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Social-Media-Monitoring: Diese rechtlichen Grenzen sollten Sie kennen

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Empfehler auf Social-Media-Plattformen sind mächtig. Laut „Social-Media-Atlas 2011“ haben 76 % der Befragten schon mal ein Produkt gekauft, weil ihre Kontakte es ihnen empfohlen haben.

Für Sie ist es daher wichtig, zu erfahren, wie über Ihre Produkte und die Ihrer Mitbewerber gesprochen wird. Eine rein quantitative Erfassung greift beim Social-Media-Monitoring zu kurz.

Sie haben etwa bei einem Shitstorm zwar eine beeindruckend große Zahl an Kommentaren auf Ihrer Seite, die Inhalte sind jedoch alles andere als positiv.

Was bei einer inhaltlichen Analyse der Postings rechtlich erlaubt ist und wo die Grenzen sind, haben die Juristen Christian Solmecke und Jakob Wahlers untersucht und in der „Zeitschrift für Datenschutz“ (Ausgabe 12/2012) veröffentlicht.

Die wichtigsten Ergebnisse ihrer Untersuchung haben wir für Sie kurz zusammengefasst.

Beim Social-Media-Monitoring ist es sehr wahrscheinlich, dass neben den Postings auch die Namen der Autoren oder Links zu deren Websites erfasst werden, mithin also personenbezogene Daten.

Das macht das Monitoring heikel. Dem Bundesdatenschutzgesetz zufolge dürfen frei zugängliche Angaben für Markt- und Meinungsforschung erhoben, ausgewertet und weiterverwendet werden (§ 30a BDSG).

Untersagt ist jedoch die Erhebung und Nutzung von Daten zu Werbezwecken. Hierfür müssen Sie die strengeren Vorschriften nach § 29 BDSG beachten und brauchen unbedingt die ausdrückliche schriftliche Erlaubnis der Person, deren Daten Sie nutzen wollen.

Eine Einwilligung brauchen Sie auch bei nicht frei zugänglichen Daten, am besten natürlich auch schriftlich (§ 3 Abs. 1 BDSG). Wenn Sie beispielsweise die Bestätigung einer Freundschaftsanfrage benötigen, um die Postings zu lesen, ist die Einwilligung nur dann haltbar, wenn Sie deutlich auf Ihre Absicht hingewiesen haben.

Das Gleiche gilt, wenn zu einem Forum eine Anmeldung erforderlich ist. Lesen Sie dann die Konditionen genau durch. Eine kommerzielle Nutzung der Postings ist in der Regel ausgeschlossen.

Beachten Sie das Anonymisierungsgebot

Trotz der Spezialregelung ist es unbedingt erforderlich, dass die erhobenen Daten zum frühestmöglichen Zeitpunkt anonymisiert werden.

Das heißt: Es dürfen noch nicht einmal Rückschlüsse auf den Namen oder die Adresse möglich sein. In dieser Form können diese Daten von Ihnen ausgewertet und für die Markt- und Meinungsforschung genutzt werden.

Monitoring betrifft auch Copyright

Wenn es darum geht, Texte auszuwerten oder zu nutzen, müssen Sie auch das Urheberrecht beachten. Das bedeutet, dass nur Texte beziehungsweise Textfragmente erfasst und weitergegeben werden dürfen, die keine besondere Schöpfungshöhe besitzen und daher nicht unter das Urheberrecht fallen.

Das sind in der Regel Blog-Beiträge und längere Artikel in Foren. Eine Speicherung dieser Texte für eine spätere Analyse verstößt gegen das Urheberrecht. Lediglich eine kurzzeitige Speicherung ist erlaubt.

Heikel ist dies auch, wenn Sie einen Monitoring-Dienst beauftragen. Er darf Ihnen in diesem Fall nur Links zu den Fundstellen zur Verfügung stellen, denn dadurch wird das Urheberrecht nicht verletzt.

Fazit: Monitoring der sozialen Netze muss sein. Und ist auch unter den vorgestellten Bedingungen erlaubt. Wenn Sie diese Aufgabe einem externen Dienstleister übertragen, sprechen Sie die heiklen Punkte durch und lassen sich von ihm erklären, wie er vorgeht, um die Rechtsvorschriften zu beachten.

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