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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Stichtag 1.1.2012: Lohnt es sich, zum Fahrtenbuch zu wechseln?

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Lohnsteuer Firmenwagen Fahrtenbuch

Von Günter Stein,

Wenn ein Mitarbeiter den Dienstwagen auch privat nutzen darf, verlangt der Fiskus für den geldwerten Vorteil aus der Privatnutzung seinen Anteil. 1 % vom Bruttolistenpreis, versteuert mit dem persönlichen Steuersatz, fordert er. Alternativ kann er auch ein Fahrtenbuch führen und genau statt pauschal abrechnen.Beispiel:1-%-Methode:Fahrtenbuch:

Das lohnt sich in der Regel dann, wenn der Anteil der Dienstfahrten den der Privatfahrten überwiegt. Das kann sich sogar deutlich lohnen:

Beispiel:

Bruttolistenpreis des Fahrzeugs: 35.000 €

Gesamtkosten des Fahrzeugs pro Jahr (Abschreibung, Benzin, Reparaturen etc.): 7.000 €

Private Nutzung: 35 %

Im Vergleich:

1-%-Methode:

Zu versteuern sind 12 mal 1 % von 35.000 €. Gleich 350 € im Monat. Also 4.200 € im Jahr. Beträgt der persönliche Steuersatz 35 %, wandern damit 35 % von 4.200 € an den Fiskus. Kosten: 1.470 €.

Dieser Betrag erhöht sich um monatlich 0,03 % des Listenpreises für jeden Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, wenn das Fahrzeug auch dafür genutzt wird.

Fahrtenbuch:

Die Kosten des Fahrzeugs belaufen sich auf 7.000 € pro Jahr. Der Privatanteil liegt bei 35 %. Damit werden 35 % von 7.000 €, also 2.450 €, dem Dienstwagenfahrer zugerechnet.

Bei einem persönlichen Steuersatz von 35 % zahlt er damit „nur“ 35% von 2.450 € für die Privatnutzung. Das sind 857,50 €.

Ersparnis bei Wechsel auf Fahrtenbuch:

1.470 € – 857,50 € = 612,50 €

 

Tipp: Entgegen einem weitverbreiteten Irrtum ist das Führen eines Fahrtenbuchs weder aufwendig noch schwierig. Vorausgesetzt, der Beschäftigte berücksichtigt die folgenden Vorgaben des Bundesfinanzhofs:

1. Angaben müssen umfassend und plausibel sein

Die Aufzeichnungen müssen zu den geschäftlichen Reisen Angaben enthalten, anhand deren sich die berufliche Veranlassung der Fahrten plausibel nachvollziehen und nachprüfen lässt. Deshalb muss das Fahrtenbuch neben dem Datum und den Fahrtzielen auch den jeweils aufgesuchten Kunden oder Geschäftspartner aufführen.

2. Ortsangaben allein reichen nicht aus

3. Jede Fahrt einzeln eintragen

Jede einzelne berufliche Fahrt muss grundsätzlich für sich und mit dem bei Abschluss der Fahrt erreichten Gesamtkilometerstand notiert werden. Ausnahme: Der Mitarbeiter besucht während ein und derselben Geschäftsreise nacheinander mehrere Kunden an verschiedenen Orten. Dann können diese Fahrten von Kunde zu Kunde zu einer Eintragung zusammengefasst werden.

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Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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