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Müssen Sie ein Inkassobüro bezahlen, auch wenn es keinen Erfolg hat?

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Von Iris Schuler,

Frage: Leider bin an einen ganz dreisten Kunden geraten, der mich jetzt schon wochenlang mit Ausreden vertröstet, anstatt meine Rechnung zu bezahlen. Ich überlege nun, ob ich ein Inkassobüro beauftragen sollte. Ich befürchte nur, dass auch das Inkassobüro keinen Erfolg hat und ich dann auf noch höheren Kosten sitzen bleibe.

Frage: Leider bin an einen ganz dreisten Kunden geraten, der mich jetzt schon wochenlang mit Ausreden vertröstet, anstatt meine Rechnung zu bezahlen. Ich überlege nun, ob ich ein Inkassobüro beauftragen sollte. Ich befürchte nur, dass auch das Inkassobüro keinen Erfolg hat und ich dann auf noch höheren Kosten sitzen bleibe.

Antwort:
Ihre Befürchtung, dass sich zu den Außenständen nun auch noch hohe Inkasso-Gebühren addieren könnten, ist verständlich. Interessant für Sie: Zu dem Thema existiert bereits eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes. Danach dürfen Inkassobüro grundsätzlich nur eine Vergütung für tatsächlich erbrachte Leistungen verlangen. Eine formularmäßige Klausel, nach der ein Inkassobüro die volle Vergütung auch in dem Fall der Kündigung des Inkassoauftrags verlangen kann, ist unwirksam (BGH, Az: III ZR 268/04).

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Inkassobüro nur bei tatsächlich erbrachter Leistung bezahlen

Der Entscheidung lag der folgende Fall zu Grunde: Ein Unternehmen hatte ein Inkassobüro damit beauftragt, offene Forderung für die Firma beizutreiben. Bei dem zwischen den Parteien geschlossenen Vertrag handelte es sich um einen Formularvertrag. Er enthielt auch die Geschäftsbedingungen. Darin war unter anderem festgelegt, dass das Inkassobüro auch bei einer Kündigung des Vertrags die gesamte Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30 % der beizutreibenden Gesamtforderung verlangen kann.
Das Inkassobüro war erfolglos tätig. Es erreichte nicht, dass der Schuldner zahlte. Unter Berufung auf den Vertrag forderte das Inkassobüro aber dennoch die Zahlung der Bearbeitungsgebühr - jedoch ohne Erfolg.

Inkassobüro darf keine unangemessen hohe Vergütung fordern

Die Richter des Bundesgerichtshofs entschieden, dass das Inkassobüro keinen Zahlungsanspruch habe. Die entsprechende Vereinbarung in den Geschäftsbedingungen sei unwirksam gewesen (§ 308 Nr. 7a BGB), da das Inkassobüro nicht berechtigt war, eine unangemessen hohe Vergütung zu verlangen.
Praxistipp: Lassen Sie sich auf einen Vertrag mit einer solchen Klausel gar nicht erst ein, denn das erspart Ihnen später unter Umständen viel Ärger. Verweisen Sie auf das Urteil, falls das Inkassobüro Ihnen einen solchen Vertrag vorlegt.

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