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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Dienstwagen: 1-%-Regel gilt – egal, was Sie bezahlt haben!

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Von Günter Stein,

Das muss man auch erst einmal verstehen: Schaffen Sie als Arbeitgeber für sich oder einen Mitarbeiter einen Dienstwagen an, der – ohne Fahrtenbuchpflicht – auch privat genutzt werden soll, ist das Firmenfahrzeug mit 1 % des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil lohnsteuerpflichtig, ohne dass es eine Rolle spielt, was wirklich für den Firmenwagen bezahlt worden ist. Das haben gerade die höchsten deutschen Finanzrichter bestätigt.

Egal, was Sie gezahlt haben: Es zählt nur der Bruttolistenneupreis

Damit ist klar: Egal, was Sie als Arbeitgeber für den neuen Dienstwagen ausgeben: Es zählt nur der Bruttolistenneupreis. Und das, obwohl den inzwischen kaum noch jemand zahlt. Die meisten Fahrzeughersteller geben beim Erwerb eines Neuwagens inzwischen erhebliche Nachlässe. Oder sie bieten die Sonderausstattung gratis an. 10% Rabatt vom Bruttolistenneupreis sind beim Kauf des neuen Firmenfahrzeugs keine Seltenheit mehr. Nur: Das Finanzamt interessiert das nicht. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden: Bemessungsgrundlage für den zu versteuernden geldwerten Vorteil, den Sie oder Ihr Mitarbeiter – bei zulässiger Privatnutzung – durch die Überlassung des Dienstwagens erhalten, ist und bleibt der Bruttolistenneupreis – auch wenn deutlich weniger bezahlt worden ist (BFH, Urteil vom 7.3.2013, VI R 51/11).

Geldwerter Vorteil: Das macht ihn so interessant

Dienstwagen statt Gehaltserhöhung. Das kann sich nicht nur für Sie als Arbeitgeber, sondern auch für Ihren Mitarbeiter bezahlt machen. Das Firmenfahrzeug ist ein echter Trumpf in der nächsten Gehaltsverhandlung. Denn: Statt der Gehaltserhöhung, die voll lohnsteuerpflichtig ist, bekommt Ihr Mitarbeiter einen Dienstwagen – zur privaten Nutzung. Und so spielen Sie diesen Trumpf aus:

Beispiel: Die Gehaltsverhandlungen mit Ihrer Mitarbeiterin Frau Schultz verlaufen zäh. 400 € mehr pro Monat sollen es schon sein, meint sie. Schließlich hat sie in den letzten 5 Jahren keine Lohnerhöhung bekommen. Die 400 € wären für Sie als Arbeitgeber noch verkraftbar. Wären da nicht die Sozialversicherungsbeiträge. Und Ihre Mitarbeiterin muss von den 400 € auch noch Lohnsteuer zahlen. Da bleibt netto deutlich weniger. Höchste Zeit für eine gute Idee: Sie bieten Frau Schultz einen Dienstwagen an, den sie auch privat nutzen darf. Das Fahrzeug soll 40.000 € kosten.
Die Folge: Durch die Privatnutzung des Dienstwagens hat Frau Schultz einen geldwerten Vorteil, weil sie kein eigenes Auto mehr braucht. Und diesen geldwerten Vorteil berechnet das Finanzamt pauschal mit monatlich 1% des Bruttolistenneupreises, hier also mit 400 €, die dem Monatsgehalt von Frau Schultz zugeschlagen werden. Bei einem angenommenen persönlichen Steuersatz von 35 % zahlt Frau Schultz also 140 € Lohnsteuer dafür, dass sie den Dienstwagen auch privat fahren darf.

Sonderausstattung: Das muss nicht versteuert werden

Zum Bruttolistenneupreis zählt aber nur die Ausstattung, die mit dem Fahrzeug fest verbunden ist und bei der Erstzulassung schon eingebaut war. Schaffen Sie also beim Kauf des Fahrzeugs z. B. einen Satz Winterreifen, ein portables Navigationssystem oder eine ausbaubare Freisprecheinrichtung an, zählt das nicht zum Bruttolistenneupreis.

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