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Dieser Gratis-Download erläutert die Rechnungspflichtangaben, damit Sie bei der Eingangskontrolle nichts übersehen. Aber auch bei der Erstellung...

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Schauen Sie beim Liefertermin ganz genau hin

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Rechnung
Urheber: Andrey Popov | Fotolia

Von Gerhard Schneider,

Einer der häufigsten Fehler und Streitpunkte bei Rechnungen: fehlender oder falscher Lieferzeitpunkt. Viele Selbstständige überprüfen bei ihren Rechnungen lediglich, ob ein korrektes Datum angegeben ist.

Doch Achtung: Das Rechnungsdatum allein genügt nicht! Auf jeder Rechnung muss auch der Zeitpunkt der Lieferung zwingend angegeben sein.

Jede ordnungsgemäße Rechnung muss also 2 Daten enthalten: das Rechnungs- und das Lieferdatum. Das gilt sogar dann, wenn der Lieferzeitpunkt mit dem Ausstellungsdatum identisch ist.

Beispiel: Sie kaufen im Büromarkt einen Drucker für 200 € plus Umsatzsteuer von 38 €. Sie zahlen in bar. Auf dem Kassenbeleg ist aber nur das Datum angegeben, nicht aber ein konkreter Liefertermin – dann kann es passieren, dass dieser Beleg nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt! Das sind 38 verlorene Euro – allein bei diesem kleinen Kauf!

Achten Sie also bei der Überprüfung jeder Rechnung darauf, ob ein richtiges Lieferdatum angegeben ist. Dabei hilft die Checkliste unten. Fehlt ein korrekter Lieferzeitpunkt, fordern Sie eine neue Rechnung an.

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Was passieren kann, wenn der Zeitpunkt der Lieferung fehlt

Die Umsatzsteuer aus Rechnungen, die Sie selbst erhalten und bezahlen, können Sie als Vorsteuer geltend machen.

Das heißt, Sie ziehen die bereits an andere Unternehmen gezahlten Umsatzsteuerbeträge von Ihrer Umsatzsteuer ab, die Sie vierteljährlich oder monatlich voranmelden und ans Finanzamt abführen. Der Vorsteuerabzug ist jedoch nur möglich, wenn die Eingangsrechnungen nach § 14 Umsatzsteuergesetz (UStG) eine ganze Liste von Pflichtangaben enthalten. (Die komplette Checkliste steht unter www.beriebsausgaben.org zum Download für Sie bereit).

Überprüft das Finanzamt Ihre Eingangsrechnungen, aus denen Sie die Vorsteuer geltend gemacht haben, und stellt fest, dass der Lieferzeitpunkt auf einer Rechnung fehlt, macht es den Vorsteuerabzug sofort rückgängig und Sie müssen den entsprechenden Betrag nachzahlen.

Beachten Sie aber:  Bei den sogenannten Kleinbetragsrechnungen bis 150 € (inkl. der Umsatzsteuer) ist die Angabe des Lieferdatums nicht erforderlich. Hier brauchen Sie sich also keine zusätzliche Arbeit zu machen, wenn die Angabe fehlt.

 

Checkliste: Stimmt der Liefezeitpunkt auf der Rechnung?

Kunde holt Lieferung selbst beim leistenden Unternehmen ab: Lieferzeitpunkt ist der Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden.

Ware wird an den Kunden versandt: Lieferzeitpunkt ist der Tag der Übergabe an die Post, den Paketdienst oder den Spediteur (maßgeblich ist also der Beginn der Versendung, nicht die Ankunft beim Kunden).

Es handelt sich um eine Dienstleistung (sonstige Leistung): Lieferzeitpunkt ist der Termin der Vollendung. Wenn sich die Leistung über mehrere Monate erstreckt, geben Sie auf der Rechnung den Zeitraum an – beispielsweise: „1.9.2016 –31.12. 2016“.

Achtung: Ein Lieferschein ersetzt nicht die Angabe des Leistungszeitpunkts auf der Rechnung. Allerdings können Sie auf der Rechnung auf den Lieferschein verweisen, wenn der Zeitpunkt der Lieferung ersichtlich ist. Das Datum der Ausstellung des Lieferscheins genügt dagegen nicht.

 

Was tun bei fehlerhaften Rechnungen?

Fällt Ihnen auf, dass eine Rechnung fehlerhaft ist oder nicht alle Pflichtangaben enthält, die Voraussetzung für einen Vorsteuerabzug sind, ist eine Rechnungskorrektur unumgänglich.

In diesem Fall haben Sie 2 Möglichkeiten:

  1. Sie fordern beim ausstellenden Unternehmen eine neue Rechnung an. Doch das kann erfahrungsgemäß dauern. Deshalb ist der zweite Weg oft einfacher.
  2. Sie korrigieren die Rechnung selbst. Zwar können Ergänzungen oder Berichtigungen in der Regel nur von demjenigen vorgenommen werden, der die Rechnung ausgestellt hat. Von diesem Grundsatz gibt es allerdings eine wichtige Ausnahme: Eine Berichtigung oder Ergänzung der Rechnung durch den Leistungsempfänger (also durch Sie) ist dann in Ordnung, wenn der Rechnungssteller die Änderungen schriftlich bestätigt.
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