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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Das unfaire Urteil – und wie Sie trotzdem Steuer mit Ihrem Firmenwagen sparen

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Von Gerhard Schneider,

Wichtig ist das neue Urteil des Bundesfinanzhofs für alle, die den Firmenwagen mit der 1-%-Methode steuerlich abrechnen.

 

So funktioniert die steuerliche Abrechnung mit der 1%-Methode

Sie setzen monatlich 1 % des Bruttolistenpreises Ihres Fahrzeugs als Privatanteil an. Es gilt der Listenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung inklusive Sonderausstattung und Umsatzsteuer (auch wenn Sie den Wagen gebraucht gekauft haben). Beispiel: Bruttolistenneupreis: 25.000 €, davon 1 % ergibt: 250 € monatlich und 3.000 € jährlich. In der Einnahmen-Überschuss-Rechnung setzen Sie dann diese 3.000 € als Einnahme und die tatsächlich entstandenen Pkw-Kosten als Betriebsausgabe an.
Das Problem dabei sehen Sie vielleicht schon selbst:
Kein Mensch zahlt heutzutage tatsächlich den Bruttolistenpreis beim Kauf eines Neuwagens. Abschläge von 20% und mehr sind an der Tagesordnung. Deshalb hatte der Bund der Steuerzahler eine Musterklage gegen die jetzige Form der 1-%-Abrechnung angestrengt – mit dem Ziel, eine faire und der realitätsnahe Bemessungsgrundlage für den zu versteuernden Privatanteil zu finden.
Das haben die BFH-Richter nun abgeschmettert (Urteil vom 13.12.2012, Az. VI R 51/11, veröffentlicht am 6.3.2013). Es bleibt beim Bruttolistenpreis als Bemessungsgrundlage – zumindest so lange die Politik die Sache nicht neu regelt. Es gibt immer wieder Pläne, die 1-%-Regelung der Realität anzupassen. In der Diskussion ist z. B. immer wieder eine 0,8-%-Regelung – umgesetzt wurde bisher jedoch nichts.

Das heißt für Sie: Sorgen Sie selbst für Steuer-Ersparnis

Die Justiz und die Politik lässt Sie im Regen stehen – deshalb sollten Sie jetzt selbst für die Steuerersparnis sorgen, um das Problem der immer weiter steigenden Fahrzeugkosten zu entschärfen. Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, um bei der Steuer eine spürbare Entlastung zu erzielen. Zwei davon zeige ich Ihnen hier:

 

Tipp 1: Mit der 1-%-Regelung im Urlaub sparen

Fahren Sie längere Zeit in Urlaub oder ohne Auto auf Geschäftsreise? Dann nutzen Sie diese Idee, wenn Sie den Firmenwagen per 1-%-Methode abrechnen: Sie weisen nach, dass Sie den Wagen in 2013 einen ganzen Monat lang nicht nutzen. Dann brauchen Sie für diesen Monat keinen Privatanteil anzusetzen. Weisen Sie dem Finanzamt anhand von Reiseunterlagen, Flugtickets, Fahrtenbuch oder Ähnlichem nach, dass Sie Ihren Wagen in dem betreffenden Monat nicht privat bewegt haben. Wie sich das steuerlich auswirkt, zeigt das folgende kleine Rechenbeispiel:
Listenpreis Ihres Firmenwagens zum Beispiel 50.000 €
1 % davon für monatlichen Privatanteil: 500 €
Steuerersparnis bei z. B. 40 % Grenzsteuer: 200 €

Tipp 2: Zum Fahrtenbuch wechseln

Wechseln Sie von der 1%-Methode zum Fahrtenbuch! Dabei halten Sie alle gefahrenen Kilometer in einem geschlossenen Buch lückenlos fest und ordnen sie jeweils dem privaten oder dem betrieblichen Bereich zu. Bei betrieblichen Fahrten geben Sie Anlass und Ziel mit an. So erfolgt eine gerechte Zuordnung aller Kosten. Das Fahrtenbuch erfordert zwar etwas mehr Aufwand und Sorgfalt als die Pauschalbesteuerung – in vielen Fällen ist die Steuerersparnis jedoch größer.
Achtung! Sie können nur zu zwei Gelegenheiten die steuerliche Abrechnungsmethode Ihre Firmenwagens ändern:

  • zum Jahreswechsel
  • und beim Fahrzeugwechsel

 

Steuern und Bilanzierung aktuell

Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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