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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Entgeltarten, die Sie bei der Entgeltfortzahlung berücksichtigen

 
Entgeltfortzahlung Entgeltarten Arbeitsentgelt

Von Günter Stein,

Eine Leserin schrieb: „In der letzten Ausgabe haben Sie über die Berechnung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall berichtet. Könnten Sie mir bitte aber noch mitteilen, welche Entgeltbestandteile bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall berücksichtigt werden müssen?“

Eine Leserin schrieb:

„In der letzten Ausgabe haben Sie über die Berechnung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall berichtet. Könnten Sie mir bitte aber noch mitteilen, welche Entgeltbestandteile bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall berücksichtigt werden müssen?“

Aber gerne doch. Denn es stimmt schon:

Da die Regelungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes lediglich das regelmäßige Arbeitsentgelt als Entgeltfortzahlung vorsieht, kommt es hin und wieder bei einigen Entgeltarten zu Auslegungsproblemen. Leichter macht es Ihnen die folgende Übersicht:

Entgeltfortzahlung: Zu berücksichtigende Entgelte

Beispielsweise müssen Sie diese Entgeltarten im Falle der Arbeitsunfähigkeit weiterzahlen:

  • Erschwernis- und Gefahrenzuschläge
  • Inkassoprämien
  • Sachbezüge – sie zählen grundsätzlich zur Entgeltfortzahlung, auch Sachbezüge, die während der Arbeitsunfähigkeit nicht vom Mitarbeiter in Anspruch genommen werden können. Hierbei hat der Arbeitnehmer das Recht auf eine Barabgeltung. Allerdings besteht kein Anspruch auf Barabgeltung der Sachbezüge, wenn die Krankenkasse oder ein anderer Sozialleistungsträger stationäre Krankenhausbehandlung gewährt.
  • Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge (u. a. bestätigt durch BAG vom 1. 12. 2004, Az: 5 AZR 68/04)
  • soziale Zulagen wie Familien- und Kinderzuschläge, Wohnungsgeld und Ortszulagen
  • vermögenswirksame Leistungen, die laufend gewährt werden

Diese Bezüge müssen Sie nicht als Entgeltfortzahlung gewähren Zu den Entgeltarten, die Sie bei Arbeitsunfähigkeit nicht weiterzahlen müssen, gehört der Ersatz für Aufwendungen, die Ihrem Mitarbeiter zwar während der Arbeit entstehen, bei einer Arbeitsunfähigkeit aber nicht anfallen.

Das sind beispielsweise

  • Auslösungen,
  • Schmutzzulagen oder
  • Fahrtkosten.
  • Auch Anwesenheitsprämien sind bei der Entgeltfortzahlung nicht zu berücksichtigen, wenn die Zahlung nur einmal jährlich erfolgt.
  • Einmalige Zuwendungen wie Maigeld, Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld haben mit der Entgeltfortzahlung nichts zu tun. Diese Ansprüche richten sich ganz allein nach den gültigen Tarif- oder Arbeitsverträgen. Darüber hinaus können Sie zusätzlich zu den beschriebenen Mindestverpflichtungen vertraglich jede zusätzliche Leistung in Ihre Verpflichtung zur Entgeltfortzahlung übernehmen.

 

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