliche Weise voneinander abhängig.


Ihre Gegenstrategie: Beenden Sie diese Abhängigkeit durch mehr Wettbewerb. Intensivieren Sie die Suche nach Neulieferanten. Irgendwo gibt es immer bessere, innovativere Geschäftspartner. Sorgen Sie für einen 360-Grad-Rundblick bei Ihrer Lieferantensuche - und das auf Dauer!

2. Einkauf und Technik sprechen nicht die gleiche Sprache


Ein wettbewerbsorientierter Einkauf ist nur ein Glied in der Strategiekette. Mindestens ebenso wichtig ist, dass Technik und Produktion in Ihrem Haus die gleiche Sprache wie Sie sprechen. Mit anderen Worten: Die Techniker tragen Lieferantensuche und Lieferantenwechsel mit! Passiert es doch nach wie vor viel zu häufig, dass in bester Maverick-Buying-Manier am Einkauf vorbeibestellt wird oder, noch schlimmer, dass Verkäufer Einkauf und Technik gegeneinander ausspielen.


Ihre Gegenstrategie: Kümmern Sie sich um Ihre Technikabteilungen. Bauen Sie verlässliche Beziehungen zu ihnen auf und sorgen Sie dafür, dass alle eine gemeinsame Sprache sprechen. Sie werden dabei womöglich dicke Bretter bohren müssen. Hartgesottene Techniker überzeugen Sie von den Leistungen der Neulieferanten am besten durch Fakten, also beispielsweise durch Material- und Produkttests sowie aussagekräftige Kosten- und Wertanalysen.

 

3. Der Einkauf ist zu sehr auf einkaufsbedingte Prozesse fokussiert


Der gute Draht zu den technischen Fachabteilungen zahlt sich aber noch in anderer Hinsicht aus. Eine Fokussierung auf kaufmännische oder operative Hebel wie Anfragen, Ausschreibungen oder spezielle Verhandlungstechniken verengt schnell den strategischen Blick und kann ebenso schnell zu besagter Betriebsblindheit führen. Dass dabei Kostensenkungspotenziale sowie technische Innovations- und Optimierungshebel links liegen bleiben, versteht sich geradezu von selbst.

4. Der Einkauf reagiert zu spät auf Liefermängel

Bei fehlerhaften Lieferungen reicht es nicht, dem Zulieferer die Fehlleistung nur zu melden. Um sich alle Gewährleistungsansprüche zu sichern, müssen vom Einkauf Art und Umfang der Mängel unverzüglich gemeldet und genau beschrieben werden - aus Beweisgründen unbedingt schriftlich!

Um sich bei der Untersuchungs- und Rügepflicht ein wenig Luft zu verschaffen, können Sie aber mit Ihren Lieferanten individualvertraglich längere Prüfintervalle vereinbaren.

5. Das Risikomanagement des Einkaufs ist mangelhaft


Es fehlt an einer systematischen Beobachtung der Zulieferer. Dadurch werden Lieferrisiken wie etwa wirtschaftliche Schieflagen oder gar Insolvenzen nicht oder zu spät erkannt. Etablieren Sie ein Risikofrühwarnsystem.

Die Besten Websites für Einkäufer:

  • karrierebibel.de: Bescheidenerweise nennen die Macher ihre Seite ein "Job- und Bewerbungsportal". In Wirklichkeit aber ist sie eine Fundgrube, auf der Sie alles, aber auch wirklich alles zum Thema "Arbeit" finden - von Gehaltsverhandlungen über Gesundheitstipps und Managementmethoden bis hin zu Jobangeboten.
  • www.planzone.de: Sie suchen neue Ideen für Ihren Einkaufsalltag, z. B. wie Sie strukturierter arbeiten, Ihre Teamarbeit verbessern oder effektiver Projekte managen? Dann ist diese Website genau richtig für Sie.
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