Gratis-Download

Heutzutage ist Online Marketing in vollem Gange und gewinnt immer weiter an neuen Kommunikations- und Verbreitungsmöglichkeiten. Dabei sollte sich...

Jetzt downloaden

Wettbewerbsrecht: Vermeiden Sie unklare Preisangaben in Ihrer Werbung!

0 Beurteilungen

Von Astrid Engel,

Wenn Sie in Ihrer Werbung unklare Preisangaben verwenden und damit Ihre Kunden in die Irre führen, können Sie Probleme bekommen.

Wenn Sie in Ihrer Werbung unklare Preisangaben verwenden und damit Ihre Kunden in die Irre führen, können Sie Probleme bekommen.

Beispiel für unklare Preisangaben: "Statt-Preise" ohne Bezug

In einer Zeitschrift warb ein Optiker für Brillengläser mit der Preisangabe "zur Einführung nur 149,-" und klein darunter "statt 349,-*" Das Sternchen wurde in einer Fußnote aufgelöst. Dort stand in sehr kleiner Schrift: "Höherer Preis gilt ab (Datum), unverb. Preisempf." Der Forderung, diese Art von Werbung zu unterlassen, musste der Optiker letztlich vor Gericht nachgeben (BGH, 4.5.2005, Az. I ZR 127/02) - und die hohen Kosten für das gesamte Verfahren tragen.

Hintergrund: Unklare Preisangaben sind irreführend und damit unlauter. In dem geschilderten Fall sollte der Kunde den "Einführungspreis" im Vergleich zu der höheren Preisempfehlung des Herstellers sehen. Die konkrete Gestaltung mit dem versteckt aufgelösten Sternchen und der sehr kleinen Schrift führte den Kunden nach Ansicht der Richter jedoch in die Irre. Er konnte denken, der höhere Preis wäre von dem Optiker tatsächlich bereits verlangt worden, und so seinen Vorteil falsch einschätzen.

So vermeiden Sie unklare Preisangaben

Gegen einen "Einführungspreis" ist nichts einzuwenden, wenn Sie deutlich klären, was sich hinter dem "Statt-Preis" verbirgt. Ist es die unverbindliche Herstellerempfehlung, muss das also unmittelbar an dem höheren Preis stehen und darf nicht versteckt werden.

Selbstständigkeit 2009
So machen Sie als Selbstständiger in 2009 mehr Umsatz und Gewinn!
Testen Sie das "Handbuch für Selbstständige & Unternehmer" 2 Wochen gratis!

Es ist erlaubt und beliebt, den eigenen Preis mit der unverbindlichen Herstellerempfehlung zu vergleichen. Gegen die Abkürzung "UVP" ist dabei nichts einzuwenden (BGH, 7.12.2006, Az. I ZR 271/03). Auch die Angabe "empfohlener Verkaufspreis" oder "empfohlener Verkaufspreis des Herstellers" genügt nach Ansicht des BGH, da der "informierte, angemessen aufmerksame und verständige Durchschnittsverbraucher" weiß, dass solche Preisempfehlungen üblicherweise vom Hersteller stammen und unverbindlich sind.

Aber Vorsicht! Achten Sie darauf, dass die UVP, die Sie zitieren, nicht veraltet ist - das wäre unlautere Werbung (BGH, 29.1.2004, Az. I ZR 132/01). Maßgeblich sind die aktuellen Preislisten des Herstellers. Die Rechtsprechung ist hierbei sehr streng. Übergangszeiten werden nicht mehr toleriert. Eine neue UVP müssen Sie sofort ab der Änderung angeben. Behelfen Sie sich im Zweifel mit einem deutlich wahrnehmbaren Sternchenhinweis: "Stand 2.5.2009 - jederzeitige Änderung der UVP durch den Hersteller möglich".

Marketing- & PR-Trends

Erweitern Sie Ihr Marketing-Wissen mit den besten praxiserprobten Werbeideen, den witzigsten Werbeslogans und -sprüchen, Best-Practice-Beispielen, Checklisten und leicht nachvollziehbaren Anleitungen.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Praxiswerkzeuge und Know-how für Vertriebsprofis

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Immer einen Tick voraus: Erfolgsbeispiele, Insider-Tipps, Ideen und Online-Trends für erfolgreiches Marketing

Eigene Ideen schützen – Rechte sichern – Im Wettbewerb bestehen

Von der Vorbereitung bis zum Fest: Souverän und entspannt durch die Weihnachtszeit