Gratis-Download

Wie wichtig das Beachten von Trends sind, spürt jedes Unternehmen. Erlernen Sie den richtigen Umgang mit Marketing-Trends und optimieren Sie Ihr...

Jetzt downloaden

Wo 2010 der Aufschwung stattfindet: Mobile Kommunikation

0 Beurteilungen

Von DGx,

Die Älteren unter uns können sich sicherlich noch an die Aufgeregtheiten um UMTS erinnern. Als Finanzminister Hans Eichel im Sommer 2000 die Mobilfunklizenzen für rund 50 Milliarden Euro versteigerte, schien das mobile Kommunikationsparadies zum Greifen nahe. Doch daraus wurde erst einmal nichts. Knapp 10 Jahre später ist die Technologie in kommerzieller Form verfügbar, aber jetzt reden wir über Social Media und Smartphones.

Mobile Devices beginnen sogar den Computer abzulösen. Ein Fußball-Denkmal wie Real Madrid verdient pro Jahr 4,5 Millionen Euro mit dem Handy- und Mobil-Geschäft, das entspricht 1 % des Gesamtbudgets. Erst kürzlich hat der königliche Verein seine gesamte Fan-Kommunikation auf mobile Geräte umgestellt (auch den E-Mail-Verkehr).
Schauen wir einmal genauer auf den Smartphone-Markt, um zu erkennen, wie globale Trendmärkte in den nächsten Jahren funktionieren werden. Die Daten, auf die wir uns beziehen, stammen vor allem aus den Forschungen des finnischen Telekommunikationsexperten Tomi Ahonen (www.tomiahonen. com).
Nokia: Die anderen stellen die nutzerfreundlichsten Geräte her und haben der Branche so etwas wie eine Aura verliehen (Apple) oder bedienen den globalen Markt der Business-Nutzer. Nokia dagegen verdient mit den Smartphones (und auch mit den anderen Geräten) bei Weitem das meiste Geld.
Nach wie vor ist Nokia auf dem Smartphone-Markt die unangefochtene Nummer 1 und verdient so viel wie Apple und RIM zusammen. Trotzdem wird Nokia in Schwierigkeiten kommen, nicht nur wegen Apple und der erstaunlich erfolgreichen Blackberrys, sondern auch wegen neuer Konkurrenten wie HTC oder Fujitsu.
Die Maßnahme bei Nokia: Der Krösus kann es sich leisten, an der Preisschraube zu drehen. Trotzdem funktioniert die Marke nach wie vor gerade auf einem wichtigen Jugendmarkt wie Großbritannien, auf dem Nokia ebenfalls die unangefochtene Nummer 1 ist.
Apple: Apple hat sich dort in Windeseile zu DEM Lifestyle-Standard entwickelt, wo es Exklusivverträge abschließen und mit relativ günstigen Preisen auftreten konnte, also in den USA (AT&T), aber auch in Deutschland (Telekom). Apple merkt aber auch, dass es, um weitere Marktanteile zu gewinnen, in diesem Jahr ein brillantes neues Mobilephone wird präsentieren müssen - und sich dann wohl auch von den Exklusiv-Verträgen mit Netzbetreibern verabschieden wird.
Auf absehbare Zeit bleibt das iPhone jedoch ein klassisches Gadget für Firstmover - und das auch nur auf ausgewählten Märkten. 43 % der jemals aktivierten iPhones wurden von dem amerikanischen Anbieter AT&T freigeschaltet. Die potenzielle Käufergruppe für das iPhone ist also - trotz des riesigen Medienhypes - äußerst beschränkt, weswegen der iPhone-Absatz in diesem Jahr höchstens moderat wachsen wird.
Hinter dem langweiligen Kürzel RIM (Research in Motion) verbirgt sich der kanadische Hersteller der Blackberrys. Ihr weltweiter Marktanteil bei den Smartphones beträgt 21 % (iPhone: 17 %). Das Blackberry war bislang vor allem das Firmen-Smartphone (75 % aller Firmen- Smartphones in den USA).
Seit ein paar Monaten avanciert es auch zum Kultgadget der Jungen: In Südamerika und in Indonesien liegt es mittlerweile auf Platz 1. Aber auch in einem Schlüsselmarkt wie UK wird es immer erfolgreicher. Das Blackberry sichert seine beherrschende Position durch den Erfolg im wenig neulustigen Firmenkundenmarkt ab. Aber die Tatsache, dass sich mit dem eigenen Instant Messenger Botschaften kostenlos verschicken lassen und die Smartphones über Tastaturen verfügen, hat sie bei den Jugendlichen weltweit zum Kultgerät gemacht.
HTC: Aus Taiwan kommt der viertgrößte Smartphone-Anbieter weltweit (vor Motorola und SonyEricsson). Bekanntheit hat HTC vor Kurzem als Hersteller des Google-Handys erlangt. Aber auch vor Bekanntwerden dieses Deals rangierte HTC schon auf dem 4. Platz.
Früher hat HTC speziell Handys mit Microsoft-Software produziert, in Zukunft werden es vor allem Geräte mit Googles Androidantrieb sein. HTC wird damit 2010 sicherlich zu den Gewinnern auf einem umkämpften Markt zählen, zumal es Asien als den wohl wichtigsten Mobil- Markt direkt vor der Haustür hat.
Fujitsu: Die weltweite Nummer 5 auf dem Smartphone-Markt kommt aus Japan und hat sich bislang auch noch nicht richtig aus dem handyverrückten Land herausgewagt. Was Fujitsu ab sofort aber nachholen wird. Längst ist klar, dass man mit den eigenen Produkten den viel versprechenden gesamtasiatischen Markt und auch den Weltmarkt erobern möchte.
Ein gewichtiger Vorteil für Fujitsu dabei: Ihr Heimatmarkt ist der mit Abstand innovativste Mobilfunk-Markt - in Japan werden die Produkttrends der nächsten Jahre gemacht. Ausgestattet mit dieser Erfahrung, ist definitiv davon auszugehen, dass Fujitsu, das schon jetzt über 4 % Marktanteil bei den Smartphones verfügt, diesen Wert noch ausbauen wird.

Motorola:
Die Erfinder des Mobilephones haben innerhalb von 3 Jahren erdrutschartig Marktanteile im gesamten Handy-Segment verloren (von 22 % auf gerade einmal 5 %). Das Droid-Smartphone (bestückt mit Googles Android) zwingt die Routiniers zu einem Kampf mit den Highend-Geräten von Apple und RIM.
Außerhalb der USA scheint Motorola einfach kein Bein auf den Boden zu bekommen, zumal es nach wie vor über keine SMS-Funktion verfügt (dessen Hinzunahme hat in den vergangenen Jahren das Blackberry gerettet).
Und Google? Google hat die Fantasie der Wall-Street-Analysten geweckt. Da der Erstling auf den Namen Nexus One hört, sind weitere Produkte in kurzer Zeit zu erwarten. Google hat sich nicht an bestimmte Netzbetreiber gebunden und macht als etwas günstigeres Touchscreen- Smartphone natürlich dem iPhone Konkurrenz.
Allerdings bleiben die Marktkenner, was die Verkaufszahlen des Nexus One angeht, eher reserviert: Es wird auf keinen Fall den iPhone-Start mit 10 Millionen verkauften Einheiten überflügeln.
Auch Dell hat seinen Hut in den Ring geworfen, wird allerdings wie Google erkennen müssen, dass Erfolg auf dem Computermarkt keinesfalls einen Freifahrtschein für das Behaupten auf dem komplizierten Telekommunikationsmarkt bedeutet.

Marketing- & PR-Trends

Erweitern Sie Ihr Marketing-Wissen mit den besten praxiserprobten Werbeideen, den witzigsten Werbeslogans und -sprüchen, Best-Practice-Beispielen, Checklisten und leicht nachvollziehbaren Anleitungen.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Praxiswerkzeuge und Know-how für Vertriebsprofis

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Immer einen Tick voraus: Erfolgsbeispiele, Insider-Tipps, Ideen und Online-Trends für erfolgreiches Marketing

Eigene Ideen schützen – Rechte sichern – Im Wettbewerb bestehen

Von der Vorbereitung bis zum Fest: Souverän und entspannt durch die Weihnachtszeit