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Darf Ihr Mitarbeiter einen ihm überlassenen Firmenwagen auch für private Fahrten nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. In der Praxis stehen Ihnen...

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Wie Sie Ihren Zweitwagen steuerlich abrechnen

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Von Gerhard Schneider,

Frage: Ich habe zwei Firmenwagen für die betriebliche Nutzung. Meine Frau hat einen eigenen Privatwagen, so dass sie keinen der beiden Firmenwagen privat nutzt. Muss ich für meine beiden Firmenwagen jeweils einen Privatanteil über die 1%-Methode oder Fahrtenbuch versteuern? Oder kann ich wenigsten einen zu 100 % als Firmenwagen absetzen?

 

Antwort: In solchen Fällen galt früher die nach dem gesunden Menschenverstand richtige Anweisung der Finanzverwaltung, dass nur für einen der beiden Fahrzeuge ein Privatanteil versteuert werden muss.
Wenn der Selbstständige per 1-%-Regelung einen Privatanteil für das teurere Fahrzeug versteuerte, konnte er die Kosten für den anderen Firmenwagen ohne weiteren Nachweis zu 100 % als Betriebsausgabe geltend machen. Schließlich kann sich niemand mehrteilen und mehr als einen Wagen gleichzeitig nutzen. Doch dann kam vor einiger Zeit ein Urteil des Bundesfinanzhofs, das mit dieser günstigen Regelung Schluss gemacht hat (BFH, Urteil vom 9.3.2010, Az. VIII R 24/08):
Im dem zugrunde liegenden Fall hatte ein selbstständiger Unternehmensberater mehrere Wagen in seinem Betriebsvermögen, die er auch privat nutzte. Seine Ehefrau hatte an Eides statt versichert, nur ihr eigenes Fahrzeug zu nutzen. Kinder hatte das Ehepaar nicht. Trotzdem hatte das Finanzamt die 1-%-Regelung auf alle Autos angewandt. Die Klage dagegen blieb jetzt bis zur letzten Instanz erfolglos.

 

Nutzen Sie diese Auswege

Nach dieser Entscheidung bleiben Ihnen 2 Auswege, um die Kosten eines betrieblichen (Zweit-)Wagens steuerlich zu 100 % als Betriebsausgabe geltend zu machen.

  • Lösung 1: Sie führen ein Fahrtenbuch und weisen dadurch lückenlos nach, dass Sie diesen Wagen nur betrieblich nutzen. Diese Lösung ist jedoch mit viel Arbeit verbunden und fehleranfällig, da Fahrtenbücher vom Finanzamt überprüft und gern angezweifelt werden.
  • Lösung 2: Sie suchen sich als zweiten Firmenwagen ein Fahrzeug, das von der Bauart ein typisches betriebliches Fahrzeug ist. Beispielsweise ein Kastenwagen ohne hintere Sitze und mit Ladefläche. Wenn Sie dann auch noch nachweisen können, dass Sie einen solchen Wagen brauchen, um Material, Werkzeuge, Muster oder Waren zu transportieren, steht einer 100%igen Anerkennung der Kosten nicht mehr viel im Wege.

 

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Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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