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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Notenbank. vs. Rohstoffspekulanten

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Die amerikanische Notenbank will gegen Rohstoffspekulationen von Banken verstärkt vorgehen. Als erster Schritt wurde eine Anhörung für Mittwoch den 15. Januar 2014 angesetzt. Darin wollen sich die Zentralbanker einen Überblick verschaffen und Lösungen erarbeiten. Bereits seit drei Jahren arbeitet die FED an der Eindämmung von Rohstoffgeschäften durch amerikanische Banken.

Der Hintergrund dieser Entscheidung war die letzte Finanzkrise. Banken sollen sich nicht in riskanten Geschäften engagieren, sondern sich auf klassisches Bankgeschäft wie die Vergabe von Krediten konzentrieren.

EU ebenfalls mit Vorstoß!

Innerhalb der EU gibt es ebenfalls Maßnahmen, ähnlich derer in den USA. Derzeit arbeitet die EU-Kommission an einem Regelwerk namens MIFID 2. Darin enthalten sind Dutzende von Regulierungsvorschriften für Banken und Finanzdienstleister. Darunter auch ein Abschnitt über den Handel von Rohstoffen. Die EU will die Märkte besser überwachen und Meldepflichten einführen, ähnlich wie es in den USA seit den Siebziger Jahren der Fall ist.

Dadurch müssen große Unternehmen offenlegen wie viele Kontrakte in bestimmten Märkten gehalten werden. Zudem soll es Positionsobergrenzen geben, damit ein Marktteilnehmer nicht unbegrenzt Kontrakte kaufen oder verkaufen kann.

Ein sinnvolles Vorgehen?

Zum einen ist es gut, wenn man Kontrolle auf bestimmte Märkte ausübt. Vor allem illiquide Märkte bei denen Manipulationen möglich sind. Dennoch muss die Finanzaufsicht aufpassen, dass nicht wichtige Marktteilnehmer verloren gehen. Die Rohstoffspekulationen bei Banken machen nur einen Teil aus. Viele Banken stellen auch Kurse für bestimmte Waren, führen Aufträge für Kunden aus, gehen Absicherungspositionen ein und vieles mehr.

Würde man den Banken die Teilnahme am Rohstoffhandel generell verbieten, würde das Handelsvolumen deutlich fallen und eine Steigerung der Schwankungen wäre die direkte Folge. Daher hoffen wir, dass die Regulierungsverantwortlichen einen Mittelweg finden werden.

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