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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Schöner Trick beim Firmenwagen – funktioniert nur leider nicht ...

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Von Günter Stein,

Nutzt ein Mitarbeiter seinen Firmenwagen auch privat, können Sie den geldwerten Vorteil pauschal nach der 1-%-Methode abrechnen. Das bedeutet: Der Arbeitnehmer muss für monatlich 1 % des Bruttolistenpreises seines Firmenfahrzeugs Lohnsteuer und Beiträge zahlen.

Das gilt auch dann, wenn er den Wagen nur einen Teil des Monats nutzt. Eine tageweise Berechnung des geldwerten Vorteils ist nach der 1-%-Methode nicht möglich, wie das Finanzgericht (FG) Baden-Württemberg in einem aktuellen Urteil bestätigte (24.2.2015, 6 K 2540/14).
Arbeitgeberin berechnete nur anteilige Nutzung
Im Streitfall stellte ein Unternehmen Mitarbeitern Fahrzeuge auch zur privaten Nutzung zur Verfügung. Die Arbeitnehmer führten kein Fahrtenbuch. Die Überlassung der Fahrzeuge begann und endete zum Teil während eines Monats. Die Arbeitgeberin ermittelte den geldwerten Vorteil aus der Privatnutzung nach der 1-%-Regelung. Für Monate, in denen das Fahrzeug an den Arbeitnehmer jeweils nur teilweise zur Verfügung gestanden hatte, berechnete sie den Sachbezug nur zeitanteilig.
Finanzamt: Immer volle Monate ansetzen
Das Finanzamt bemängelte dieses Vorgehen und vertrat demgegenüber die Ansicht, dass bei der 1-%-Methode immer die vollen Monatsbeträge anzusetzen seien. Darauf, wie oft der Arbeitnehmer den Firmenwagen in dem betreffenden Monat tatsächlich privat genutzt habe, könne keine Rücksicht genommen werden. Der Monatswert könne deshalb auch dann nicht auf einzelne Tage umgerechnet werden, wenn die private Nutzung im Laufe eines Monats beginne oder ende. Die Arbeitgeberin wurde für die in zu geringer Höhe einbehaltene Lohnsteuer in Haft genommen. Das FG bestätigte das Vorgehen des Finanzamts und ließ keine Revision zu.

So rechnen Sie stets richtig
Die 1-%-Methode ist für die Ermittlung des geldwerten Vorteils aus der Privatnutzung eines Firmenwagens gegenüber der Fahrtenbuchmethode gesetzlich vorrangig. Sie kommt immer dann zum Zug, wenn Sie mit dem Mitarbeiter nichts vereinbart haben oder die Fahrtenbuchmethode nicht richtig angewandt wurde.
Ermitteln Sie den geldwerten Vorteil nach der 1-%-Regelung in 3 Schritten:
1. Schritt: Runden des Bruttolistenpreises
Runden Sie den Bruttolistenpreis bei Erstzulassung des Pkw (gleichgültig, ob es sich um ein gekauftes oder ein geleastes Fahrzeug handelt) auf volle 100 € ab.
2. Schritt: Pauschale berechnen
Errechnen Sie monatlich 1 % dieses Preises.
3. Schritt: Monatlicher geldwerter Vorteil
Das Ergebnis ist der geldwerte Vorteil für einen Monat, von dem Sie zusammen mit dem übrigen laufenden Arbeitsentgelt Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge abführen.

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