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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Stahlmarkt: Gute Zeiten für den Rohstoffeinkauf

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Selbst beim Champion China wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel. Baosteel ( www.bao steel.com ), die Nummer 1 der Branche, musste im vergangenen Jahr 21 % weniger Gewinn hinnehmen. Eine Tendenz, die sich 2012 fortsetzen dürfte.

So erwartet z. B. das britische Stahlberatungshaus MEPS ( www.meps.co.uk ) für Chinas diesjährige Rohstahlproduktion auch nur ein bescheidenes Plus von rund 7 %. Statt 695 Mio. t (2011) sind es 750 Mio. t.

Gesichert sind diese Zahlen allerdings nicht. Weiß doch niemand, ob der angekündigte Neubau von 17 Mio. Wohnungen für die rasch wachsende Stadtbevölkerung (die Baubranche ist Chinas größter Stahleinkäufer) ein ernstzunehmender Plan oder lediglich Parteipropaganda ist.

Allerorten durchwachsene Aussichten

Nicht viel anders sieht es am US-amerikanischen Markt aus. Auch dort war die Baubranche einst größter Stahlabnehmer (von 50 % auf heute 20 %). Mit der Folge, dass z. B. die Warmbreitbandpreise im Mai 2012 bei 700 US$/t angekommen waren.

Meilenweit von einem Boom entfernt ist auch der deutsche Warmbreitbandmarkt. In den vergangenen Quartalen konnten die Hersteller zwar durch künstlich verknappte Angebote leichte Preisaufschläge durchdrücken – ob sie dieses Niveau aber halten können, ist noch die Frage. Denn generell ist die Materialverfügbarkeit mehr als gut, nicht nur in Deutschland. Von Engpässen kann also keine Rede sein.

 
Quelle: Metal Prices

Eisenerz: Das Zugpferd China zieht nicht mehr

Für Bergbauriesen wie Rio Tinto und BHP waren chinesische Einkäufer bislang die besten Kunden – gingen auf ihre Rechnung immerhin 60 % des weltweiten Eisenerzangebots. Entsprechend ehrgeizig waren die Expansionspläne und Investitionen der Minenkonzerne, z. B. in der australischen Pilbara-Region. Setzten sie doch auf eine immerwährende Sektlaune der chinesischen Rohstoffeinkäufer mit entsprechend hochprozentigen Eisenerzpreisen.

Bei 210 US$/t und mehr sahen sie die Preise bereits im 4. Quartal 2011. Gründlicher konnten sich Rio & Co. nicht verrechnen. Statt in Sektstimmung zu sein, gibt sich die chinesische Volkswirtschaft ziemlich verkatert. Verkatert sind auch die Preise. Von Januar bis April 2012 sank die Sorte 62 % Fe (CFR China) von 165 US$/t auf rund 149 US$/t.


Kohle: Die Preise bröckeln

Auch bei Kokskohle hatten die Konzerne die Rechnung ohne den Wirt gemacht. In Erwartung eines großen Nachfrageschubs seitens der chinesischen Stahlkocher konnten sie zur Jahreswende 2011/2012 noch Preise von 235 US$/t durchdrücken.

Ein halbes Jahr später sind davon kaum 220 US$/t übriggeblieben (vor einem Jahr waren es für Premiumqualitäten FOB Australien noch 320 US$/t.) Diesen Niedrigpreisen konnten selbst unwetterbedingte Lieferausfälle nichts anhaben.

Schrott: Der Markt erholt sich langsam

Vorausgesagt war der Auftrieb ja schon lange, mindestens aber zum 1. Quartal 2012. Doch anders als gedacht rutschten die Schrottpreise immer weiter ab. Über Wochen gab es für SM-Schrott am für Europa wichtigen belgischen Handelsplatz kaum mehr als 240 €/t. Daraus sind inzwischen rund 260 €/t geworden.

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