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Geschäftswagen: Besonderheiten für umsatzsteuerpflichtige Unternehmen

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Urheber: Sven Krautwald | Fotolia

Von Iris Schuler,

Vorsteuer aus den Anschaffungskosten oder aus den laufenden Kosten? Umsatzsteuer für die private Nutzung, Verkauf oder Entnahme? Fragen, die sich umsatzsteuerpflichtige Unternehmen zum Thema Geschäftswagen stellen.

Erstattet das Finanzamt die Vorsteuer aus den Anschaffungskosten für den Geschäftswagen sofort?

Sie können Ihren Geschäftswagen umsatzsteuerlich Ihrem Unternehmen zuordnen, sofern Sie den Geschäftswagen mehr als 10 Prozent betrieblich nutzen. Wie Sie den Geschäftswagen einkommenssteuerlich behandeln, spielt keine Rolle, da beides unabhängig voneinander betrachtet wird.

Führen Sie Ihren Pkw umsatzsteuerlich als Geschäftswagen, erstattet Ihnen der Fiskus die gesamte Vorsteuer aus dem Kaufpreis des Geschäftswagens sofort. Sie müssen dazu lediglich zum Vorsteuerabzug berechtigt sein, und Sie müssen eine ordnungsgemäße Rechnung für den Kauf des Geschäftswagens vorlegen können, auf der die Umsatzsteuer ausgewiesen ist. Ordnen Sie den Geschäftswagen dem Unternehmensvermögen zu, können Sie die Vorsteuer in der nächstfolgenden Voranmeldung geltend machen.

Kann die Vorsteuer aus den laufenden Kosten für den Geschäftswagen gezogen werden?

Unter den oben genannten Voraussetzungen können Sie auch aus den laufenden Kosten für Ihren Geschäftswagen die Vorsteuer ziehen. Das bedeutet, dass Sie für jede ordentliche Rechnung, die den Geschäftswagen betrifft, die Vorsteuer zurückerhalten. Bewahren Sie deshalb Belege für den Geschäftswagen gut auf.

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Ist für die Privatnutzung des Geschäftswagens Umsatzsteuer abzuführen?

Die Antwort lautet schlicht und einfach ja. Fahren Sie den Geschäftswagen auch privat, müssen Sie Umsatzsteuer auf die Privatnutzung abführen. Sie ermitteln die Bemessungsgrundlage für die abzuführende Umsatzsteuer je nach Umfang Ihrer betrieblichen Nutzung des Geschäftswagens. Bei mehr als 50 Prozent betrieblicher Nutzung erledigen Sie dies per Fahrtenbuch oder über die 1%- Methode. Nutzen Sie den Geschäftswagen 10 bis 50 Prozent betrieblich, geschieht dies per Fahrtenbuch oder vereinfachtem Nachweis.

Muss bei der Entnahme oder dem Verkauf des Geschäftswagens Umsatzsteuer abgeführt werden?

Verkaufen Sie den Geschäftswagen, müssen Sie die im erzielten Bruttoverkaufspreis enthaltene Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Dies ist Ihre Pflicht, auch wenn Sie aus den Anschaffungskosten keine Vorsteuer geltend gemacht haben.

Entnehmen Sie den Geschäftswagen zunächst in Ihr Privatvermögen, bevor Sie den Geschäftswagen verkaufen, müssen Sie den Entnahmewert schätzen. Es gilt:

  • Einkauf des Geschäftswagens ehemals mit Vorsteuerabzug: Sie müssen auf den Entnahmewert Umsatzsteuer abführen.
  • Einkauf ehemals ohne Vorsteuerabzug: Die Entnahme ins Privatvermögen ist nicht umsatzsteuerpflichtig.
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