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Gute Einkaufschefs sind keine Kontrollettis

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Frei nach Wilhelm Busch könnte man sagen: „Chef werden ist nicht schwer – Chef sein dagegen sehr.“ Dabei mit gutem Beispiel voranzugehen ist viel. Reicht aber nicht. Um Teams erfolgreich zu führen, muss man seine Mitarbeiter zuallererst richtig einschätzen.

Und da gibt es, grob gesagt, 3 Typen:

1. Die Macher

Oft hyperaktiv , laufen sie erst zur Hochform auf, wenn’s knifflig wird. Meist ehrgeizig, durchaus auch besserwisserisch, auf jeden Fall aber überaus zuverlässig und diszipliniert. Achtung und Anerkennung sind ihnen alles, Geld(-prämien) fast nichts.

Schwächen: Sie vertragen schlecht Kritik, sind oft starrköpfig und halten sich für fehlerlos.

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2. Die Draufgänger

Arbeit und Leben sind ein Spiel. Nichts nehmen sie wirklich ernst, nichts macht ihnen wirklich Angst. Selbst auf aussichtslose Situationen reagieren sie mit Lässigkeit – und neuen Ideen!

Denn ihre Stärken sind keine Luftschlösser, sondern Fähigkeiten, Probleme schnell und effektiv auf das Lösbare zu reduzieren.

Schwächen: Ihre Schnelligkeit und übergroße Flexibilität machen sie oft sowohl ungeduldig als auch schwer berechenbar.

3. Die Nörgler

Sie sehen die Welt grau in grau. An allem haben sie etwas auszusetzen: an der Arbeit, an den Kollegen – und hinter der Hand auch an ihren Chefs! Entsprechend offen sind sie für Klatsch und Intrigen.

Stärken:analytisches und vor allem taktisches Denken gepaart mit großer Menschenkenntnis (nur so kann man Intrigen einfädeln).

Sie sind durchaus auch kreativ, nur müssen ihre Energien in die richtigen Bahnen gelenkt werden – indem sie beispielsweise eng umrissene Arbeitsfelderübertragen bekommen.

Was für ein Cheftyp sind Sie selbst?

Um nicht bloß Kontrolletti zu sein, müssen Sie natürlich auch wissen, wer Sie selbst sind: mit allen Stärken und Schwächen. Keine ganz einfache Sache, zugegeben.

Schon in den 1930er Jahren hatten sich Wissenschaftler und Psychologen darangemacht, Führungstypen und -stile genauer zu untersuchen.

Noch immer aktuell ist die Dreiteilung des deutsch-amerikanischen Psychologen Kurt Lewin von 193:

1. Autokratisch: Nur der Chef hat das Sagen Einzig Fakten und Sachergebnisse zählen. Mitarbeiter sind nur Mittel zum Zweck.

2. Demokratisch: Mitarbeiter und angenehmes Betriebsklima stehen im Vordergrund Lösungen und Entscheidungen werden gemeinsam erarbeitet.

3. Laisser-faire (machen lassen): großer Handlungs- und Entscheidungsspielraum für die Mitarbeiter

Der Chef gibt nur die große Linie vor.

Praxis-Tipp: Mehr ins Detail gingen die amerikanischen Organisationspsychologen und Managementberater Blake und Mouton.

Sie kamen auf insgesamt 81 verschiedene Führungsstile, die sie in einem sogenannten Grid-Management-Konzept (Grid = Gitter) abbildeten

Nicht Geld, die Motivation macht’s

So lautet die simple Formel für eine gelungene Teamführung. Aber da das Einfache so schwer zu machen ist, setzen die meisten Chefs bequemerweise auf Prämien, Gratifikationen oder – wenn’s schnell gehen muss – auf Blumensträuße.

Durchaus praktikable Führungsinstrumente – aber nur für den Augenblick. Erfolge stellen sich jedoch nicht von heut auf morgen ein. Sie brauchen Langfristigkeit.

Und Langfristigkeit ist nur durch Motivation zu erreichen. Kennen Sie noch die Werbung mit dem Duracell-Hasen? Der hielt länger durch, weil er mit der richtigen Energie aufgeladen war.

So motivieren Sie richtig

Mit ein paar netten Worten oder einem Schulterklopfen ist es natürlich nicht getan. Selbst optimale Arbeitsbedingungen machen es nicht.

Denn der Mensch lebt nicht von Grünpflanzen und ergonomischen Schreibtischstühlen allein. Er braucht vor allem Aufmerksamkeit, Anerkennung und eben dauerhafte Erfolgserlebnisse:

  • Benennen Sie Aufgabenstellungen und Ziele klar und deutlich. Nichts ist frustrierender als ungenaue Anweisungen.
  • Legen Sie gemeinsam mit den Mitarbeitern fest, welche Aufgaben der Einzelne übernimmt, um Ziele zu erreichen (Controlling nicht vergessen!).
  • Wiederholen Sie von Zeit zu Zeit, dass Ihre Mitarbeiter bei Schwierigkeiten oder Unklarheiten jederzeit bei Ihnen nachfragen können.
  • Vereinbaren Sie regelmäßige Arbeitstreffen – aber nur dann, wenn sie von allen Beteiligten gewünscht werden. Sonst sind diese Treffen Zeitverschwendung oder werden im ungünstigsten Fall sogar als Kontrolle missverstanden.
  • Schaffen Sie eine Atmosphäre des Vertrauens. Delegieren Sie Aufgaben. Sie erhöhen so das Selbstwertgefühl Ihrer Mitarbeiter und die Identifikation mit Team und Arbeit.
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