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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Wenn der Fiskus beim Firmenwagen zu rechnen anfängt

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Von Midia Nuri,

Die Angaben der Autohersteller zum Verbrauch ihrer Modelle sind zu optimistisch kalkuliert. Tatsächlich verbrauchen Autos meist deutlich mehr, als versprochen.

 

Tipp: Schauen Sie lieber beim ADAC nach. Der Verband liefert auf seinen Internetseiten realistischere Angaben zu allen Fahrzeugtypen. Prüfen Sie mit Blick auf die Angaben Ihr Fahrtenbuch und die Tankquittungen auf Plausibilität.

Warum prüfen? Nun, der Betriebsprüfer macht das auch!

Immer öfter beobachten Selbstständige, die ein Fahrtenbuch führen, dass Finanzbeamte und Betriebsprüfer aus den im Fahrtenbuch verzeichneten Kilometern und den Tankquittungen, die Sie geltend machen, einen durchschnittlichen Spritverbrauch Ihres Firmenwagens errechnen.

Ganz einfach: Liegt der aus Fahrtenbuch und Tankquittungen errechnete Verbrauch über den Angaben des Fahrzeugherstellers, gehen die Finanzbeamten davon aus, dass Sie auch Tankquittungen von einem privaten Auto oder Quittungen von Freunden und Bekannten steuerlich geltend machen.

Beispiel:

  1. In seinem Fahrtenbuch verzeichnet ein Selbstständiger 10.000 Kilometer.
  2. Für den betreffenden Zeitraum finden die Betriebsprüfer in seinen Belegen Tankquittungen über 700 Liter Benzin.
  3. Das ergibt einen Durchschnittsverbrauch von knapp 14 Litern auf 100 km.
  4. Dann vergleicht der schlaue Prüfer den errechneten Wert mit den Angaben des Herstellers.

 

 

Das bedeutet für Sie

Stellen Sie fest, dass Ihr Verbrauch über dem vom ADAC errechneten Durchschnitt liegt, gibt es Erklärungsbedarf.

Können Sie den Mehrverbrauch nicht plausibel erklären, könnte der Finanzbeamte oder Betriebsprüfer Ihr Fahrtenbuch komplett verwerfen. Dann

  • wird der Fiskus die private Nutzung bei mindestens 50-prozentiger betrieblicher Nutzung nach der Ein-Prozent-Regelung ermitteln oder
  • in allen anderen Fällen den Privatanteil schätzen.

Diese Gründe könnten Mehrverbrauch rechtfertigen

Liegt Ihr Verbrauch über dem, was der ADAC errechnet hat, könnte das daran liegen, dass

  • Sie häufiger schwere Gegenständen oder Waren transportieren oder
  • Sie mit Ihrem Firmenwagen häufig einen Anhänger ziehen.

Ist das der Fall, weisen Sie einen kritischen Prüfer auf solche Faktoren hin!

Achtung: Kann es daran nicht liegen, gehen Sie noch einmal alle Tankquittungen durch. Vielleicht sind Ihnen versehentlich private Quittungen in Ihre Unterlagen geraten. Ist das der Fall, sollten Sie diese jetzt rechtzeitig aussortieren.

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Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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