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Alter schlägt Unterhaltspflicht: Kriterien für eine Sozialauswahl richtig anwenden

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Alter schlägt Unterhaltspflicht: Kriterien für eine Sozialauswahl richtig anwenden

 

 

Betriebliche Kündigungen sind schon bitter genug. Hat Ihre GmbH?mehr als 10 Mitarbeiter, müssen Sie dann aber auch noch schematisch entscheiden, welcher Mitarbeiter gehen soll und welcher bleibt. Denn dann greift das Kündigungsschutzgesetz. Die sogenannte Sozialauswahl ist nach 4 Kriterien zu treffen (§ 1 Abs. 3 KSchG):

  • Dauer der Betriebszugehörigkeit
  • Lebensalter
  • Unterhaltspflichten
  • Schwerbehinderung

So werden die Kriterien gewichtet

Prinzipiell sind alle 4 Kriterien gleichrangig, und Sie können im Einzelfall entscheiden, wie Sie die Kriterien gewichten. Aber Vorsicht:?Dabei müssen die Interessen der Mitarbeiter berücksichtigt werden. Eine Rolle spielen z. B. die Chancen der Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt. Dass ein Mitarbeiter wegen seines Alters schwerer einen neu­en Arbeitsplatz findet, kann größeres Gewicht haben als die Unterhaltspflichten eines jungen, gut ausgebildeten Mitarbeiters (LAG Köln, 18.2.2011, Az:?4 Sa 1122/10).

Schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Ältere

Beispiel: Nach der Zusam­menlegung von 2 Abteilungen wurde eine Führungsposition überflüssig. Der Arbeitgeber muss­te einen von 2 Mitarbeitern entlassen. Nach einer Sozialauswahl fiel seine Wahl auf den 53-Jährigen und damit älteren der beiden. Dieser klagte mit Erfolg gegen seine Entlassung. Nach Ansicht des Landesarbeitsgerichts Köln muss in dem Fall das Alter stärker als Bedürftigkeitskriterium berücksichtigt werden. Der gekündigte Mitarbeiter sei von einer Kündigung schwerstmöglich betroffen, weil er noch mehr als 10 Jahre arbeiten müsse. Für über 50-Jährige sei es aber nicht einfach, eine neue Beschäftigung zu finden. Der andere Mitarbeiter hingegen könne mit 35 Jahren sogar noch innerhalb der Kündigungsfrist eine neue Anstellung finden und brauche gar nicht arbeitslos zu werden.

 

 

So nehmen Sie Leistungsträger von der Sozialauswahl aus

Würden Sie zu kündigende Mitarbeiter ausschließlich nach den Kriterien des Kündigungsschutzgesetzes auswählen, müssten Sie vor allem jungen Leistungsträgern kündigen. Um das zu vermeiden, können Sie bestimmte Mitarbeiter von vornherein von der Sozialauswahl ausnehmen, auf deren Kenntnisse, Fähigkeiten und Leistungen Ihre GmbH angewiesen ist. Das ist in folgenden Fällen denkbar:

  • Ein Mitarbeiter verfügt über besondere Ausbildungen und Qualifikationen, etwa spezielle EDV-Kenntnisse.
  • Sie wollen eine ausgewogene Personalstruktur sicherstellen und deshalb auch jüngere Mitarbeiter behalten.
  • Ein Mitarbeiter ist im Vergleich zu anderen deutlich produktiver und damit für Ihre GmbH unverzichtbar.

Sebastian Jördens
Chefredakteur

 



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