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"Wer die Hölle fürchtet, kennt das Büro nicht" – Kündigung wegen Roman?

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Beleidigende, ausländerfeindliche und sexistische Äußerungen über Kollegen und Vorgesetzte sind zulässig

 

 

Das rechtfertigt doch eine fristlose Kündigung! Mit einem, der solche Äußerungen von sich gibt, kann man doch nicht zusammenarbeiten! Unter normalen Umständen tatsächlich nicht. Vieles spricht tatsächlich für eine außerordentliche Kündigung. Aber: In dem Fall, den das Arbeitsgericht Herford solche Aussagen zu werten hatte, ging es um einen Roman. Genauer gesagt um einen Roman über den Büroalltag.

Klischees über Fatma und den Chef

"Wer die Hölle fürchtet, kennt das Büro nicht", ist der Titel des Romans, den ein Mitarbeiter eines Unternehmens aus der Möbelbranche geschrieben hatte. Ein Ich-Erzähler lästert darin unter anderem über die Kollegin "Fatma", die so manches Klischee über Türken erfülle. So stehe ihr Intellekt genau diametral zu ihrer Körbchengröße. Der Junior-Chef wird als Feigling beschrieben, der nicht "die Eier" habe, anderen persönlich gegenüberzutreten.

Äußerungen sind von der Kunstfreiheit gedeckt

Nachdem der Autor das Buch Kollegen im Unternehmen zum Kauf angeboten hatte, wurde ihm gekündigt. Die Unternehmensführung hielt den Betriebsfrieden für erheblich gestört. Es gebe deutliche Parallelen zwischen den Personen im Buch und Mitarbeitern des Unternehmens. Das sahen sowohl der gekündigte Mitarbeiter als auch die Arbeitsgerichte anders. Die Darstellungen in dem Roman fielen unter die Kunstfreiheit. Als persönliche Beleidigungen könnten die Darstellungen nur gewertet werden, wenn wirklich alle Eigenschaften einer Romanfigur einem tatsächlichen Vorbild entsprächen (LArbG Hamm, 15.7.2011, Az: 13 Sa 436/11).

 

 

Berücksichtigen Sie die Begleitumstände für eine Kündigung

Beschimpft ein Mitarbeiter Sie, Kunden oder Kollegen z.B. als „Arschloch“, „Idiot“, „Hurensohn“ oder mit ähnlich derben Begriffen, kann das eine verhaltensbedingte außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Aber: Dabei müssen Sie die Verhältnismäßigkeit wahren. Ist der Mitarbeiter zuvor jahrelang ohne Fehl und Tadel in Ihrer GmbH tätig gewesen, muss ihm das zugute gehalten werden. Auch ein allgemein rauher Umgangston schwächt die Schwere der Beleidigung ab.

Sicherheitshalber sollten Sie Mitarbeiter vor einer verhaltensbedingten Kündigung abmahnen, bevor Sie eine fristlose Kündigung erwägen. Wird ein Mitarbeiter dagegen regelmäßig ausfallend, ist die fristlose Kündigung der richtige Schritt.

 

 

Herzlichst Ihr

 

Sebastian Jördens
Chefredakteur

 


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