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Jetzt neu: Mit dem Rechtsanwalt ein Erfolgshonorar vereinbaren

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Von Astrid Engel,

Guter Rechtsrat ist teuer – vor allem, wenn Sie den Prozess verlieren. Aus diesem Grund wagen Unternehmer oft nicht, bei unklaren Erfolgsaussichten vor Gericht zu ziehen. Das Kostenrisiko ist einfach zu groß.Jetzt haben Sie aber eine neue Möglichkeit, Ihren Rechtsanwalt an diesem Risiko zu beteiligen. Nach dem "Gesetz zur Neuregelung des Verbots der Vereinbarung von Erfolgshonoraren" sind selbige ab sofort in Ausnahmefällen erlaubt: Sie dürfen mit einem Angehörigen der rechtsberatenden Berufe ein Erfolgshonorar vereinbaren. Das bedeutet, dass Sie seine Leistungen nur honorieren, wenn er den Rechtsstreit für Sie gewinnt – wobei das Honorar dann höher als üblich ausfällt; es ist frei verhandelbar, muss aber "angemessen" sein (was im Streitfall ein Gericht beurteilen würde).

Guter Rechtsrat ist teuer – vor allem, wenn Sie den Prozess verlieren. Aus diesem Grund wagen Unternehmer oft nicht, bei unklaren Erfolgsaussichten vor Gericht zu ziehen. Das Kostenrisiko ist einfach zu groß.
Jetzt haben Sie aber eine neue Möglichkeit, Ihren Rechtsanwalt an diesem Risiko zu beteiligen. Nach dem "Gesetz zur Neuregelung des Verbots der Vereinbarung von Erfolgshonoraren" sind selbige ab sofort in Ausnahmefällen erlaubt: Sie dürfen mit einem Angehörigen der rechtsberatenden Berufe ein Erfolgshonorar vereinbaren. Das bedeutet, dass Sie seine Leistungen nur honorieren, wenn er den Rechtsstreit für Sie gewinnt – wobei das Honorar dann höher als üblich ausfällt; es ist frei verhandelbar, muss aber "angemessen" sein (was im Streitfall ein Gericht beurteilen würde).

Wann Sie ein Erfolgshonorar vereinbaren dürfen

Sie dürfen dann ein Erfolgshonorar vereinbaren, wenn die Kosten für den Rechtsrat Sie ansonsten von der Rechtsverfolgung abhalten würden. 2 Faktoren sind entscheidend:
- Zum einen kommt es auf Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse an.
Begünstigt sind Fälle, in denen der Auftraggeber nicht die Finanzkraft hat, die Anwaltskosten im Fall eines verlorenen Prozesses oder Vergleichs problemlos zu tragen. Das wird bei fast jedem Kleinunternehmer so sein.
- Zum anderen ist der Fall an sich zu beurteilen. Sie können ein Erfolgshonorar vereinbaren, wenn die Aussichten auf einen Prozessgewinn ungewiss sind (Beispiel: Sie wollen einen Kunden auf Zahlung verklagen, obwohl er vermeintliche Gewährleistungsrechte gegen Sie geltend macht).
Bekommen Sie es mit einer schwierigen Rechtslage zu tun, kann also die Suche nach einem Anwalt, der Sie auf Erfolgsbasis vertritt, sehr sinnvoll sein. Wenn dieser Gewinnchancen sieht, hat er den Anreiz, bei guter Arbeit mehr als üblich zu verdienen – und dafür nimmt er vielleicht in Kauf, im Fall einer Niederlage leer auszugehen. Sie selbst minimieren dadurch Ihr Kostenrisiko.

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Ihre Risiken, wenn Sie ein Erfolgshonorar vereinbaren

Aber Vorsicht: Nicht ohne Grund bleiben Erfolgshonorare im Regelfall verboten und sind nur ausnahmsweise erlaubt! Die Nachteile: Das Erfolgshonorar liegt naturgemäß über dem Betrag, der Ihrem Anwalt für Ihren Fall nach der Gebührenordnung zustehen würde. Gewinnen Sie, hat Ihr Gegner Ihnen aber nur die Kosten laut Gebührenordnung zu erstatten.
Immerhin: Sie konnten sich überhaupt auf den Rechtsstreit einlassen – und wenn Sie Erfolg haben, macht es nicht so viel aus, dafür mehr als üblich zu zahlen.

Verlieren Sie einen Prozess, wird zwar kein Honorar für Ihren eigenen Anwalt fällig, wohl aber sind von Ihnen die Gerichtsgebühren und die Anwaltskosten des Gegners zu tragen. Lassen Sie sich deren voraussichtliche Höhe von Ihrem Anwalt vor der Mandatserteilung ausrechnen, damit Sie wissen, was auf Sie zukommen kann.

Ein Anwalt, mit dem Sie ein Erfolgshonorar vereinbaren, kann sich nicht sicher sein, für sein Engagement überhaupt Geld zu sehen. Es besteht zumindest die Gefahr, dass er Ihren Fall zu früh aufgibt. Mit einem Anwalt, den Sie für seine Arbeit und nicht nur bei Erfolg bezahlen, wären Sie dann vielleicht besser gefahren.


Fazit: Sprechen Sie Anwälte ruhig auf Erfolgshonorare an – eine Möglichkeit mehr zu haben, ist jedenfalls ein Gewinn. Hinterfragen Sie die Konditionen dann aber kritisch. Der Anwalt ist nach dem Gesetz ohnehin verpflichtet, die Vereinbarung mit Ihnen schriftlich zu schließen und Sie dabei auch über die Kosten zu informieren, die nach der Gebührenordnung anfallen würden. Lesen und vergleichen Sie das ganz genau, bevor Sie sich entscheiden.

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