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Firmenwagen als Selbstständiger besser kaufen oder leasen?

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Urheber: vege | Fotolia

Von Gerhard Schneider,

Haben auch Sie angesichts der wieder besser laufenden Geschäfte mit dem Gedanken gespielt, sich einen neuen Firmenwagen zu gönnen? Damit stehen Sie nicht alleine da: Die Neuwagenzulassungen boomen. Mit einem für uns als Käufer unerfreulichen Effekt: Die Händler geben kaum noch Rabatte.Tipp:Doch Vorsicht!

Von Nachlässen in Höhe von 20 oder gar 30 % auf den Listenpreis, die vor 2 Jahren noch an der Tagesordnung waren, können Sie heute nur noch träumen. Teilweise müssen Sie wieder Monate auf ein beliebtes Modell warten, weil es so viele Interessenten gibt. Schlechte Voraussetzungen für eine Verhandlung über Rabatte. Unter dem Strich steigen also die Preise für Neuwagen. Da drängt sich unweigerlich diese Frage auf: Soll ich kaufen – eventuell auf Kredit? Oder soll ich leasen? Was ist aus steuerlicher Sicht günstiger? Hier kurz und knapp die Entscheidungshilfe für Sie:

Firmenwagen kaufen oder leasen - hier eine kappe Entscheidungshilfe

Machen Sie sich zunächst klar, wie die steuerliche Seite bei Kauf und bei Leasing aussieht: Beim (kreditfinanzierten) Kauf eines Firmenwagens können Sie folgende Posten als Betriebsausgaben absetzen:

  • Den Kaufpreis – allerdings nicht sofort im Jahr des Kaufs, sondern über 6 Jahre Nutzungsdauer verteilt (laut AfA-Tabelle). Beispiel: Kaufen Sie im Januar 2012 einen Wagen für 18.000 €, können Sie bei linearer Abschreibung von 2012 bis einschließlich 2017 jeweils 3.000 € als Betriebsausgabe geltend machen.
  • Die Zinsen, wenn Sie den Kaufpreis per Kredit finanziert haben. (Die Tilgungsraten können Sie steuerlich nicht geltend machen.)
  • Die laufenden Betriebskosten. (Benzin, Reparaturen etc.)

Beim Leasing eines Firmenwagens können Sie diese Posten geltend machen:

  • Die Leasingsonderzahlung, die Sie gegebenenfalls bei Antritt des Leasingvertrags zahlen. Diese Sonderzahlung können Sie in voller Höhe sofort geltend machen – ohne die Abschreibung über mehrere Jahre.
  • Die laufenden monatlichen Leasingraten.
  • Die laufenden Betriebskosten. (Benzin, Reparaturen etc.)

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Steuerlicher Vorteil durch sofort absetzbare Leasingsonderzahlung für Firmenwagen 

Tipp: In der sofort absetzbaren Leasingsonderzahlung kann der entscheidende steuerliche Vorteil liegen, der im individuellen Fall Leasing interessanter machen kann.

Beispiel: Ende 2011 suchen Sie eine Möglichkeit, den Gewinn schnell zu drücken, damit die Steuer 2011 nicht so hoch ausfällt. Einen neuen Firmenwagen brauchen Sie auch. Also lautet Ihre Lösung: Sie leasen einen neuen Wagen und vereinbaren eine möglichst hohe Leasingsonderzahlung von bis zu 30 %. Denn Sonderzahlungen bis zu 30 % können Sie in Ihrer Einnahmen-Überschuss-Rechnung sofort als Betriebsausgabe absetzen (BFH, 5.5.1994, Az. VI R 100/93). Sie schließen also schnell noch einen Leasingvertrag im Dezember 2011 für einen 30.000-€-Neuwagen ab und zahlen beim Antritt eine 30%ige Sonderzahlung. Ergebnis: 9.000 € sofortige Betriebsausgaben. Zum Vergleich: Beim Kauf im Dezember 2011 könnten Sie (bei linearer AfA) nur ein Zwölftel der jährlichen Abschreibung geltend machen: 30.000 € ÷ 6 Jahre ÷ 12 Monate = 416 €. Die Leasingzahlung bringt in diesem Fall also große Vorteile. 

Wann das Finanzamt Sie nicht als Leasingnehmer, sondern Eigentümer des Firmenwagens ansieht 

Doch Vorsicht! In dieser Steuerspar-Idee steckt eine Gefahr, wenn Sie nicht genau auf die Vertragsdetails achten: Das Finanzamt stuft Sie als Leasingnehmer als tatsächlichen Eigentümer des Fahrzeugs ein. Dann riskieren Sie, dass der Leasingvertrag steuerlich wie ein Ratenkauf behandelt wird.

Die Folge: Sie müssen den Leasinggegenstand abschreiben und die Leasingraten und Sonderzahlungen in Zinsen und Tilgung aufteilen. Nur den Zinsanteil können Sie dann noch als Betriebsausgaben absetzen. Und das kann teuer werden. Kritisch ist vor allem folgende Konstellation: Beträgt die Grundmietzeit weniger als 40 % oder mehr als 90 % der üblichen Nutzungsdauer, wird Ihnen als Leasingnehmer der Leasinggegenstand von Anfang an als Eigentum zugerechnet. Achten Sie also bei der Gestaltung eines Leasingvertrags auf diese Grenzen!

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