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Genial günstig oder gruselig? So funktioniert der Logo-Einkauf im Web

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Von DGx,

Heute im Test: Die Website crowdSPRING

Wir Deutschen sind ja mal wieder skeptisch. Gutes Design zu Billigpreisen im Internet einkaufen? Funktioniert das wirklich? Viele Unternehmer bezweifeln das. Grafik-Designer behaupten, zu Billigpreisen von etwa 250 US-$ für ein Logo kann man unmöglich gute Qualität bekommen. Stimmt das? Wir wollten das genauer wissen und haben die größte Designer-Plattform getestet.
Die Website crowdSPRING hält mittlerweile fast 60.000 Designer aus 170 Ländern der Welt bereit. Ein Logo beauftragt man bei crowdSPRING so: Man beschreibt seine Anforderungen und setzt einen Preis fest, den man für das Logo zahlen möchte. Binnen 7 Tagen erhält man dann Vorschläge und Entwürfe des neuen Logos.
Im Schnitt, so die Betreiber der Website, gehen für ein Projekt rund 100 verschiedene Entwürfe ein. Gezahlt wird nur für das Logo, das man letztendlich auswählt. Die anderen Designer gehen leer aus.
Und so funktioniert es
crowdSPRING macht es einem bei der Anmeldung wirklich leicht. Der rote Button „Post a Project“ ist kaum zu übersehen. Klickt man auf ihn, tauchen auf der nächsten Seite einige Standardprojekte mit Preisgeldvorschlägen auf. Wir haben in unserem Fall das Projekt „Logo“ angeklickt.
Um das Projekt auszuschreiben, muss man zunächst einige Informationen an crowdSPRING übermitteln. Es fängt an mit dem Namen des Projekts. Bereits hier sollte man sich eine treffende Überschrift überlegen, am besten auch eine Branchenangabe hinzufügen.
Das Preisgeld
Das vorgeschlagene Minimum für ein Logo-Projekt beträgt 200 US-$. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Dabei gilt: Je höher der ausgelobte Preis, desto mehr Designvorschläge wird man erhalten. Allerdings bekommt auch ein Projekt mit niedrigerem Preisgeld eine große Auswahl an Vorschlägen. Wer möchte, kann auch Preise für Zweit- oder Drittplatzierte im Wettbewerb ausloben.
Die Projektdauer
Dann wählt man das Enddatum für das Projekt. Aus unserer Erfahrung wissen wir: 7 Tage sind völlig ausreichend.
Diskretion
Man kann nun entscheiden, ob die Projektinformationen auch durch Suchmaschinen auffindbar sein sollen oder nicht. Wer Diskretion braucht, versteckt sein Projekt vor den Suchmaschinen. Die Projektinformationen und Anforderungen werden dann nur auf der Website von crowdSPRING zu sehen sein. Will man aber besonders viele Vorschläge, dann wäre mehr Öffentlichkeit sicher hilfreich.
Im Übrigen kostet die Option für Diskretion einen Zuschlag von 25 US-$. Weitere 25 US-$ werden fällig, wenn crowdSPRING auf seiner Website das Projekt hervorgehoben markiert. Auch das hilft, mehr Designer auf das Projekt aufmerksam zu machen und in der Folge mehr Vorschläge zu erhalten.
Entscheidend: Das Kreativ-Briefing
Die Frage, ob man für sein Projekt passende Logo-Vorschläge erhält, ist natürlich von den eigenen Anforderungen abhängig. In diesem Bereich können Sie diese genau beschreiben. Je genauer und sorgfältiger Sie dabei vorgehen, desto wahrscheinlicher wird es, dass Designer das für Sie Passende entwickeln können. Das Kreativ-Briefing enthält die folgenden Passagen:

  • Wer sind Sie?
  • Was brauchen Sie?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
  • Welche Logos gefallen Ihnen? (Hier können Sie Beispiele hochladen.)
  • Was sind zwingende Voraussetzungen für das neue Logo?
  • Welche Materialien möchten Sie zur Information hochladen? (Hier könnten Sie etwa Ihre Corporate-Design-Vorschriften hochladen oder Beispiele von Werbemitteln zeigen, zu denen das Logo passen soll.)

Der Vertrag
Im letzten Schritt wählen Sie dann den Vertrag. Entweder Sie nutzen den Standardvertrag von crowdSPRING oder Sie laden einen eigenen Vertragsentwurf hoch.
Registrierung
Nachdem Sie Ihr Projekt beschrieben haben, müssen Sie Ihre Nutzerdaten und Passwörter anlegen. Wenn alles richtig ist, legen Sie auch die Zahlungsweise fest. Zu dem Preisgeld kommen nun die Plattformgebühren. Sie setzen sich zusammen aus der Einstellgebühr (39 US-$) sowie einer Provision für die Plattform in Höhe von 15 % des Preisgeldes.
Beide Gebühren werden zu dem Preisgeld addiert. In unserem Fall haben wir 250 US-$ Preisgeld ausgeschrieben und kamen auf eine Gesamtsumme von 326,50 US-$. Der Wettbewerb ist eröffnet. Sobald Ihr Projekt gepostet ist, heißt es erst mal abwarten. Und das ist ganz wörtlich zu verstehen. Denn auch bei einer Projektlaufzeit von 7 Tagen passiert in den ersten beiden Tagen erst mal gar nichts.
Kein Grund zur Aufregung, meinen die crowdSPRING-Macher. Auch in unserem Fall ließ sich der erste Entwurf erst am dritten Tag blicken. Um es vorwegzunehmen: Es war noch nicht der beste. Die größte Zahl an Einreichungen erhielten wir dann in den letzten beiden Tagen vor Projektende. Insgesamt hatten 30 Designer 57 Logo-Vorschläge eingesandt.
Rückmeldungen geben
Sie können jedes der eingereichten Logos kommentieren und dem Designer Hinweise geben, die ihm helfen, seinen Entwurf zu verbessern oder Ihre Vorstellungen genauer kennenzulernen. Unsere Erfahrung ist die: Die Rückmeldungen kommen bei den Designern gut an. Ein Projekt, bei dem der Auftraggeber diese Rückmeldungen nicht gibt, erhält weniger Vorschläge.
Dabei mussten wir leider auch erfahren: Nach Kritik werden Entwürfe vom Designer auch wieder zurückgezogen. Außerdem können Sie jeden Entwurf mit einer Wertung von 1 bis 5 Sternen versehen. Entwürfe, die uns überhaupt nicht gefielen, erhielten von uns 2-Sterne-Wertungen. Unsere Favoriten kennzeichneten wir mit 4 Sternen. Die 5-Sterne-Wertung wollten wir uns für den Sieger vorbehalten.
Projektende
Nach Ende des Projekts haben Sie noch 7 Tage Zeit, einen Gewinner zu küren. Sie klicken dazu einfach auf die rote „pick me“-Flagge. Daraufhin wird der Sieger von crowdSPRING informiert und gebeten, Ihnen ein Proof des Logos zur Freigabe zu schicken. Sobald Sie das erhalten, geben Sie Ihre Änderungswünsche durch.
Die Zahl der möglichen Änderungen ist nicht begrenzt. Erst wenn Sie zufrieden sind, drücken Sie auf den grünen Freigabeknopf und der Grafiker sendet Ihnen das Logo in den Dateiformaten, die Sie gewünscht haben. Am Ende können Sie sowohl die Arbeit des Designers bewerten als auch eine Bewertung als Projektauftraggeber erhalten.
Nicht zufrieden? Geld zurück!
crowdSPRING gibt Ihnen eine 100 %- Zufriedenheitsgarantie. Sie sind auch nicht verpflichtet, eines der Logos zu wählen. Dann wird das Preisgeld zurückerstattet. Die Einstellgebühren werden allerdings einbehalten.
Das Ende
57 Logos in 7 Tagen und das zu einem Preis von nicht einmal 300 e? Wir waren mit dem Ergebnis hochzufrieden. Am Schluss fiel es uns schwer, aus etwa einem halben Dutzend guter Entwürfe den besten zu wählen. Das Handling der Website fanden wir sehr komfortabel und einfach. Es macht auch Spaß, die Vielzahl der eingereichten Entwürfe durchzugehen.
Fazit: crowdSPRING funktioniert! Es ist wohl die einzige Möglichkeit, für so wenig Geld eine solche Vielfalt an Ideen geliefert zu bekommen. Wer sich mit der Auswahl allerdings schwertut, für den dürfte es nicht das Richtige sein. Bei der Auswahl des richtigen Logos ist man ganz auf seine eigenen Fachkenntnisse angewiesen.
Eine Beratung wie beim Grafik-Designer vor Ort gibt es nicht. Wer gerne zielgerichtet an wenigen Entwürfen arbeitet, der sollte lieber mit einer Agentur oder einem Grafik-Designbüro in seiner Nähe zusammenarbeiten.

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