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Warum und Wie Ihr Unternehmen in Nichtraucherschutz investieren sollte

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Zigarette
Urheber: 5second | Fotolia

Von Britta Schwalm,

In vielen Unternehmen wird nach wie vor fleißig geraucht. Das ist bedauerlich. Zigarettenkonsum von Mitarbeitern hat für alle Beteiligten nur Nachteile: Raucher legen häufiger Pausen ein und werden schneller krank, die größere Zahl der nicht rauchenden Kollegen fühlt sich vom Rauch bzw. vom Geruch nach altem Qualm belästigt und findet es ungerecht, dass Raucher öfter an ihrem Arbeitsplatz fehlen.

Den größten Nachteil haben aber die Raucher selbst, denn sie nehmen große gesundheitliche Risiken und hohe finanzielle Einbußen in Kauf. Nichtraucher sind wesentlich gesünder, leistungsfähiger und zufriedener. Um hier etwas zu erreichen, sind unternehmensweite Verbote sinnvoll, aber nicht der einzige Weg. Ihr Unternehmen kann rauchenden Mitarbeitern im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsleistungen viel Unterstützung zukommen lassen. Entsprechende Leistungen im Rahmen der 500-€-Grenze bleiben lohnsteuer- und beitragsfrei.

Erste wichtige Maßnahme gegen den Zigarettenkonsum ist ein unternehmensweites Rauchverbot. Dieses dient in erster Linie dem Nichtraucherschutz, zu dem Ihr Unternehmen sogar verpflichtet ist. Ein allgemeines Rauchverbot lässt sich schnell umsetzen, ist kostengünstig zu realisieren und hat auf den betrieblichen Arbeitsablauf nur geringe Auswirkungen.

Zudem ist es von allen Schutzmaßnahmen am effektivsten, denn hierdurch ist der Kontakt der nicht rauchenden Mitarbeiter mit tabakrauchhaltiger Luft in vollem Umfang ausgeschlossen. Möglich ist die Umsetzung allein durch das Weisungsrecht des Arbeitgebers.

Achtung! Sind Nichtraucher in Ihrem Unternehmen nicht ausreichend geschützt, haben sie ein Beschwerderecht. Dieses Recht resultiert in Betrieben ohne Betriebsrat aus dem Arbeitsvertrag, ansonsten aus dem Betriebsverfassungsgesetz (§ 84 BetrVG). Zuständige Beschwerdestelle ist der unmittelbare Vorgesetzte. Im Falle eines unzureichenden Nichtraucherschutzes hat der Arbeitnehmer außerdem das Recht, seine Arbeitsleistung zu verweigern (§ 273 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)), wenn er den Nichtraucherschutz zuvor erfolglos angemahnt hat.

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Bei einem generellen Rauchverbot im gesamten Unternehmen sind Raucher gezwungen, für jede Zigarette vor die Tür zu gehen. Zwar darf ein Rauchverbot keinesfalls als Schikane von Rauchern dienen, hat aber auch auf diese einen positiven Effekt.

Die Beschäftigten können nicht beliebig oft mal schnell ihren Arbeitsplatz verlassen, um"eine zu rauchen". Gelegenheitsraucher werden dadurch möglicherweise gar nicht erst zu abhängigen Rauchern.

Schritte, die Ihr Unternehmen für die rauchenden Mitarbeiter ergreifen kann

Der effektive Schutz von Nichtrauchern ist ein wichtiger Schritt für die betriebliche Gesundheit.

Er dient möglicherweise auch dazu, dass die eine oder andere Zigarette weniger geraucht wird - weil das Rauchen einfach mühsamer geworden ist.

Um den Rauchern zum Nichtrauchen zu verhelfen, bieten sich zahlreiche Seminare an, die speziell auf die Raucherentwöhnung in Betrieben zugeschnitten sind.

Ihr Unternehmen kann

  • die Beschäftigten auf Kurse außerhalb des Betriebs und der Arbeitszeiten schicken oder
  • sich einen Trainer ins Haus holen.

All diese Maßnahmen sind im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung komplett lohnsteuer- und abgabenfrei. Voraussetzung ist wiederum, dass Sie auf die Einhaltung der 500-€-Grenze achten. Wird die überschritten, können Sie das aber durch entsprechende Zuzahlungen der Beschäftigten ausgleichen lassen.

Tipp: Wenn die Maßnahmen mit den Beteiligten gemeinsam beraten und festgelegt werden, fühlen sich insbesondere die Raucher nicht so sehr bevormundet. Gehen Sie davon aus, dass die meisten von ihnen selbst sehr daran interessiert sind, von ihrer Sucht loszukommen. Mitarbeiter sollten über alle wesentlichen Schritte, etwa

  • Befragungsergebnisse,

  • neue Regelungen zum Rauchen,

  • Angebote zur Tabakentwöhnung,

informiert und in Entscheidungsprozesse weitestgehend einbezogen werden.

Wann Aufklärung wichtig ist

Haben Sie den Eindruck, dass das Bewusstsein für die Gefahren des Rauchens in Ihrem Unternehmen noch nicht ausreichend geschärft ist, bietet sich ein Informationstag ein. Dieser sollte beispielsweise von einem Arzt durchgeführt werden, während der Arbeitszeit stattfinden und für alle verpflichtend sein (auch als Prävention).

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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