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Zulässige Presseberichte oder verbotene, weil "getarnte" Werbung?

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Von Astrid Engel,

Jeder Gründer freut sich über gute Presseberichte über sein Unternehmen. Da greift man unter Umständen auch schon mal gerne selbst zur Feder, wenn das einen Artikel über das eigene Geschäft einbringt. Aber Vorsicht: Ganz unproblematisch ist diese Vorgehensweise nicht, wie folgender Fall zeigt.

Jeder Gründer freut sich über gute Presseberichte über sein Unternehmen. Da greift man unter Umständen auch schon mal gerne selbst zur Feder, wenn das einen Artikel über das eigene Geschäft einbringt. Aber Vorsicht: Ganz unproblematisch ist diese Vorgehensweise nicht, wie das folgende Beispiel zeigt.

Seien Sie vorsichtig bei eigenen "redaktionellen" Presseberichten


Ein Magazin für Klassenreisen hatte einen Bericht über einen Hochseilpark veröffentlicht. In dem Bericht wurde ausdrücklich dieser eine Hochseilpark wegen der verkehrsgünstigen Lage, der erlebnispädagogischen Angebote und der preiswerten Eintrittspreise gelobt. Zwar wurde auch erwähnt, dass es andere Hochseilparks gibt, namentlich wurden diese aber nicht genannt.

Das Pikante: Im Kleingedruckten erfuhr der Leser, dass der Autor des Artikels der Leiter des so hochgelobten Parks war. Dazu entschied das Oberlandesgericht Köln (Az. 6 U 126/03), dass es sich bei diesem Artikel laut § 1 UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) um wettbewerbswidrige "getarnte" Werbung handelt.

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Das Gericht stellte fest: Ausschließlich werbende, redaktionell aufgemachte Presseberichte sind durchaus zulässig. Im Fall des Berichts über den Hochseilpark hätte dieser jedoch deutlich mit "Anzeige" überschrieben werden müssen. Insbesondere auch deswegen, weil dem Leser die Namen anderer Hochseilparks in dem außerordentlich positiven Artikel verschwiegen wurden.

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8 Regeln, wie Sie zulässige Presseberichte platzieren und Vorwürfe wegen "getarnter" Werbung vermeiden


So schaffen Sie die Gratwanderung zwischen Erlaubtem und Verbotenem:
1. Veröffentlichungen zu Werbezwecken müssen eindeutig als solche erkennbar sein.
2. Werbung und redaktionelle Presseberichte sind grundsätzlich zu trennen.
3. Presseberichte haben immer die sachliche Information der Leser zum Ziel. Dazu dürfen durchaus werbliche Produktinformationen von Herstellern und Anbietern genutzt werden.
4. Allein die namentliche Nennung eines Produkts, Herstellers oder einer Bezugsquelle ist noch kein Indiz für Werbung, da auch diese Angaben zur Information des Publikums dienen.
5. Sind in der gleichen Zeitschrift Anzeigen eines in einem redaktionellen Beitrag erwähnten Produkts oder Herstellers geschaltet, so ist das ein Indiz für Werbung.

6.
Die Werbewirkung Ihrer Presseberichte darf nur deren zwangsläufige Folge sein, nicht aber deren eigentliches Ziel.
7. "Getarnte Werbung" liegt immer dann vor, wenn ein Produkt- oder Herstellername unzulässig in den Vordergrund gestellt wird.
8. Presseberichte sind immer dann unzulässige Werbung, wenn andere Anbieter oder Produkte nicht erwähnt werden, obwohl diese Informationen für den Leser notwendig gewesen wären.

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