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Nutzen Sie kurze Zahlungsziele als Druckmittel – für Preisnachlässe

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Preisnachlass
Urheber: vege | Fotolia

Von Jens Holtmann,

Für Ihr Einkaufsbudget bedeuten kurze Zahlungsziele zwar eine Mehrbelastung, aber nur auf den ersten Blick. Denn strategisch richtig eingesetzt, können Sie mit ihnen Preisabschläge bei Ihren Lieferanten durchsetzen, und zwar auf Dauer!

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die folgenden 2 Bedingungen erfüllt sein:

  1. Ihre Finanzabteilung, die bislang für die Einkaufsfinanzierung zuständig war, muss Kompetenzen an Sie abtreten.
  2. Ihr Unternehmen muss über ausreichend Liquidität verfügen.

Ausreichende Liquidität ist der Dreh- und Angelpunkt der neuen Einkaufsstrategie

Bei Licht betrachtet ist die Beziehung Lieferant–Einkauf ja ziemlich paradox. Auf der einen Seite verfügt das beschaffende Unternehmen über ausreichend Kapital, für das es im Einkaufsfall so gut wie keine Zinsen erhält, und auf der anderen Seite müssen sich Lieferanten mit hohen Finanzierungskosten herumplagen.

Je länger die vereinbarten Zahlungsziele dann sind, umso höher fallen auch die Kosten dieser Vorfinanzierung aus. Eine Spirale, die sich zum Nachteil beider Seiten dreht. Denn die Kosten gehen in die Kalkulationen der Lieferanten ein – und in ihre Verkaufspreise.

Kurze Zahlungsziele mindern zwar die Kosten der Vorfinanzierung ganz erheblich, werden in der Praxis für den Einkauf aber nur mit einmaligen Rabatten belohnt.

Auch Skonti haben nur eine geringe Sparwirkung, da sie von den Lieferanten meist im Voraus in ihre Kalkulationen eingepreist werden. Außerdem werden Skonti im Allgemeinen eher als Strafaufschlag für eine zu späte Zahlung verstanden denn als Anreiz, Kosten zu sparen.

IT-gestützte Marktplätze fürs Working Capital erhöhen Ihre Rendite


Verkürzt gesagt investieren Sie als einkaufendes Unternehmen via Online-Marktplatz freies Kapital in Ihre Lieferanten, und zwar durch die vorzeitige Zahlung bestätigter Rechnungen. Die so unterstützten Lieferanten bieten im Gegenzug Rabattierungen für die bei ihnen eingekauften Waren oder Dienstleistungen an. Und das alles auf direktem Weg, unter Umgehung von Banken und Kreditkosten.

So funktioniert ein solcher Marktplatz:


  • Alle Zahlungsbedingungen bleiben bestehen, ebenso die regulären Rechnungs-, Buchungs- und Lieferabläufe (Wareneingang, Qualitätskontrolle usw.).

  • Gebrauch und Nutzung der Plattform sind dem bekannten Onlinebanking vergleichbar, das erfordert also wenig Aufwand und IT-Kenntnisse.
  • Der Einkauf prüft in regelmäßigen Abständen (z. B. im Wochenrhythmus), über wie viel freie Liquidität das eigene Unternehmen verfügt und wie viel davon zur vorzeitigen Zahlung von Lieferantenrechnungen zur Verfügung steht.
  • Die Ergebnisse werden allen infrage kommenden Lieferanten auf dem Online-Marktplatz angezeigt.
  • Die Lieferanten entscheiden, welche Rechnungen sie vorzeitig bezahlt bekommen wollen, und bieten für diese Zahlungen Rabatte an.
  • Das DV-System berechnet aus diesen Geboten und dem zur Verfügung stehenden Kapital, welche Lieferanten ihre Rechnungen vorzeitig ausgezahlt bekommen.
  • Nach erfolgter Auswahl werden die Zahlbeträge unter Abzug der Rabatte direkt an die Lieferanten überwiesen.

Praxis-Tipp: Die Hamburger cflox GmbH ist eines der deutschen Pionierunternehmen in Sachen Online-Marktplatz für das Working Capital. Die Benutzung der Plattform ist kostenfrei. Mehr erfahren Sie unter: www.cflox.com.

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Working-Capital-Marktplätze funktionieren weltweit


Nach Aussage der Hamburger cflox GmbH interessieren sich besonders Lieferanten aus Süd- und Osteuropa für diese neuen Bezahlmodelle. Der Grund: In der Regel sind deren Finanzdecken dünn, und die dortigen Banken vergeben Kredite ebenso regelmäßig zu hohen Auflagen und Zinsen.

Aber auch hiesige Zulieferer profitieren von den Vorteilen dieser Marktplätze. Einerseits müssen sie sich nicht an Banken und Kreditverträge binden, andererseits erhalten sie schnell und problemlos Zugang zum Kapital ihrer Geschäftspartner.

Bitte beachten Sie: Allerdings sind Optionen für vorzeitige Zahlungen nicht für alle Lieferanten attraktiv – weil sie beispielsweise selbst über entsprechende Kapitalreserven verfügen.

Natürlich profitiert auch die Beschaffung von Working-Capital-Marktplätzen. Sie senken nicht nur Ihre Einkaufskosten: Da alle Rabatte freiwillig gezahlt werden (die Lieferanten haben dafür ja Gebote abgegeben), verbessern und vertiefen Sie so auch Ihre Geschäftsbeziehungen.

http://www.cflox.com

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