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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Indien: Ein Tiger hat Hunger

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Von DGx,

Indiens schnell wachsende Wirtschaft verlangt nach immer mehr Rohstoffen Selbst im Krisenjahr 2009 glänzte das indische Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit atemberaubenden Wachstumssprüngen von 6 auf 9 %!

Robuster hat sich kaum ein Land in der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gehalten als die Bundesrepublik mit ihren 28 Bundesstaaten (2009: 1,17 Mrd. Einwohner, BIP: 3,29 Bio. $). Damit nicht genug: Bei einer Auslandsverschuldung von nur 19 % des BIP stellen alle Banken dem Subkontinent beste Bonitätszeugnisse aus.

Rohstoffe in Überfluss

Ob Eisenerze, Kohle, Bauxit, Chrom, Kupfer, Öl oder Erdgas, auf dem Subkontinent gibt es kaum einen Rohstoff, der nicht reichlich vorhanden wäre. Allein beim Steinkohleabbau (320 Mio. t pro Jahr) belegt Indien Platz 3 im globalen Ranking.
Bei der Eisenerzgewinnung ist es Platz 4 (123 Mio. t) und bei Bauxit Platz 5 (15 Mio. t). Dennoch reichen die Mengen nicht aus, um Rohstoffhunger und -nachfrage der indischen Einkäufer zu befriedigen. Steinkohle, Kupfer, Gas und Erdöl müssen sie im Ausland dazukaufen.
Der IT-Stern leuchtet hell
Aber nicht nur mit Rohstoffen ist Indien reich gesegnet. Jenes verunglückte Kinder-statt-Inder-Statement eines deutschen Politikers machte einst allen klar: Indien ist eine IT-Hochburg mit viel Hightech-Know-how und noch mehr jungen Talenten. Und in der Tat erbrachten IT-Dienstleistungen schon 2004 rund 43 % des BIP.
Weitere 9 % kamen durch Ingenieurleistungen und durch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten hinzu. Ein gigantischer Wissens- Pool, wie es ihn kaum ein zweites Mal auf Erden gibt. Kein Wunder, dass die IT-Branche zu einem wichtigen Träger des wirtschaftlichen Aufschwungs geworden ist.
Vor allem der Software-Bereich hat sich in Indien zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt. Fast alle großen Städte verfügen inzwischen über so genannte Software-Parks.
Die Schwergewichte Pharma und Chemie
Die Branche mit ihren 6.600 Chemieund rund 300 Pharmaunternehmen zählt zu den wachstumsstärksten Sektoren der indischen Wirtschaft. Im vorigen Jahr belief sich der Jahresumsatz auf rund 47 Mrd. €.
Je nach Sparte legte die Produktion zwischen 2 und 14 % zu. Vor allem im Westen des Landes in den Bundesstaaten Gujarat und Maharashtra haben sich viele Unternehmen niedergelassen. Gegenwärtig werden in diesen Regionen knapp 70 % aller chemischen und pharmazeutischen Erzeugnisse produziert.
Beachten Sie: Zu einem neuen Wachstumszweig entwickelt sich auch die Biotechnologie. Motor der Entwicklung ist hier das Biotechnologiezentrum Genome Valley (www.genomevalley.in/ default.htm).
Die neue Automacht
Spätestens seit Übernahme der britischen Nobelmarke Jaguar durch Tata Motors weiß alle Welt: Indiens Autobauer sind nicht nur für Überraschungen gut, sie haben auch ein Gespür für den Nerv der Zeit. Statt straßenraumund spritfressender Dickschiffe produzieren die beiden Branchenriesen Maruti Udyog (Pkw, MUV, MPV, www.marutiudyog.com) und Tata Motors (Pkw, Lkw, MUV, www.tata motors.com) Benzin und Ressourcen sparende Billigautos vom Schlage Tata Nano.
Mit diesen Entwicklungen schaffen sich die Inder einen Know-how-Vorsprung, den die europäische und vor allem die nordamerikanische Konkurrenz so schnell nicht aufholen dürften.
Traditioneller Maschinenbau
In Indien gibt es kaum einen Maschinentyp, der nicht hergestellt wird, angefangen beim Industrieroboter über Bau- und Textilmaschinen bis hin zum Schwermaschinenbau. Die mit Abstand größte Sparte bilden allerdings die Werkzeugmaschinen, die von ca. 450 Unternehmen produziert werden.
Sie sind im ganzen Land zu finden, mit Schwerpunkten in Bangalore, Mumbai und Pune. Trotz Wirtschaftskrise wurden im vergangenen Jahr rund 8 % mehr Werkzeugmaschinen hergestellt. Eine forcierte Deregulierungspolitik der indischen Zentralregierung dürfte den Motor weiter kräftig brummen lassen.

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