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Schlagen Sie Verzugszins auf offene Rechnungen

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Von Gerhard Schneider,

In der Wirtschaftskrise halten alle Unternehmen, ihr Geld möglichst gut zusammen – auch indem Sie Rechnungen so spät wie möglich begleichen. Die Zahlungsmoral ist wieder schlechter geworden. Manch einer Ihrer Kunden geht dabei vielleicht besonders dreist vor: Nachdem Sie ihm bereits mehrere Erinnerungen und Mahnungen geschickt haben, erklärt er sich bereit, einen Teil der Rechnung zu bezahlen – wenn Sie ihm den Rest erlassen.

Es ist verständlich, wenn Sie dieses Angebot am liebsten glatt heraus zurückweisen wollen. Womöglich fordert dann jedoch Ihr Kunde auf, den Rechnungsbetrag einzuklagen. Ein Alarmsignal: Hätte Ihr Kunde keine Not, würde er wahrscheinlich kein solches Geschäftsgebaren an den Tag legen. Für sie heißt das: Sie sollten vielleicht besser in die Verhandlung einsteigen. Denn was nutzt Ihnen ein Vollstreckungsbescheid oder Urteil, wenn bei Ihrem Kunden später nichts mehr zu holen ist, weil er zwischenzeitlich insolvent ist oder die eidesstattliche Versicherung abgegeben hat?

So errechnen Sie, was der Kunde Ihnen tatsächlich schuldet

Wenn Sie über die Zahlung eines Teilbetrags mit Ihrem Kunden sprechen, sollten Sie zunächst den tatsächlichen Zahlungsrückstand ermitteln. Das ist allerdings nicht der Betrag, der auf der Rechnung steht – sondern der Rechnungsbetrag plus Verzugszinsen. Diese Summe sollte als Ausgangsbasis für einen Vergleich zur Debatte stehen.

Tipp: Der Verzugszins fällt per Gesetz immer automatisch an – auch ohne, dass Sie ihn anmahnen. Er steht Ihnen als Ausgleich für entgangene Zinsgewinne oder gar aufgelaufene Finanzierungskosten zu.

Die gesetzlichen Verzugszinsen können Sie leicht selbst ermitteln. Die Bezugsgröße hierfür ist der so genannte Basiszinssatz. Der gesetzliche Zinssatz beläuft sich auf fünf Prozent über dem jeweiligen Basiszinssatz. Der wird am 1.1. und 1.7. eines jeden Jahres neu festgelegt. Geht Ihre Rechnung an einen Geschäftskunden, liegt der gesetzliche Zinssatz sogar acht Prozent über dem Basiszinssatz. Diesen Zins sollten Sie auf die Rechnungssumme draufschlagen:

Die Veränderungen des Basiszinssatzes
ZeitraumBasiszinssatzVerzugszinsen
PrivatkundenGeschäftskunden
1.1.–30.6.20083,32 %8,32 %11,32 %
1.7.–31.12.20083,19 %8,19 %11,19 %
seit 1.1.20091,62 %6,62 %9,62 %

Ein Beispiel:

Sie haben einem Geschäftskunden eine Rechnung über 8000 Euro ausgestellt. Der ist säumig und will nun mit Ihnen über einen Teilerlass verhandeln. Was er Ihnen schuldet, errechnen Sie zuvor so: Der Basiszins liegt bei 1,62 Prozent und damit in diesem Fall der Verzugszins bei 9,62 Prozent – das sind 702,06 Euro Zinsen. Ausgangsbasis für eine mögliche Einigung mit Ihrem Kunden sind also: 8702,06 Euro – und nicht die 8000 Euro Rechnungssumme.

Tipp : Für den Fall, dass Sie säumigen Kunden eine Ratenzahlung ermöglichen, sollten Sie darauf achten, eine Vereinbarung zu treffen, die Ihre finanziellen Interessen optimal schützt – für den Fall, dass Ihr Kunde die Raten nicht wie vereinbart zahlt.

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