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Datenschützer überprüfen jetzt Unternehmens-Websites

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Zuerst wurde nur geredet, jetzt wird gehandelt. In mehreren deutschen Bundesländern (u. a. Bayern und Nordrhein-Westfalen) haben Datenschutzbehörden damit begonnen, die Websites von Unternehmen auf den datenschutzkonformen Einsatz von Analyse-Software zu überprüfen.

Im Mittelpunkt steht dabei die weit verbreitete Software Google Analytics. In NRW wurden meist größere Unternehmen angeschrieben. Sie erhielten Informationen zum Datenschutz und einen Fragebogen, der ausgefüllt und zurückgesandt werden muss.

Die Bayerischen Datenschützer gehen anders vor. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) hat mit einer eigens entwickelten Software mehr als 2.000 Websites, die Google Analytics einsetzen, überprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass nur sehr wenige davon die Monitoring- Software datenschutzkonform einsetzen.

Von Abmahnungen oder Bußgeldbescheiden wurde zwar noch nichts bekannt, doch das Schwert ist geschliffen: Es drohen Bußgelder von bis zu 50.000 €.

Das sollten Sie jetzt dringend tun:
Möglichkeit 1: Setzen Sie Google Analytics datenschutzkonform ein

Dazu haben wir mit dem Datenschutzexperten Wolfram von Gagern gesprochen. Er rät zu folgender Vorgehensweise.

Schließen Sie mit Google einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung nach den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes ab. So stellen Sie sicher, dass mit den Daten der Nutzer ordnungsgemäß umgegangen wird. Hier können Sie den Vertrag herunterladen: goo.gl/InRdO.

Ergänzen Sie Ihre übliche Google- Datenschutzerklärung um den Zusatz: „Auf dieser Webseite wurde der Google-Analytics-Code um ,gat._anonymizeIp();‘ erweitert. Dadurch ist eine anonymisierte Erfassung von IP-Adressen (so genanntes IP-Masking) gewährleistet.“

Klären Sie die Nutzer Ihrer Website in Ihrer Datenschutzerklärung über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen von Google Analytics auf und weisen Sie sie ausdrücklich auf die Widerspruchsmöglichkeiten gegen die Erfassung durch Google Analytics hin.

Weisen Sie in der Datenschutzerklärung zudem auf die Widerspruchsmöglichkeit durch Browser- Add-ons hin. Google hat ein Plug-in für diverse Browser erstellt. Wenn Nutzer dieses Browser-Plugin installieren, wird die Ausführung von Google Analytics auf den besuchten Seiten verhindert. Die Nutzer nehmen damit ihr gesetzlich zugesichertes Widerspruchsrecht wahr. Das Add-on können Sie hier herunterladen: tools.google.com/dlpage/ gaoptout?hl=de.

Wenn Sie Google Analytics bereits eingesetzt haben: Löschen Sie den alten Analytics-Account (anders können Sie die alten, nicht datenschutzkonform gewonnenen Daten nicht löschen) und eröffnen Sie einen neuen Account.

Erweitern Sie den Google-Tracking- Code um „_gaq.push(['_gat._an onymizeIp']);“.

Möglichkeit 2: Verwenden Sie eine andere datenschutz - konforme Analyse-Software
Setzen Sie sich nicht der Gefahr eines Bußgelds aus. Verwenden Sie für Ihre Website-Analyse anstelle von Google Analytics eine andere Analyse-Soft - ware, die den deutschen Datenschutzbestimmungen entspricht.

Dafür gibt es unter anderem diese 6 Tools: Econda, eTracker, Stats4Free, Webtrends, WebTrekk und Wired- Minds.

Fazit: Die Behörden machen Ihre Drohung wahr und analysieren Unternehmens- Websites auf den rechtskonformen Einsatz von Analyse- Software. Fragebogen-Aktionen wie in NRW räumen Ihnen als Betreiber noch Zeit zum Handeln ein.

Wenn das Vorgehen der Bayern Schule macht, sollten Sie allerdings Ihre Website unbedingt sofort überprüfen, damit Sie nicht in den Fokus der Datenschutzermittler geraten.

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