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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Unfall mit Firmenwagen – So handeln Sie richtig

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Arbeitsrecht Firmenwagen

Von Günter Stein,

Die Frage: Einer unserer Außendienstler hat einen Verkehrsunfall unter Drogeneinfluss verursacht. Er soll wohl LSD genommen haben. Sein Fahrzeug wurde bereits repariert und er hat es abgeholt. Gleichzeitig ist er jedoch schon seit 8 Wochen arbeitsunfähig erkrankt.

Die Frage: Einer unserer Außendienstler hat einen Verkehrsunfall unter Drogeneinfluss verursacht. Er soll wohl LSD genommen haben. Sein Fahrzeug wurde bereits repariert und er hat es abgeholt. Gleichzeitig ist er jedoch schon seit 8 Wochen arbeitsunfähig erkrankt. Können wir ihm den Dienstwagen wegnehmen und ihn an den Reparaturkosten wenigstens beteiligen?

Außendienstler muss den gesamten Schaden am Firmenwagen begleichen

Die Antwort: Ansprüche des Arbeitgebers gegen den Arbeitnehmer sind begrenzt. Durch eine leichteste Fahrlässigkeit kann ein sehr großer Schaden entstehen, der in keinem Verhältnis zum Lohn des Arbeitnehmers steht. Deshalb gelten für Schäden in Ausübung einer betrieblichen Tätigkeit besondere Haftungsgrundsätze. Bei leichter Fahrlässigkeit wird der Arbeitnehmer keinen Anteil am Schaden übernehmen müssen. Liegt wie bei Ihnen eine Fahrt unter Drogeneinfluss vor, sollten Sie von Vorsatz oder zumindest grober Fahrlässigkeit ausgehen. Beides bedeutet das Gleiche: Sie können vollen Regress bei Ihrem Außendienstler nehmen. Er hat den gesamten Schaden zu begleichen.

Sie können den Firmenwagen auch bei gestatteter Privatnutzung heraus verlangen

Außerdem können Sie umgehend den Firmenwagen heraus verlangen, selbst, wenn ihm eine Privatnutzung gestattet ist. So hat es auch das Bundesarbeitsgericht entschieden (Urteil vom 14. Dezember 2010, Az.: 9 AZR 631/09): Die Erfurter Richter urteilten, dass die Überlassung eines Pkws zur privaten Nutzung eine zusätzliche Gegenleistung für die geschuldete Arbeitsleistung sei. Daher braucht ein Arbeitgeber nur so lange ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, wie er Arbeitsentgelt schuldet. Mit Ablauf der 6-wöchigen Entgeltfortzahlungspflicht im Krankheitsfall können Sie also das Fahrzeug heraus verlangen!

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