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Produktion in Hochlohnländern lohnt sich

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in den USA ist man stets etwas euphorischer als bei uns. Hier wird bereits von der „Rückkehr der Industrie“ geschwärmt. Hinter dieser Entwicklung steht ein ernsthafter Trend: Es ist keineswegs so, dass in Zukunft jede industrielle Fertigung in Hochlohnländern in Frage steht.

Im Gegenteil – es ist mit vielen Vorteilen verbunden, Produktionsstandorte in Deutschland zu belassen oder sogar neu aufzubauen:

1. Produzieren Sie vernetzt über mehrere Standorte verteilt.

An keinem Ort der Welt gibt es alles an Fähigkeiten und Ressourcen. Deshalb werden Aufgaben in der Fertigung bündelweise so verteilt, dass sie jeweils am besten dafür geeigneten Ort erledigt werden können – also z. B. Designaufgaben in Kalifornien, komplexe, prozessbasierte Produktion mit spezialisierten Zulieferern in Baden-Württemberg und Herstellung von B- und CTeilen in Malaysia.

2. Sorgen Sie für schnelle Umsetzung technologischer Innovationen.

Wer technischen Fortschritt schnell in Wettbewerbsvorteile umsetzen will, sollte auf kurze Realisierungszeiten setzen: Heute eine Idee, morgen planen, übermorgen umsetzen. Am besten geeignet für dieses Vorgehen ist die eigene Fertigung nahe dem Hauptsitz.

Weit entfernt liegende Outsourcing-Partner oder Töchter in fremden Kulturräumen dagegen bremsen die schnelle Umsetzung: Kommunikation ist schwierig, Ware befindet sich lange auf dem Seeweg und kann im Zoll aufgehalten werden. Das schwächt die Vorteile der Billiglohn-Standorte.

3. Nutzen Sie die Vorteile der industriellen Pluralität

(Es muss nicht immer China sein!). Für viele industrielle Aufgaben gibt es heute weltweit diverse Standorte, die in Frage kommen. Schwellenländer und neue Industrieländer haben in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Titus International etwa, IKEAs Zulieferer für Beschläge, hat Design und Zentrale in der Nähe von London angesiedelt.

Die eigene Fertigung befindet sich im aufstrebenden Slowenien, das gute Infrastruktur, gutes Bildungsniveau, geringe Distanz zur Zentrale und tragbare Lohnkosten bietet.

4. Bieten Sie Ihren Kunden individuell gefertigte Produkte an.

Ein Trend nicht nur bei Produkten der Großtechnik wie Kraftwerken, Autos oder Schiffen: Aufträge werden gemäß Spezifikationen des Kunden erstellt, Losgrößen schrumpfen dadurch, nicht selten bis hin zu einstelligen Werten. Das aber verlangt Fertigung nahe am Kunden, um Transaktionszeiten und Lieferwege zu minimieren.

Beispiel: Essilor (Frankreich) ist der weltweit größte Hersteller von Brillengläsern. Von 300 Mio. jährlich hergestellten Gläsern wurden 100 Mio. nach Kundenspezifikation produziert.

5. Nutzen Sie die Chancen als Nischen-Zulieferer.

Im Sog großer industrieller Komplexe (Beispiel: Automobilfabriken) gibt es einen hohen Bedarf an kleinen industriellen Zulieferern, die spezialisierte Aufgaben übernehmen, für die beim Giganten die Ressourcen oder das Wissen fehlen. Diese Zulieferer sind räumlich am besten in der Nähe ihrer Abnehmer anzusiedeln – auch im Hochlohnland.

Trendscanner Prognose: Das Modell Deutschland dient inzwischen weltweit als Vorbild. Es gibt keinen strategischen Grund, den Stammsitz im Hochlohnland zu de-industrialisieren. Die größten Vorteile aus dieser Denkweise haben in Zukunft jene Unternehmen, denen es gelingt, die spezifischen Vorteile einer Vielzahl von Standorten zu nutzen.

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