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3 Bankkonten für einen Dispo

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Von Midia Nuri,

An dem Tipp, dass Sie unbedingt 3 Bankkonten brauchen, ist zumindest dann etwas dran, wenn Sie Ihren Dispokredit nutzen. Und das kann ja gerade in der Gründungszeit, schon mal passieren, wenn die Einnahmen noch nicht so regelmäßig fließen.

 

Die Bank kassiert dann oft saftige Zinsen, und die wollen Sie bestimmt gern als Betriebsausgaben geltend machen. Doch die Finanzämter schauen hier ganz genau hin. Und streicht den Betriebsausgabenabzug auch gern einmal, wenn es die Chance sieht, Ihnen private Veranlassung zu unterstellen.

Das sind die 3 Grundsätze für den Steuerabzug der Zinsen

  1. Zinsen aus privat veranlassten Schulden dürfen Sie steuerlich überhaupt nicht geltend machen. Klar.
  2. Betrieblich veranlasste Kontokorrentzinsen auf dem Girokonto können Sie ohne weitere Nachweise bis zu einer Höhe von 2.050 € jährlich als Betriebsausgabe geltend machen.
  3. Und Zinsen für Darlehen, das Sie zur Anschaffung eines konkreten betrieblichen Anlageguts (z. B. Firmenwagen, Computer, Büroeinrichtung etc.) aufgenommen haben, dürfen Sie in unbegrenzter Höhe als Betriebsausgabe ansetzen.

Doch so einfach, wie es klingt, ist es natürlich nicht. Aus den 3 Grundsätzen ergeben sich gleich mehrere Fallen, die Sie steuerlich teuer zu stehen kommen können.

Gemischte Konten? Kein Steuerabzug!

Haben Sie – wie viele Selbstständige, die gerade erst starten – nur ein einziges Konto, das Sie gemischt beruflich und privat nutzen, haben Sie ein Problem, wenn Sie im Minus sind und Kontokorrentzinsen anfallen.

Das Finanzamt fragt sich dann nämlich:

  • Sind Sie im Minus, weil Sie privat zu viel abgehoben haben? Das hieße, Sie könnten die Zinsen nicht steuerlich geltend machen.
  • Oder sind Sie im Minus, weil Sie besondere betriebliche Ausgaben hatten? Das hieße, die Zinsen wären abzugsfähig.

Sie können sicher sein: Das Finanzamt wird bei einem gemischten Konto immer davon ausgehen, dass die Schulden privat veranlasst sind. Es wird die Zinsen deshalb nicht als Betriebsausgaben anerkennen.

 

Das ist Ihre Lösung: 2 Konten für den Betrieb und eins privat

Um für klare Verhältnisse zu sorgen, sollten Sie eine klare Trennung vornehmen. Das geht nur, indem Sie 3 Konten führen:

Konto 1: Einnahmenkonto

Auf dieses Konto kommen alle Ihre betrieblichen Einnahmen. Das ist also das Konto, das Sie auf Ihren Rechnungen für Zahlungen angeben. Außerdem überweisen Sie sich von diesem Konto regelmäßig Beträge auf Ihr rein privates Konto, also Konto Nummer 3.

Achtung: Wichtig ist, dass dieses Konto im Plus bleibt und dadurch keine Zinsen anfallen. Das ist leicht zu steuern, da auf dieses Konto nur die Einnahmen fließen, aber keine Ausgaben getätigt werden.

Konto 2: Ausgabenkonto

Von diesem Konto zahlen Sie ausschließlich Ihre betrieblichen Ausgaben. Von hier gehen keine Überweisungen oder Abhebungen für den privaten Bedarf ab. Geldzufluss erfolgt ebenfalls über Konto Nummer 1.

Konto 3: Ihr Privatkonto

Von diesem Konto aus tätigen Sie alle privaten Ausgaben.

Das ist der Vorteil dieser Konstruktion

Durch diese Konstruktion stellen Sie sicher, dass Sie nur mit Konto 2 Schulden machen können – und dieses Konto ist ein reines Geschäftskonto, von dem niemals private Ausgaben abließen.

Der betriebliche Zweck steht also außer Frage. Alle Dispozinsen, die auf Konto 2 entstehen, können Sie also steuerlich geltend machen, ohne Ärger zu erwarten!

Vorsicht Falle: Warum Sie die Zinskosten eindämmen sollten

Ohne Ärger wird das Finanzamt bei Ihrem Girokonto aber nur Zinskosten bis maximal 2.050 € jährlich abnicken. Vermeiden Sie daher so gut es geht, mehr als 2.050 € an betrieblich veranlassten Kontokorrentzinsen zu erzeugen.

Der Grund: Überschreiten Sie diese Grenze, geht das Finanzamt von privaten Überentnahmen aus. In einem komplizierten Verfahren müssen Sie dann Ihre Entnahmen über mehrere Jahre hinweg nachweisen und die Zinsen werden nicht mehr im vollen Umfang als Betriebsausgaben anerkannt.

Tipp: Die Grenze von 2.050 € bezieht sich allein auf die Kontokorrentzinsen Ihres betrieblichen Girokontos. Die Zinsen für betriebliche Darlehen werden dabei nicht eingerechnet.

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