So stimmen Sie Einkauf, Produktion und Logistik sinnvoll aufeinander ab und steuern die Bereiche erfolgreich

In vielen Unternehmen wird es genau an dieser Stelle noch einmal so richtig spannend: Nämlich dann, wenn alle theoretischen Planungen, Strategien und Überlegungen endlich in die Tat umgesetzt werden. Dann, wenn die Bereich Einkauf, Produktion und Logistik ins Geschehen eingreifen.

Wo Einkauf, Produktion und Logistik in die Praxis starten

Hier zeigt sich, ob und wie die theoretischen Überlegungen, bspw. aus Forschung und Entwicklung auch im praktischen Unternehmensalltag Einzug finden können oder an welchen Stellen noch Anpassungsbedarf besteht. So treten nicht selten erst beim Aufsetzen der Massenproduktion neue – bisher in der Dummyerstellung noch nicht berücksichtigte – Problemstellungen auf.

Ist das Unternehmensziel grundsätzlich in allen Abteilungen bekannt und findet es auch in den jeweilig abgeleiteten Bereichs- oder Abteilungszielen seine Berücksichtigung, so treten trotzdem regelmäßig Zielkonflikte zwischen Einkauf, Produktion und Logistik auf.

Wie Einkauf, Produktion und Logistik es allen recht machen müssen

Die auch von der Geschäftsführung und Einkaufsleitung vorgegebenen Ziele sind u. a. der Aufbau und die Gestaltung von langfristigen und stabilen Lieferantenbeziehungen, die Erhöhung des Einsatzes von standardisierten Bauteilen, um durch höhere Bestellmengen wiederum bessere Einkaufskonditionen zu generieren. Die Verbesserungen der Einkaufskonditionen stehen meist als übergeordnetes Ziel des Einkaufs fest. Und damit auch als Diskussionspunkt zwischen Produktion und Einkauf.

Das Hauptziel der Produktion ist die Gewährleistung einer pünktlichen und qualitativ einwandfreien Herstellung der jeweiligen Produkte unter möglichst optimaler Auslastung von Personal und Produktionsmitteln.

Konflikte sind vorprogrammiert

Und hier wird deutlich: Die Ziele können, müssen aber nicht zwingend in Harmonie erreicht werden. Denn der Lieferant mit den besten Preisen stellt nicht grundsätzlich die für die vorhandenen Maschinen geeignetsten Vorprodukte her oder auch nicht immer die qualitativ hochwertigsten.

Nimmt man in die Prozessbetrachtung auch die Logistik auf, so werden hier wieder neue Ziele, die denen von Einkauf und Produktion möglicherweise entgegenlaufen, offensichtlich. Logistisch ist es von großem Vorteil, wenn grundsätzlich mit einer gleichmäßig und gut zu prognostizierenden Menge zu verteilender Produkte geplant werden kann. Oder wenn durch geringe Lagerbestände möglichst geringe Lagerhaltungskosten entstehen. Nur ein Beispiel, bei dem eine abteilungsübergreifende Abwägung der Interessen von Einkauf, Produktion und Logistik stattfinden muss. Denn Einkauf und Produktion können mit hohen Lagermengen wiederum Einkaufspreise senken und Fehlmengenkosten verhindern und Lieferbereitschaft erhöhen.

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