Firmenwagen: So gelingt die Kostendeckelung mit der Ein-Prozent-Regelung
Die Begrenzung auf die tatsächlich entstandenen Kosten gilt fahrzeugbezogen. Bei mehreren privat genutzten Firmenwagen können die zusammengefassten pauschal ermittelten Wertansätze auf die nachgewiesenen tatsächlichen Gesamtaufwendungen dieser Fahrzeuge begrenzt werden. Ein höherer Betrag als die tatsächlich für das Fahrzeug angefallenen Kosten darf allerdings nicht als Entnahmewert angesetzt werden. In diesem Fall greift eine Kostendeckelung bei der Ein-Prozent-Regelung. Die Grundlage hierfür ist Einkommensteuergesetz (§ 6 EStG) geregelt.
Beispiel: So wirkt die Kostendeckelung in der Praxis
Der Listenpreis für Ihren Firmenwagen beträgt zuzüglich Sonderausstattung und einschließlich Umsatzsteuer 38.000 €. Sie nutzen den Firmenwagen auch privat. An 220 Tagen im Jahr fahren Sie in Ihren Betrieb. Die Entfernung zwischen Wohnung und Betrieb beträgt 25 km. Die von Ihnen nachgewiesenen Aufwendungen für Ihren Firmenwagen belaufen sich auf 7.320 €. Ein Fahrtenbuch haben Sie nicht geführt. Dann berechnen Sie Ihren privaten Nutzungsanteil nach der Ein-Prozent-Regel wie folgt:
Privatnutzung: 38.000 € x 1 Prozent x 12 Monate = 4.560 €
Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb: 38.000 € x 0,03 Prozent x 25km x 12 Monate = 3.420 €
Gesamt: 7.980 €
Prüfung der Kostendeckelung
Gesamtaufwendungen gemäß Einzelnachweis: 7.320 €
Pauschale Wertansätze gemäß Listenpreismethode: 7.980 €
Höchstbetrag für die Bemessung der Nutzungsentnahme (Kostendeckelung): 7.320 €
Der pauschale Wertansatz für Privatnutzung und für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte ist also auf die Höhe der Gesamtaufwendungen von 7.320 € beschränkt.
Fazit: Mit der Kostendeckelung begrenzen Sie die Steuerlast beim Firmenwagen
Die Kostendeckelung schützt Firmenwagen-Nutzer davor, durch die Ein-Prozent-Regelung mehr versteuern zu müssen als tatsächlich an Fahrzeugkosten entstanden ist. Gerade bei niedrigen laufenden Kosten kann sich eine Prüfung daher steuerlich deutlich auszahlen.