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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Wichtige Neuheiten zur 1%-Regelung beim Dienstwagen

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Von Gerhard Schneider,

Überlassen Sie Ihren Mitarbeitern einen Firmenwagen, den sie auch privat nutzen dürfen, fällt ein geldwerter Vorteil an, der zu versteuern ist. Das Gleiche gilt, wenn Sie selbstständig sind und einen Firmenwagen privat nutzen: Sie müssen den Privatanteil wie eine Einnahme versteuern. Eine häufig genutzte Berechnungsmethode, um den zu versteuernden Privatanteil zu ermitteln, ist die 1%-Regelung.

 

1-%-Regelung: 20 % Abschlag bei der Berechnung zulässig

Vom Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung des Pkw versteuern Sie 1 % als geldwerten Vorteil. Heftig umstritten ist, ob dieser hohe Ansatz des Bruttolistenpreises noch zeitgemäß ist. Das Niedersächsische Finanzgericht hat mit einem Urteil vom 29.9.2011, Az. 9 K 394/10 entschieden, dass die Versteuerung über den um 20 % reduzierten Bruttolistenpreis zulässig ist.
Das Niedersächsische Finanzgericht ist der Auffassung, dass der geldwerte Vorteil nicht mehr allein auf der Grundlage des Bruttolistenpreises des Firmenwagens zu ermitteln ist. Das Gericht vertritt hierzu die Auffassung, dass vom Bruttolistenpreis ein Abschlag vorzunehmen ist. Es sieht einen Abschlag in der Höhe von 20 % als gerechtfertigt an.

 

Bisherige Regelung sieht keinerlei Abschlag vor

Nach der aktuellen Rechtslage dürfen Sie auch bei Gebrauchtfahrzeugen oder Pkw mit Tageszulassung keinen Abschlag vornehmen. Dies gilt auch dann, wenn Sie einen ganz speziellen „Hauspreis“ zahlen. Wenden Sie die Entscheidung des FG Niedersachen an, orientieren Sie sich nicht mehr an der geltenden Rechtslage und müssen das Finanzamt hierauf hinweisen.
Beim BFH ist das Verfahren zwischenzeitlich unter dem Aktenzeichen VI R 51/11 anhängig, beziehen Sie sich in Ihrem Einspruch hierauf.
Tipp: Um sich alle Optionen offen zu halten, nehmen Sie die Berechnung des geldwerten Vorteils mit einem Abschlag vor und teilen dies Ihrem Finanzamt mit. Dann erhalten Sie einen geänderten Steuerbescheid, gegen den Sie Einspruch unter Hinweis des o.g. Revisionsverfahrens einlegen können. Sie profitieren dann von einer Entscheidung des BFH, wenn sich das Gericht für einen Abschlag ausspricht.

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