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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Seltene Erden 2013

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Die Notierungen für Seltene Erden sind stabil, allerdings auf hohem Niveau. Relativ stabil ist auch die Versorgungslage da China von seiner rigiden Exportpolitik ein kleines Stück abgerückt ist. Zudem verbrauchen die Hersteller in aller Welt (auch in der Volksrepublik) durch Neuentwicklungen und Materialsubstitutionen immer weniger Seltene Erden, darauf weist der „Einkaufsmanager” hin.

Dennoch haben sie im vergangenen Jahr rund 137.000 t eingekauft. Vorrangig für Hightech-Produkte wie Dauermagneten für Windenergieanlagen oder Elektroautos, LED-Lampen, Katalysatoren und Autobatterien. Die Abschläge bei anderen Sondermetallen bewegten sich in ähnlichen Größenordnungen (jeweils von März bis August 2012):

  • Neodym (Nd): von 200 US$/kg auf 140 US$/kg
  • Cerium (auch Cer genannt, Ce): von 61 US$/kg auf 42 US$/kg
  • Lanthan (La): von 54 US$/kg auf 36 US$/kg.

Chinas Monopol bei Seltenen Erden bleibt erdrückend

Bekanntlich werden dort 135.000 t Sondermetalle pro Jahr oder 97 % der Weltproduktion gefördert. Nicht von ungefähr meinte Ex-Parteiführer Deng Xiao Ping schon 1992: „Der Mittlere Osten hat Erdöl, und wir haben Seltene Erden.“

Im August 2012 hat das chinesische Wirtschaftsministerium die Exportquoten für das 2. Halbjahr bekannt gegeben. Danach gedenkt die Volksrepublik, u. a. 92.000 t Indium auszuführen.

Das ist viel und wenig zugleich. Denn im gleichen Atemzug gab das Ministerium auch bekannt, die Kontrolle über Abbau und Produktion von Seltenen Erden aus Gründen des Umweltschutzes zu verschärfen. Diese Auflagen werden aber rund 30 % der Minen und 50 % der Metallschmelzen nicht erfüllen.

Mit anderen Worten: Die angekündigten höheren Exportquoten sind dann Makulatur, und Einkäufer müssen 2013 wieder mit steigenden Preisen rechnen.

4 Sofortmaßnahmen, um die Versorgungssicherheit Ihres Unternehmens zu erhöhen

  1. Initiieren Sie einen Arbeitskreis, der sich nur um die Beschaffung von Sondermetallen kümmert (Strategie, Marktbeobachtung, Lieferantenkontakte).
  2. Suchen Sie nach Alternativlieferanten.
  3. Ist das nicht möglich, verhandeln Sie neue Verträge mit Ihren Sondermetall- Lieferanten aus.
  4. Senken Sie durch Materialsubstitution (im engen Schulterschluss mit Ihren Kollegen von der Entwicklung) den Bedarf an Seltenen Erden in Ihrer Produktion.
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