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Wann ist ein Pkw ein Geschäftswagen?

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Von Iris Schuler,

Als Geschäftswagen bezeichnet man einen Pkw, der zu Ihrem betrieblichen Anlagevermögen gehört. Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein?

Ein Pkw gehört als Geschäftswagen zum betrieblichen Anlagevermögen

  • wenn Sie den Pkw als Geschäftswagen zu mehr als 50 Prozent für betriebliche Fahrten nutzen. Dann ist der Geschäftswagen notwendiges Betriebsvermögen. Der Prozentsatz für die betriebliche Nutzung von Ihrem Geschäftswagen ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Jahreskilometerleistung und den betrieblich gefahrenen Kilometern.
  • Nutzen Sie den Pkw zwischen 10 bis 50 Prozent betrieblich, können Sie selbst entscheiden, ob der Pkw zum Geschäftswagen wird oder nicht. Sie haben die Möglichkeit, den Pkw als Geschäftswagen in das Betriebsvermögen einzulegen. Man spricht dann von einem gewillkürten Betriebsvermögen. Alternativ können Sie auf den Geschäftswagen verzichten und den Pkw ganz normal als Privatwagen im Privatvermögen belassen.
  • Nutzen Sie den Pkw weniger als 10 Prozent betrieblich, kann das Auto kein Geschäftswagen sein. Es erfolgt automatisch die Zuordnung zum Privatvermögen.

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In zwei Fällen geht das Finanzamt automatisch von einem Geschäftswagen aus. Es wird angenommen, dass Sie die 50% Marke überschreiten und der Pkw zählt als Geschäftswagen zum notwendigen Betriebsvermögen. Dieser Fall tritt ein,

  • wenn offensichtlich ist, dass Sie aus betrieblichen Gründen einen Geschäftswagen benötigen. Dazu zählen beispielsweise Taxiunternehmer, Handelsvertreter, Landtierärzte oder Selbstständige im Bau- und Baunebengewerbe.
  • wenn Sie für die Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb beziehungsweise Familienheimfahrten einen Geschäftswagen benötigen, weil allein diese Fahrten mehr als 50 Prozent der Jahreskilometerleistung des Pkws ausmachen. Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb sowie Familienheimfahrten sind betriebliche Fahrten.

Andere Unternehmer, die nicht zu diesen beiden Gruppen zählen, müssen dem Finanzamt die betriebliche Nutzung des Pkws als Geschäftswagen glaubhaft machen. Dazu können Sie ein Fahrtenbuch führen oder die Geschäftsfahrten über drei Monate dokumentieren. Machen Sie sich bewusst, dass das Finanzamt ohne Aufzeichnungen die betriebliche Nutzung mit 10 bis 20 Prozent schätzen wird.

Die Zuordnung von Ihrem Geschäftswagen zum Betriebsvermögen nehmen Sie vor, indem Sie den Pkw zeitnah, spätestens bis zum Jahresende, in Ihr Anlageverzeichnis aufnehmen. Arbeiten Sie mit einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung informieren Sie Ihr Finanzamt danach schriftlich über die Zuordnung.

Ist der Geschäftswagen geleast, nehmen Sie den Pkw nicht in Ihr Anlagevermögen auf, da die Leasinggesellschaft Eigentümer des Geschäftswagens bleibt. Legen Sie den betrieblichen Nutzungsanteil des Geschäftswagens wie beschrieben dar, so dass dieser entweder wie ein Geschäftswagen oder wie ein Privatfahrzeug behandelt werden kann.

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