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Achtung: Brandgefahr in der Streichholzschachtel

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Schadenersatz wegen Verbrennung durch Kaffee – jetzt auch in Deutschland?

 

 

 

Man wundert sich vielleicht ein bisschen, nimmt die Hinweise aber üblicherweise als "Spinnerei der Amis" zur Kenntnis, wenn z.B. auf der Mikrowelle steht, dass keine Haustiere darin getrocknet werden dürfen; oder auf einem Bügeleisen, dass Kleidung nicht am Körper gebügelt werden darf; oder auf einer Schachtel Streichhölzer eindringlich auf folgendes hingewiesen wird: "Warnung! Der Inhalt dieser Schachtel könnte in Brand geraten!"

 

Aber offensichtlich gibt es wirklich Fälle, in denen Menschen sowas machen und hinterher Schadenersatz und Schmerzensgeld vom Hersteller bzw. Verkäufer fordern. Auch in Deutschland! Und tatsächlich schaffte es erst kürzlich ein solcher Fall bis vor ein Gericht. Seien Sie sich also nicht zu sicher, dass Ihre GmbH von skurrilen Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen verschont bleibt.

Darum ging es in dem Verfahren vor dem Landgericht München: Die Klägerin hatte in einem Schnellrestaurant einen Becher Kaffee gekauft und zwischen ihren Oberschenkeln abgestellt. Es kam, wie es kommen musste: Der Kaffee lief aus dem Becher, wodurch die Frau Verbrennungen zweiten Grades erlitt.

 

Das war aber nach Auffassung der Frau nicht der eigenen Dummheit geschuldet, sondern dem Umstand, dass die Mitarbeiter des Schnellrestaurants den Deckel nicht richtig geschlossen hatten. Sie klagte auf Schadenersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 1.500 Euro gegen das Schnellrestaurant. Zum Glück machten die Richter diesen Blödsinn nicht mit und wiesen die Klage ab. (LG München, 10.11.2011, Az: 30 S 3668/11).

 

 
 
 

Klarer Hinweis schützt vor Haftung

Ihre GmbH ist verpflichtet, vor nicht zu beseitigenden Gefahren von Produkten hinreichend klar, unmissverständlich und an passender Stelle zu warnen. Erfüllen Sie diese Verpflichtung nicht, liegt ein sogenannter Instruktionsfehler vor, der im Schadensfall zivilrechtliche Haftungsansprüche begründet.

Allerdings geht Ihre Sicherungspflicht nicht soweit, Kunden jegliches Risiko abnehmen bzw. davor warnen zu müssen. Das Landgericht München betont, dass jeder Kunde nach wie vor selbst dafür sorgen muss, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine erkennbare Gefahr abzuwenden.

Hatten Sie in Ihrer GmbH vielleicht schonmal einen ähnlichen Fall wie den im Urteil? Der würde mich interessieren. Schreiben Sie mir: sj@vnr.de

 
 

 

 

Herzlichst, Ihr

 

 

Sebastian Jördens<br/>Chefredakteur

 

<hr/>

 
 
 
 

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