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Diese 6 Logistik-Trends sollten Sie im Auge behalten

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Industrie 4.0
Urheber: Coloures-Pic | Fotolia

Von Dr. Matthias Pfeffer,

Es tut sich was, auch in der Logistik. Ein kurzer Trendüberblick zeigt Ihnen, in welchen Gebieten Sie sich umschauen sollten und was Sie bei anstehenden Investitionen schon heute berücksichtigen müssen, damit Sie von der Zukunft nicht abgehängt werden.

Die Intralogistik erfährt insbesondere im Rahmen der Digitalisierung durch Industrie 4.0 in den kommenden Jahren eine deutliche Veränderung. Stellen Sie sich auf die Trends ein und wägen Sie schon frühzeitig ab, ob es Ihnen in Ihrer Produktion Vorteile bringt oder was Ihr Kunde davon in Ihrer Produktion verlangt.

Autonome fahrerlose Transportsysteme

Fahrerlose Transportsysteme (FTS) sind gar nicht so neu. Jedoch waren sie bislang an feste Routen gebunden und konnten nur kurze Strecken überwinden. Die neue Generation hat leistungsfähigere Akkus und eine Vielzahl von Sensoren. Sie bewegen sich frei auf den Wegen und können dabei ganze Regale oder auch schwere fertige Produkte wie Autos transportieren und so auch kommissionieren.

Produktion während des Transports

Transport ist nicht wertschöpfend – stimmt in Zukunft nicht mehr. Wenn ein mobiler Roboter während des Transports an dem Produkt weiterarbeitet, wird die Logistik wertschöpfend. So kann ein Roboter beispielsweise leichte Montagetätigkeiten übernehmen. Und auch wenn es nicht gleich richtig wertschöpfend sein muss, können Qualitätsprüfungen oder Kommissionierungen bereits während des Transports erfolgen.

Datenbrille und Smart Devices

Sind es heute noch herstellerspezifische mobile Geräte, so werden in Zukunft Datenbrillen und Smart Devices wie Uhren den Logistiker führen. Er bekommt kurze Informationen auf das Handgelenk und kann dann in der Brille die ortsabhängigen Einblendungen zu den Produkten für die Arbeit nutzen und sich vom System führen lassen. Zur Motivationssteigerung soll der Mensch nicht zu einem geführten, flexiblen Roboter verkommen, sondern seine Arbeit soll mehr einem Computerspiel gleichen (Gamification-Ansätze). Die Erprobungen in Lernwerkstätten laufen bereits.

3-D-Druck und Losgröße 1

Was haben additive Fertigungsverfahren mit der Logistik zu tun? Wenn durch 3-D-Druck komplexe Bauteile direkt in einem Arbeitsgang entstehen, sinkt der Anteil an Bauteilen, die transportiert werden müssen. Zusätzlich steigt die Flexibilität der Maschinen hinsichtlich des Teilespektrums. Gleichzeitig führt der 3-D-Druck zu sinkenden Losgrößen und einer Beherrschung der steigenden Teilevarianz.

Für die Logistik bedeutet dies, deutlich kleinere Transportlosgrößen und damit deutlich mehr Varianten pro Zeitintervall bereitstellen zu können. Die Logistik muss sich auf variable Routen und Zielorte einstellen, da der Prozessfluss sich ad hoc verändert. Der Mitarbeiter muss zukünftig schneller mehr Informationen verarbeiten und in die logistischen Abläufe mit einbinden.

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Nachhaltige Logistik

Natürlich macht die Nachhaltigkeit nicht halt vor der Logistik. Der Trend bewegt sich verstärkt hin zu Mehrwegverpackungen, die bis zum Kunden reichen und damit auch zusätzliche Rückholprozesse benötigen. Wenn Mehrweg nicht einsetzbar ist, werden Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen die Kunststoffverpackungen verdrängen. Zudem macht die Elektrifizierung nicht halt vor der Logistik. Gabelstapler werden zukünftig noch häufiger mit Elektromotoren fahren. Hier müssen Sie an eine entsprechende Ladeinfrastruktur denken, die auch Schnellladen ermöglicht. So kann das Arbeitsgerät während der Mittagspause wieder voll aufgeladen werden.

Exoskelette

Es sieht sehr nach Science-Fiction aus, befindet sich aber bereits in der Erprobung in Pilotbereichen: das Exoskelett. Dabei „zieht“ der Mitarbeiter ein Gestell aus Sensoren, Zylindern und Motoren an. Das Exoskelett unterstützt die Muskelbewegung durch entsprechende Antriebe und ermöglicht dadurch das quasi kraftlose Anheben von Gewichten im Bereich bis 15 kg. Gleichzeitig wird durch die Fixierung des Körpers Haltungsschäden vorgebeugt.

RFID-Technik

RFID (Radio Frequency Identification)-Technik erlaubt die schnelle und fehlerfreie Identifikation von Teilen und Produkten. Dabei erreichen Lesegeräte Reichweiten von bis zu 8 m. Lesefehler von Papieretiketten gehören der Vergangenheit an. Sie können die Teile schneller und besser verfolgen. Suchzeiten werden reduziert, Fehler vermieden und bei Qualitätsproblemen können Sie schnell den Weg der Teile zurückverfolgen.

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