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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Stahl: Der Markt ist gespalten

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Von DGx,

Die Preise für Roh- und Zuschlagstoffe ziehen an - bei verhaltenem Auftragseingang.

So etwa die Preise für Eisenerze und Kohle. Besonders China dreht mit seiner unvermindert hohen Nachfrage an der Preisschraube. Eine Situation, die die Erzeuger nur allzu gern dazu benutzen, um bei Stahleinkäufern Preiserhöhungen durchzuboxen. So will bspw. die Corus Group (www.corusgroup. com), der Europa-Ableger der indischen Tata Steel, im 2. Quartal für etliche Langprodukte Zuschläge von mindestens 60 €/t erheben.
Auf der anderen Seite ist der Auftragseingang besonders bei den europäischen und nordamerikanischen Stahlkochern aber noch immer sehr verhalten. Deutliche Überkapazitäten verschärfen deren Dilemma noch. Zumindest dort sollte mit einem überproportionalen Anstieg der Preise nicht zu rechnen sein.
Ob China in diesem Szenario die Trumpfkarte oder den Schwarzen Peter in den Händen hält, ist noch nicht ausgemacht. Zweifellos wird der chinesische Stahlmarkt auch in diesem Jahr den Takt für die Preisentwicklung vorgeben. Doch die vielen verlängerten oder neu aufgelegten Konjunkturprogramme der Pekinger Regierung haben den Wirtschaftsmotor dort nicht nur am Laufen gehalten, sie beschwören auch eine konjunkturelle Überhitzung herauf.
Anders als die europäischen und nordamerikanischen Stahlkocher haben ihre chinesischen Kollegen die Kapazitäten nicht heruntergefahren, sondern in den vergangenen drei Jahren geradezu aufgebläht. Eine Blase, die schnell platzen könnte.
Beachten Sie: Mit der Erholung der globalen Wirtschaft neigt sich die Waage wieder mehr in Richtung Verkäufermarkt. Als einzelner Stahleinkäufer werden Sie diese Entwicklung kaum aufhalten. Sie können sich aber mit Kollegen zu Beschaffungsgemeinschaften zusammentun, um Ihre Marktmacht zu stärken.
Kohle: Die Preise bleiben oben
Die anhaltend hohe Nachfrage der chinesischen und indischen Stahlhersteller hält die Preisspirale munter am Drehen. Wobei die Weltmarktpreise für Koks zwar hoch sind, aber immer noch den Marktverhältnissen entsprechen. Ein paar Beispiele:

  • Spotpreis Koks (Qualität 10,5 bis 11,5 % Asche, Cost and Freight): Nordwest-Europa rund 300 $/t.
  • Spotpreise (FOB) für australische Hard-Coking-Coal: 180 bis 190 $/t.

Eisenerz: China bestimmt den Markt
Doch der Markt wehrt sich. Um der schieren Übermacht der Chinesen nicht hilflos ausgeliefert zu sein, tun sich sogar Erzrivalen wie ArcelorMittal (www.arcelormittal.com) und BHP Billiton (www.bhpbilliton.com) zusammen. So wollen die beiden Riesen in einem bevorstehenden Joint Venture ihre Eisenerzgruben in Liberia und Guinea gemeinsam ausbeuten, um ihre Marktmacht zu stärken.
Prompt hagelte es aus Peking Proteste. Die China Iron and Steel Association (www.chin aisa.org.cn) wittert sogar eine Bedrohung des Welthandels. Längst vergessen, dass China vor nicht mal einem Jahr von Rio Tinto und BHP Billiton Erz- Sonderpreise erpresste.
Schrott: Eher seitwärts als aufwärts
Die höheren Eisenerz- und Kohlepreise gingen nicht spurlos am Schrottmarkt vorbei. Wie bei Stahl ist der globale Schrottmarkt aber keineswegs einheitlich. Während es in einigen Ländern noch große Überhangmengen gibt, sind in anderen die Halden geschrumpft. Hier verlangen die Händler durchschnittlich 20 bis 25 €/t mehr. Ein paar HMS1-Preisbeispiele:

  • Russische Ware: 330-340 €/t.
  • Brasilianische Ware: 400 €/t.
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