Gratis-Download

Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

Jetzt downloaden

Einkauf 2.0: Fit für die Zukunft mit neuem Denken (Teil 1)

0 Beurteilungen

Erstellt:

In Talkshows mögen die Gelehrten darüber streiten, wie weit die Globalisierung die Welt verändert hat. Sie als Einkäufer haben es mit der Realität zu tun und müssen täglich auf diese Veränderungen reagieren.

Beispielsweise um die richtigen Augenblicke für die richtigen Beschaffungsentscheidungen abzupassen. Und die werden quer durch alle Branchen immer häufiger von den Materialkosten und der Materialverfügbarkeit bestimmt. Was bedeutet dies?

Die Claims werden abgesteckt, China baut Stellung in Afrika aus

In Afrika ist China zum Beispiel massiv dabei, sein Herrschaftsgebiet zu erweitern. Von 2001 bis 2011 haben sich die chinesischen Rohstoffimporte von dort mehr als verzehnfacht. Für so rohstoffreiche Länder wie Kongo, Sambia, Südafrika und Namibia ist das Reich der Mitte heute – mit Abstand – der wichtigste Handelspartner.
Allein in Nigeria hat das chinesische Staatsunternehmen Cnooc Ltd. 50 Mrd. US$ in neue Ölförderprojekte gepumpt. Damit hat sich Peking nach Expertenmeinung mehr als 15 % aller nigerianischen Ölreserven gesichert – immerhin die zehntgrößten der Welt!
Ganz ähnliche Entwicklungen gibt es auch in Südafrika. Bei Chrom, Platin, Eisenerz und Kohle geben inzwischen chinesische Förder- und Einkaufsgesellschaften nicht nur den Ton an, sondern auch die Preise.

Rohstoffeinkauf: Alle Ampeln stehen auf Rot

Die enorme Rohstoffabhängigkeit der modernen Welt hat sich inzwischen auch bei Politikern herumgesprochen. Nachdem China beispielsweise im Sommer 2011 einen Totalstopp für die Ausfuhr Seltener Erden verhängt hatte, reagierte das Bundeswirtschaftsministerium überraschend schnell und rief eine Rohstoffagentur ins Leben. Das erklärte Ziel der Agentur ist, die Material- und Rohstoffversorgung deutscher Unternehmen politisch abzusichern.
Die unternehmerische Absicherung steht dabei auf einem anderen Blatt, nämlich beim Einkauf. Ganz gewiss keine leichte Aufgabe, vor allem wenn der Mangel an Materialien und Ressourcen durch einen Mangel an den richtigen Strategien verschärft wird.
Das können z. B. sein:

  • unflexible Vertragsgestaltungen, die Marktveränderungen kaum berücksichtigen,
  • alleinige Konzentration auf die Abwehr von Preiserhöhungen,
  • langfristige Liefervereinbarungen oder (im schlimmsten Fall) Hoflieferanten,
  • verschenkte Einsparpotenziale (obwohl in den F&E-Abteilungen der spätere Rohstoff- und Materialbedarf eines Produkts maßgeblich festgelegt wird, ist der Einkauf bei der Entscheidungsfindung meist außen vor).

Wohin sich die Rolle des Einkaufs bewegt und wie Sie sich für den Einkauf 2.0 fit machen, lesen Sie hier im Teil 2 dieses Beitrags.

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis