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Gute Lieferanten, schlechte Lieferanten

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Noch ist die Einbindung von Zulieferern in eigene Produktionsprozesse eher die Ausnahme als die Regel. Daran haben nicht nur die berüchtigten alten Zöpfe Schuld, sondern auch die nicht enden wollende Finanzkrise.

Wem das Wasser bis zum Hals steht, hat einfach andere Sorgen, als sich um wertschöpfende Innovationen zu kümmern. Umso mehr eignet sich die relative Ruhe der Gegenwart, sich Gedanken um seine Lieferantenbeziehungen zu machen, zum Beispiel, um vom Low Cost Sourcing zum Best Cost Sourcing zu wechseln. Tipps dazu gibt Ihnen heute der Fachinformationsdienst „Rohstoffeinkauf aktuell” .

Justieren Sie Ihre Lieferantenbeziehung neu

Outsourcing-Wellen und die Konzentration auf Kernkompetenzen sind nicht ohne Wirkung geblieben. So hat der Anteil unternehmenseigener Wertschöpfung in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich abgenommen.

Betrug sie 1990 noch 38 %, sind es heute nicht einmal mehr 30 %. Diese Wertschöpfung verlagerte sich folglich nicht nur immer mehr in Richtung Zulieferer, diese Verlagerung gab (und gibt) den Lieferanten auch mehr Gewicht innerhalb einer Geschäftsbeziehung.

Zapfen Sie neue Quellen an

Wenn es beispielsweise in Ihrer Produktion gerade darum geht, die Anzahl von Teilen zu verringern oder neue Materialien und Rohstoffe einzusetzen, kann es kaum bessere Ansprechpartner geben als Ihre Lieferanten. Denn eine ebenso konstruktive wie klar definierte Zusammenarbeit mit ihnen eröffnet Ihrem Unternehmen viele Innovationsperspektiven.

Für Ihre Zulieferer selbstredend auch, schließlich sitzen in deren F+E-Abteilungen kaum weniger kluge Köpfe.

Beachten Sie:Bei Ihren eigenen Kollegen von der Entwicklung könnte diese Lieferantenzusammenarbeit allerdings gar nicht gut ankommen. Bedeutet sie doch von Fall zu Fall, dass die Frauen und Männer F&E Arbeit abgeben und womöglich Controllingaufgaben übernehmen müssen.

Niedriglohnländer können, müssen es aber nicht sein

Damit soll nicht ihre Leistungsfähigkeit kleingeredet werden. Puma bspw., durchaus als Trendsetter in Sachen Sportbekleidung bekannt, lässt pro Jahr nicht nur rund 8.000 Artikel in Asien fertigen, sondern auch entwickeln!

Ob Sportartikel, A-, B- oder C-Teile, ob Rohstoffe oder Vormaterialien – in jedem Beschaffungsfall kommt es innerhalb einer Best-Cost-Sourcing-Strategie darauf an, die gesamtkostenoptimale Lieferregion zu finden.

Und diese Region muss nicht zwingend in Indien oder Malaysia liegen, es kann auch die Ukraine oder Irland sein – oder Mecklenburg- Vorpommern.

5 Kernpunkte einer Best-Cost-Sourcing-Strategie

In Ihrer Analyse für oder gegen einen Lieferanten oder eine Lieferregion sollten Sie mindestens 5 weitere Kriterienberücksichtigen:

  1. Qualitätsstandards: Meist die Achillesferse der globalen Beschaffung. Um hier keinen Reinfall zu erleben, sollten Sie auf eine konsequente Gestaltung des Lieferantenportfolios achten (professionelles Lieferantenmanagement, Technologietransfers u. Ä.).
  2. Koordinationsaufwand: Weit entfernte Lieferanten müssen Sie so problemlos steuern können, als säßen sie um die Ecke. Neben einem effektiven Reisemanagement schlagen u. a. auch eine fehlerfreie Kommunikation über (meist) mehrere Sprachen und deutlich längere Reaktionszeiten zu Buche.
  3. Innovationskosten: Die Innovationsneigung steigt bei LCC-Lieferanten zwar, ist in der Summe aber eher gering. Für Ihr Unternehmen bedeutet das, selbst mehr in die Entwicklung zu stecken oder zusätzliche Innovationsleistungen einzukaufen.
  4. Markenverständnis: Markenprodukte à la Made in Germany können nicht endlos mit Komponenten aus Niedriglohnländern verwässert werden. Bemerken die Kunden die Mauscheleien, sind sie nicht mehr bereit, Premiumpreise, zu zahlen und wandern ab. Die Folge: Mit teuren Marketingkampagnen müssen sie zurückgewonnen werden.
  5. Ideenklau: Geistiges Eigentum wird in den meisten Ländern weder hoch geschätzt, noch wirkungsvoll geschützt. Der Transfer von kritischem Know-how ist deshalb ein Knackpunkt jeder Lieferantenbeziehung, die über den Bezug von reinen C-Teilen hinausgeht.

So finden Sie innovative Lieferantenl

Selbstredend prüfen Sie erst einmal bestehende Beziehungen, ob nicht der eine oder andere Zulieferer für eine wie auch immer definierte Zusammenarbeit in Frage kommt. Gibt dieser Pool nicht viel her, müssen Sie sich auf die Suche machen (Internet, Anzeigen, persönliche Kontakte auf Kongressen oder Tagungen, Werbebriefe usw.).

Praxis-Tipp: Nutzen Sie auch Betriebsbesuche oder Messen, um innovativen und leistungsfähigen Lieferanten auf die Spur zu kommen. Diese Vorgehensweise erfordert allerdings ein entsprechendes Fachwissen.

Wobei sich sofort das nächste Problemfeld auftut – die leidige Einkäuferqualifizierung.

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