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Shitstorm – na und? Warum eine Empörungswelle im Internet nicht den Image-Gau bedeutet

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Ist ein Shitstorm wirklich ein Image-Gau? Dieser Frage geht Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes „WerbePraxis aktuell” in einem exklusiven Bericht auf den Grund.

Shitstorms tun weh – keine Frage. Doch nachhaltigen Schaden richten sie nicht an, so Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes „WerbePraxis aktuell” . Warum Unternehmen nicht bei der nächsten Empörungswelle bei Facebook, Twitter & Co. in Panik geraten müssen, verrät der erfahrene Werbeexperte in einem Exklusivbeitrag.

Amazon war jüngst harscher Online-Kritik ausgesetzt, nachdem das Fernsehen über miserable Arbeitsbedingungen bei dem Onlineversender berichtet hatte. Und heute? Heute hat Amazon mehr Fans bei Facebook als vor dem Skandal.

Während des heftigen Shitstorms verlor das Unternehmen zwar rund 1.000 Social Media-Kontakte. Gemessen an den 2,8 Millionen Kontakten war die Zahl aber äußerst gering. Heute, nur wenige Wochen später hat das Unternehmen bereits wieder 5.000 Facebook-Follower mehr als vor der Empörungswelle.

Warum Sie sich vor Shitstorms nicht fürchten müssen

1. Shitstorms haben eine kurze Lebensdauer

Auch bei großer Empörung hielten Shitstorms bislang kaum länger als zwei Wochen an. Der Grund: In der alltäglichen Nachrichtenflut ist eine News von heute ganz schnell von gestern. Neue Nachrichten verdrängen die alten. Und ein Shitstorm wird heute beinah täglich irgendwo losgetreten.

2. Social Media-Nutzer sind nicht repräsentativ

Bei zahlreiche Meinungsumfragen hatte sich häufig erwiesen: Die Meinungen von Twitter oder Facebook Nutzern können erheblich von denen der Gesamtbevölkerung abweichen. Negative Stellungnahmen zu Ihrem Unternehmen sind also kein allgemein zutreffendes Votum.

3. Shitstorm-Teilnehmer sind nicht unbedingt Kunden

Viele, die an einem Shitstorm teilnehmen und negative Statements zu Unternehmen oder bestimmten Unternehmensaktivitäten abgeben, sind häufig keine Kunden Ihres Unternehmens. Es sind sozusagen Freunde von Freunden, die in ihrem sozialen Netzwerk das Thema bei einem Freund entdeckt haben und sich dessen Meinung anschließen.

4. Reden ist nicht Handeln

Bei jedem Nahrungsmittelskandal wird es deutlich: Die Verbraucher empören sich über Haltungsbedingungen von Tieren, kaufen aber weiter bedenkenlos Billigfleisch. Das Internet macht es heute kinderleicht, sich mal kurz vom Sofa aus zu empören, Konsumgewohnheiten zu ändern, ist aber viel schwerer. Die Bequemlichkeit, die z. B. das Einkaufen bei Amazon bietet, lässt den Gedanken an schlechte Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter schnell wieder vergessen.

5. Shitstorms können nützlich sein und mehr Fans gewinnen

Verblüffend aber wahr: Die Shitstorm-Forscher Pfeffer und Zorbach fanden in ihrer Studie „Virtual Shitstorms, The Dynamics of Intense Indignation“ heraus, dass zwei der von Ihnen untersuchten Unternehmen von ihren Shitstorms sogar profitiert hatten. Sie gewannen während des Shitstorms mehr Follower oder Social Media-Kontakte dazu.

Eines der erwähnten Unternehmen ist die IngDiba, die sich wegen eines TV-Spots mit einem Wurst essenden Dirk Nowitzki Proteste von Veganern und Vegetariern gefallen lassen musste.

Allerdings ergriffen in diesem Shitstorm auch zahlreiche Fans von IngDiba für das Unternehmen und den Spot Partei. Möglicherweise kann die erhöhte Aufmerksamkeit, die Unternehmen durch einen Shitstorm erfahren, auch für einen Zuwachs an neuen Social Media-Kontakten sorgen.

6. Diese positiven Wirkungen kann ein Shitstorm haben:

  • Erhöhte Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen in Scoial ((Social)) Media oder klassischen Medien
  • Mehr Social Media-Kontakte
  • Aktivierung der „wahren“ Fans, die für das Unternehmen Partei ergreifen

Fazit

Bisherige Shitstorms haben den betroffenen Unternehmen ? wenn überhaupt ? nur kurzfristig geschadet. In vielen Fällen hatte der Shitstorm sogar positive Auswirkungen. Es gibt als kaum Gründe, sich vor Shitstorms zu fürchten. Im Gegenteil: Gar nicht beachtet zu werden, ist bei Aktivitäten im Social Media-Bereich weitaus schlimmer.

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