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Wann Sie mit einem Schuldner eine Ratenzahlung vereinbaren können

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Von Astrid Engel,

Sie haben Ihre Leistung vertragsgemäß erbracht, was der Kunde auch gar nicht bestreitet? Dennoch kommt es in der Praxis oft vor, dass er Ihre Rechnung nicht sofort in voller Höhe bezahlen kann - oder das zumindest behauptet.

Sie haben Ihre Leistung vertragsgemäß erbracht, was der Kunde auch gar nicht bestreitet? Dennoch kommt es in der Praxis oft vor, dass er Ihre Rechnung nicht sofort in voller Höhe bezahlen kann - oder das zumindest behauptet. Dann stehen Sie vor einer schwierigen Wahl:

  • Sollen Sie rechtliche Schritte und letztlich eine Pfändung einleiten - bei der vielleicht nichts zu holen ist?
  • Oder verspricht es mehr Erfolg, dem Kunden entgegenzukommen, indem Sie mit ihm eine Ratenzahlung vereinbaren - unter dem Risiko, dass er Sie nur hinhalten will und am Ende auch die Raten nicht zahlt?

Wenn Sie eine Ratenzahlung vereinbaren, ist es aus juristischer Sicht ein Vertrag, den Sie mit Ihrem Schuldner schließen. Die Bedingungen darin können Sie frei gestalten.

Es gibt also keine rechtlichen Einschränkungen oder Voraussetzungen hierfür. Umso wichtiger ist es, dass Sie in Ihrem eigenen Interesse einiges prüfen, bevor Sie sich darauf einlassen. Die folgenden 4 Punkte sollten zutreffen:

 

1. Ratenzahlung nur vereinbaren, wenn der Kunde zahlungswillig ist

Sie müssen den Eindruck haben, dass der Kunde tatsächlich knapp bei Kasse, aber dennoch zahlungswillig ist. Nur dann wird er bemüht sein, Ihre Forderung in Teilbeträgen aufzubringen, um rechtliche Schritte Ihrerseits zu verhindern. Wegen eines etwaigen Restes können Sie dann notfalls auch später noch den Rechtsweg beschreiten - wenn Sie alles richtig machen.


Praxis-Tipp: Haben Sie mit einem langjährigen Stammkunden bisher nur gute Erfahrungen gemacht, spricht das dafür, die Ratenzahlung zu akzeptieren. Das ist besonders wichtig, wenn Sie von ihm noch weiterhin Aufträge erhalten wollen oder wenn er ein bedeutender Empfehlungsgeber für Ihr Unternehmen ist.


2. Ratenzahlung nur bei Zahlungsfähigkeit des Kunden vereinbaren

Der Kunde muss grundsätzlich zahlungskräftig sein, also nur unter einem vorübergehenden Engpass leiden. Vermuten Sie hingegen, dass er kurz vor der Insolvenz steht bzw. seine Mittellosigkeit bald eidesstattlich versichern muss? Dann lassen Sie Ihre Forderung besser titulieren, indem Sie einen Mahn- und Vollstreckungsbescheid erwirken, um damit noch so schnell und so viel Geld wie möglich auf dem Pfändungsweg zu erhalten.

Praxis-Tipp: Verlangen Sie einen Beweis dafür, dass Ihr Kunde noch zahlungsfähig ist, Ihre Forderung nur momentan nicht in voller Höhe aufbringen kann: Er soll sich verpflichten, die erste Rate sofort zu leisten.


3. Ist der Kunde bereit, Zinsen und Zuschläge zu vereinbaren?

Der Kunde sollte bereit sein, Ihr Entgegenkommen durch einen Zuschlag auf die offene Forderung zu vergelten. Der muss ja nicht hoch sein. Wenn Sie hingegen ganz darauf verzichten, laufen Sie Gefahr, auf einen "Kreditjäger" hereinzufallen. Kunden, die Sie als billigen Kreditgeber missbrauchen wollen, sind nämlich gar nicht so selten.

Praxis-Tipp: Vermuten Sie, dass ein solcher Kunde vor Ihnen steht, machen Sie einen saftigen Zuschlag zur Bedingung für Ihr Einverständnis mit der Ratenzahlung. Dreht sich die Verhandlung dann nur noch darum, können Sie davon ausgehen, dass Sie mit Ihrer Einschätzung richtigliegen. Geben Sie dann nicht nach, und schlagen Sie notfalls lieber den Rechtsweg ein.


4. Eigene Liquidität ist Voraussetzung für eine Ratenzahlung

Sie können sich nur auf eine Ratenzahlung einlassen, wenn Sie den verspäteten Eingang von Teilbeträgen Ihrer Forderung gut verkraften. Stecken Sie hingegen selbst in akuten Zahlungsschwierigkeiten, sollten Sie besser schnell eine Pfändung auf den Weg bringen. Dann ist es wichtig für Sie, den höchstmöglichen Teilbetrag so schnell wie möglich einzutreiben.

 

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